Elitehochschulen kämpfen ums Geld – Konstanzer Exzellenzinitiative nimmt Hürde

Antragsskizze der Universität Konstanz für eine weitere Graduiertenschule erfolgreich

Konstanz. Die Universität Konstanz geht mit vier Vollanträgen in die zweite Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Eine geplante Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften hat die erste Hürde genommen. Die Entscheidungswissenschaftler befassen sich mit dem Entscheidungsverhalten von Individuen und Kollektiven. Beantworten wollen die Wissenschaftler, die hautptsächlich aus verschiedenen Sozialwissenschaften kommen, Fragen wie wie Entscheidungen von Personen zustande kommen, wie sich die Entscheidungsfindung in zwischenmenschlicher Interaktion gestaltet und was deren gesamtgesellschaftlichen Ergebnisse sind.

 

Erste Hürde genommen

 

Die Antragsskizze der Universität Konstanz für die „Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften“ hat in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich die Eingangshürde genommen. Das teilte die Uni am Mittwoch mit. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) am Nachmittag bekanntgaben, wurde die Bewerbung für die Graduiertenschule im Rahmen der 1. Förderlinie zur Vollantragstellung ausgewählt.

 

Rektor Ulrich Rüdiger sieht gute Chancen

 

„Das ist eine sehr gute Nachricht. Ich bin überzeugt, dass der Antrag für die Graduiertenschule für Entscheidungswissenschaften große Chancen hat, die exzellente Forschung an der Universität Konstanz noch zusätzlich zu bereichern“, kommentiert Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger das erfolgreiche Abschneiden der Antragsskizze.

 

Interdisziplinarität ist entscheidend

 

Die Graduiertenschule ist vorwiegend in den Fächern Politikwissenschaft, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften angesiedelt, umfasst aber auch Forscherinnen und Forscher aus den ergänzenden Disziplinen Informatik, Soziologie und Statistik. Die Interdisziplinarität ist der Dreh- und Angelpunkt der Graduiertenschule: Während die Einzeldisziplinen ihr Augenmerk traditionell eher auf Teilaspekte richteten, sich somit entweder für die Ergebnisse (Politik und Wirtschaftswissenschaften) oder für die zugrundeliegenden Prozesse (Psychologie und Verwaltungswissenschaften) interessierten, will die Graduiertenschule die Perspektiven bündeln und dadurch ein umfassendes Verständnis des menschlichen Entscheidungsverhaltens und seiner sozialwissenschaftlichen Auswirkungen schaffen.

 

Multidisziplinären Horizont öffnen

„Die Herausforderung besteht darin, zu verhindern, dass sich die Promovenden zu eng auf ihre spezifischen Themen und Methoden konzentrieren. Wir wollen die disziplinären Perspektiven zu einem multidisziplinären Horizont öffnen und den Doktoranden eine breitere Basis an Fähigkeiten und Wissen vermitteln, die ihnen in ihrer zukünftigen Laufbahn von Nutzen sein wird“, erklärt Prof. Dr. Leo Kaas, Koordinator des Exzellenzantrages.

 

Platz für 60 Doktoranden

 

Die Graduiertenschule soll etwa 60 Doktoranden umfassen. Sie baut maßgeblich auf den bestehenden Konstanzer Promotionsstudiengängen „Quantitative Economics and Finance“ sowie „Politics and Management“ auf und ist in ein Netz aus nationalen und internationalen Forschungskooperationen eingebettet.

 

Foto: Uni Konstanz

 

Ein Kommentar to “Elitehochschulen kämpfen ums Geld – Konstanzer Exzellenzinitiative nimmt Hürde”

  1. Bruno Neidhart
    4. März 2011 at 09:46 #

    Unsere Uni strengt sich an und ist erfolgreich! Was hatten wir doch 1966 für ein Glück, dass wir eine Uni bekamen, zusammen mit Ulm, redlich geteilt. Man muss sich das immer wieder mal bewusst machen. Wie stünde die Stadt sonst heute da? Mehr „Lago“ als „Logo“!

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