FDP-Politiker kämpfen gegen geplantes Abhol-Verbot von Fluggästen

Flughafen Kloten erteilt deutschen Taxis Abfuhr

Bodenseekreis / Kreis Konstanz (red) Die Stadt Kloten bei Zürich will ab Januar 2011 deutschen Taxiunternehmen verbieten, Fahrgäste vom Flugplatz Zürich-Kloten abzuholen. Jetzt werden auch Birgit Homburger, Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, die aus Hilzingen im Hegau, und Hans-Peter Wetzel, FDP-Landtagsabgeordneter aus dem Bodenseekreis aktiv. Nachdem die FDP zuletzt in der Gunst der Wähler stark verloren hat und auf fünf Prozent abrutschte, haben die Liberalen in der Bodenseeregion ein neues Betätigungsfeld für sich entdeckt.

Widerstand gegen Konkurrenzausschluss

Die Stadt Zürich beruft sich dabei auf einen Staatsvertrag zwischen Deutschland und der Schweiz aus dem Jahre 1953. Dieser kam ihr aber anscheinend erst wieder in den Sinn, als sich im Dezember 2009 Schweizer Taxifahrer über die deutschen Mitbewerber beschwerten. Gegen den beabsichtigten Konkurrenzausschluss setzen sich nun also auch FDP-Politiker aus der Region zur Wehr, nachdem sie Unternehmen im Bodensee-Raum um Unterstützung gebeten hatten. Zu den Fürsprechern zählen Birgit Homburger, Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, die aus Hilzingen im Hegau stammt, sowie Hans-Peter Wetzel, FDP-Landtagsabgeordneter aus dem Bodenseekreis.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer soll helfen

Homburger hat sich bereits an den deutschen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sowie an den Schweizer Botschafter Tim Guldimann gewandt und sie gebeten, darauf hinzuwirken, dass das geplante Verbot aufgehoben werde. Denn, so schreibt Homburger an Ramsauer, sollte es dazu kommen, „erwarte ich eine deutliche Belastung für das seit jeher gute Verhältnis zwischen Südbaden und der Region Zürich.“ Wetzel unterstützt dieses Ansinnen ebenfalls.

Buchinger Klinik will Überlinger Taxis schicken

Neben anderen hatten ein Überlinger Taxiunternehmen sowie die renommierte Überlinger Fastenklinik Buchinger die Politiker auf das drohende Verbot aufmerksam gemacht. Künftig dürften demnach nur noch deutsche Taxiunternehmen, die weniger als fünf Kilometer von der Schweizer Grenze ansässig sind, Fluggäste in Kloten abholen. Buchinger-Chef Raimund Wilhelmi, FDP-Stadtrat in Überlingen, wies daraufhin, dass rund zwei Drittel seiner Gäste aus dem Ausland kämen, der größte Teil von ihnen lande in Kloten. Die Zusammenarbeit mit den Überlinger Taxifahrern klappe hervorragend, sie garantierten den Gästen nicht nur optimale Fahrbedingungen sondern versorgten sie auch bereits während der Anreise mit Informationen über die Region. Außerdem, so Wilhelmi, profitiere von den ausländischen Besuchern seiner Klinik ja auch die Region Zürich, Ziel vieler Ausflugsfahrten der Kurgäste, und nicht zuletzt der Flughafen Kloten. Ein Überlinger Taxibetrieb ist, nach dem Beschluss der Stadt Kloten im Juni diesen Jahres, von der Flughafen Zürich AG bereits aufgefordert worden, seine „Parkbewilligungen für die Innere Vorfahrt bis zum 31. August 2010 zu retournieren.“

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