Eine Million Euro bei Deutscher Zeppelin Reederei in Friedrichshafen veruntreut

Unternehmen deckt Untreuehandlungen eines ehemaligen Mitarbeiters auf – Zehn Jahre Geld abgeknapst

Friedrichshafen. Die Deutsche Zeppelin Reederei (DZR) hat heute über die Veruntreuung von rund einer Million Euro in dem Unternehmen informiert. Geschäftsführer Thomas Brandt berichtete, das Unternehmen habe aufgedeckt, dass ein ehemaliger Mitarbeiter in der Zeit von 2002 bis 2011 Gelder in Höhe von rund einer Million Euro veruntreut habe. Die Gesellschafter und Geschäftsführung der DZR haben, wie das Unternehmen kommunizierte, unter „Hinzuziehung eines unabhängigen Expertenteams einer Wirtschaftsprüfergesellschaft“ den Sachverhalt weitgehend aufgeklärt.

Mutmaßlicher Täter stellte sich selbst

Die Geschäftführung der Deutsche Zeppelin Reederei habe in Zusammenarbeit mit einem Sonderprüfungsteam die Höhe und den Zeitraum der Unterschlagungen weitestgehend ermittelt. Der mutmaßliche Täter hatte sich der Geschäftsführung selbst gestellt und durch seine Hinweise die schnelle Aufklärung unterstützt.

Geschäftsführung informierte über Vorgang

Geschäftsführer Thomas Brandt informierte über diesen Vorgang, der sich über zehn Jahre, hauptsächlich auf die Zeit zwischen 2002 und 2008, erstreckt hat. Damit lasse sich auch die hohe Gesamtsumme erklären. Der ehemalige Mitarbeiter, der die Finanzbuchhaltung als Sachbearbeiter verantwortete, habe vorsätzlich die Buchhaltung des Unternehmens manipuliert und damit die Untreuehandlungen verschleiert.

Kontrollen verschärft

Die Unterschlagungen belaufen sich nach Angaben der Deutschen Zeppelin Reederei in Bezug auf die einzelnen Jahre und den Geschäftsumfang auf 0,1 bis 2,5 Prozent der jeweiligen Belege des Unternehmens. Brandt erklärte, dass die DZR über ein internes und externes Kontrollsystem verfüge. Regelmäßig würden interne und externe Überprüfungen durchgeführt. „Dem Täter ist es gelungen eine Lücke im System zu nützen und auch externe Prüfungen zu täuschen“, heißt es weiter. Thomas Brandt ergänzte, dass die DZR ihr Kontrollsystem bereits verschärft habe, damit ein solcher Vorgang für die Zukunft ausgeschlossen sei.

Zeppeline fliegen seit 2001

Die DZR hatte den Flugbetrieb Ende des Jahres 2001 und vollumfänglich in 2002 aufgenommen und stetig ausgebaut. „Dieser Fall ist sehr unerfreulich, Erfolg und Entlohnung der Mitarbeiter werden in keiner Weise an diesem Sondereffekt gemessen, denn die Belegschaft hat in den letzten zehn Jahren eine exzellente Arbeit geleistet“, so der Geschäftsführer.

Über die DZR

Die Deutsche Zeppelin Reederei GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co KG mit Sitz in Friedrichshafen. Die DZR wurde im Januar 2001 als Betreibergesellschaft für den Zeppelin NT gegründet. Neben dem Flugbetrieb ist die Ausbildung von Luftschiffpiloten ein weiterer Aufgabenbereich der DZR.

Foto: Archiv See-Online

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