Feuer bei Camphill Schulgemeinschaften: 15-Jähriger unter Verdacht

Kripo ermittelt wegen schwerer Brandstiftung – Wohngebäude durch Feuer schwer beschädigt

Frickingen-Bruckfelden/Bodenseekreis. Ein Feuer hat heute, Montag, eine Gebäude der Camphill Schulgemeinschaften e.V. schwer beschädigt. Den Brand gelegt haben soll ein 15-Jähriger, der selbst Bewohner der Einrichtung ist. Verletzt worden ist bei dem Feuer niemand. 27 Schüler und Betreuer mussten evakuiert werden.

Polizeistreife nimmt Jugendlichen fest

Die Polizei ermittelt gegen einen 15-jährigen Jugendlichen schwerer Brandstiftung. Der 15-Jährige steht im Verdacht, am Montagvormittag gegen 11 Uhr Feuer in der Einrichtung für Behinderte im Frickinger Teilort Bruckfelden gelegt zu haben. Der mutmaßliche Täter, der selbst Bewohner dieser Einrichtung ist, war nach der Tat geflüchtet, er konnte jedoch kurze Zeit später von einer Polizeistreife in der Nähe des Brandortes vorläufig festgenommen werden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Über die Camphill Schulgemeinschaften e.V.

Die Camphill Schulgemeinschaften e.V. betreibt in Bruckfelden eine Heimsonderschule für geistig- und mehrfach-behinderte Jugendliche und junge Erwachsene, auch für externe Schüler. Sie bietet eine Nische und einen Lebensraum für Jugendliche mit Mehrfachbehinderung, schweren psychiatrischen Symptomen und Gruppenunfähigkeit. Die Jugendlichen leben in Hausgemeinschaften und alternativen Wohnformen. Camphill Schulgemeinschaften betreuen etwa 50 Jugendliche.

Brandherd im Dachgeschoss

Wie die bisherigen Feststellungen der Polizei ergeben haben, war das Feuer im Dachgeschoss des Wohngebäudes gelegt worden, das hierdurch komplett ausbrannte. Die Freiwillige Feuerwehr, die durch auslösende Brandmelder alarmiert wurde und rasch mit einem Großaufgebot am Einsatzort war, evakuierte sowohl das Wohngebäude als auch das nur wenige Meter entfernte angrenzende Schulgebäude.

27 Schüler und Betreuer evakuiert

Insgesamt mussten 27 Schüler und Betreuer ins Freie gebracht werden. Sie blieben allesamt unverletzt und wurden von Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 250.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Friedrichshafen übernommen.

Foto: Kreisfeuerwehrpressesprecher Christian Gorber

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.