Einsteigen und abfahren

Neuer Stadtbus-Fahrplan ab kommendem Sonntag

busbahn gut P1020627Überlingen (wak) Mit ein paar kleinen Änderungen im Fahrplan verkehrt der Überlinger Stadtbus von Sonntag, 13. Dezember, an. Marc Morath und Planungsamtschef Thomas Nöken versprechen rechtzeitig zur Fahrplanumstellung sogar einen noch weiter optimierten Busverkehr.

Direkter Anschluss über den Busbahnhof

„Vor einem Jahr haben wir den Stadtbus komplett umgestellt“, sagte Thomas Nöken am Montagmittag. Neu sind seither das sogenannte Rendezvous-System, einfach zu merkende Abfahrtszeiten und ein übersichtlicher Streckenplan. Fahrgäste können fast vor ihrer Haustüre einsteigen und haben vom Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB), wo sich die Busse der verschiedenen Linien treffen, direkten Anschluss an ihr eigentliches Fahrziel. Mit der Linie 2 geht es so zum Beispiel vom Burgberg über den Busbahnhof direkt weiter zum Krankenhaus, das die Linien 1 und 4 anfahren.

Änderungen ab dem kommenden Sonntag

Wegen zu geringer Fahrgastzahlen gestrichen wird ab dem Fahrplanwechsel im Kurgebiet die Schleife, die die Linie 1 bisher über die Wilhelm-Beck-Straße und die Schreibersbildstraße gefahren ist. Noch weiter optimiert werde dagegen das Rendezvous der Busse auf dem Busbahnhof, so dass die Fahrgäste außer auf den Stadtbus auch noch bequemer auf die Bahn und den Regionalbus umsteigen könnten, sagte Nöken. Von den Busnutzern angenommen worden ist – anders als die Schleife durchs Kurgebiet – die Linie 3 durch die Alte Owinger Straße bis zum Guggenbühl. Nöken sprach sogar von einer „super Resonanz“. Einsetzen wird der Omnibusbetrieb Morath auf der Strecke aber ab dem Fahrplanwechsel einen Kleinbus mit 14 Plätzen. Die dritte Mercedes Sprinter Generation mache den Umstieg auf den Kleinbus möglich, da es ihn neu als Niederflurbus gibt, so dass auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste bequem ein- und aussteigen könnten, so Marc Morath. Neu ist ab dem Fahrplanwechsel ein Anrufsammeltaxi, das erstmals das Gewerbegebiet Nord auch sonntags anbindet. Das war der Wunsch einer Kirche sowie des Hauses Rengold, sagte Nöken. Weiterhin angefahren wird von fast allen Linien der Landungsplatz oder alternativ die Bushaltestelle in der Christophstraße.

Keine Linie 6

Noch warten müssen die Überlinger aber auf eine Linie 6. Die könnte über die Lippertsreuter Straße direkt zum Einkaufszentrum La Piazza fahren. Bisher ist das Gewerbegebiet Nord nur über die Linie 5 zu erreichen, die eine große Schleife über Nussdorf fährt. Die Linie 6 hätte die Stadt aber 50.000 Euro gekostet. Angesichts der dramatischen Haushaltslage hat der Gemeinderat den Sechser deswegen erst einmal geparkt.

Immer mehr nehmen den Bus

Von der kompletten Umstellung des Stadtbusses zum letzten Fahrplanwechsel haben der Bus und die Fahrgäste profitiert. Während 2007 täglich 1115 Fahrgäste in einen Stadtbus gestiegen sind, sind es in diesem Jahr schon 1223 gewesen. Das sind bisher jeden Tag 108 mehr. Die Fahrgastzahlen stiegen, seit der Stadtbus attraktiver ist, um satte zehn Prozent. Bei der Linie 4, die zum Schättlisberg fährt, lag das Plus – auch wegen der vielen neuen Bewohner – sogar bei 304 Prozent. Bei der Linie 3 zum Guggenbühl gab es ein Plus von 110 Prozent.

Stadt löst ein 440.000 Euro Ticket

Die Stadt lässt sich den Stadtbus im kommenden Jahr 440.000 Euro kosten. Damit subventioniert sie den Busverkehr täglich mit 1200 Euro. Auf Fahrgäste umgerechnet ist das ein Euro pro Buspassagier. Allein, dass die Linie 4 zum Schättlisberg im 15-Minuten-Takt fährt, kostet demnächst pro Jahr 55.000 Euro mehr. Weil die Linie 3 zum Guggenbühl aber mit einem Kleinbus statt mit einem großen Bus bedient wird, kostet die Linie bald 15.000 Euro weniger. Das neue Anrufsammeltaxi, das neu sonntags ins Gewerbegebiet fährt, kostet 5000 Euro zusätzlich. Für Fahrgäste aber gibt es eine gute Nachricht: Obwohl der Stadtverkehr keine schwarzen Zahlen schreibt, wird zumindest die Einzelfahrt nicht teurer – auch 2010 kostet der Einzelfahrschein 1,80 Euro.

Eine Schlange mit 50 Autos

Dass Busfahren nicht nur bequem, sondern auch umweltverträglich ist und zur Verringerung des Verkehrs in der Altstadt beiträgt, machte Marc Morath anschaulich. „Stellen Sie sich in der Franziskanerstraße einfach einen Bus mit 100 Leuten drin vor – oder 50 Autos, die mit jeweils zwei Personen besetzt sind.“ Vielleicht sollten die Stadt und der Busbetrieb das Szenario einfach einmal nachstellen und die Straße aus der Vogelperspektive mit einem Bus, 50 Autos oder 100 Fußgängern fotografieren, meinte Morath.

Auf einen Klick

Damit sich alle Überlinger – auch die noch nicht zu den Nutzern des Stadtbusses gehören – rechtzeitig über den neuen Fahrplan informieren können, lässt die Stadt noch vor dem Fahrplanwechsel einen Flyer mit der Übersicht über alle Linien und Abfahrtszeiten an die Haushalte verteilen. Noch bequemer geht’s aber mit einem Klick auf den Button des Stadtbusses auf unserer Seite. Schauen Sie doch mal – bis Samstag in den aktuellen und ab Sonntag dann in den neuen Fahrplan.

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