Feuerwehr schockiert nach Tod eines Feuerwehrmanns

47-Jähriger erleidet Herzinfarkt nach Belastungsübung in Friedrichshafen

Friedrichshafen/Bodenseekreis (red) Tiefe Betroffenheit herrscht bei den Feuerwehren des Bodenseekreises nach der Nachricht, dass ein Angehöriger der Werkfeuerwehr des Friedrichshafener Flughafens während des Dienstes verstorben ist. Der 47 Jahre alte Mann hatte gemeinsam mit seinen Kameraden am Dienstagmittag eine so genannte Belastungsübung in der Atemschutzübungsstrecke der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen absolviert.

Noch während der Aufräumarbeiten nach der Übung klagte der Feuerwehrmann plötzlich über Schmerzen und brach kurz darauf zusammen. Seine Kameraden leisteten noch Erste Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst. Trotz einer vorbildlich funktionierenden Rettungskette, einer der Anwesenden war ausgebildeter Rettungssanitäter, verschlechterte sich der Zustand des Feuerwehrmannes rapide. Unter Reanimationsbedingungen wurde er ins Krankenhaus transportiert, wo er kurz darauf verstarb.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei, die unmittelbar danach aufgenommen wurden, ergaben keine Anhaltspunkte für Mängel an der technischen Ausrüstung oder für ein Fremdverschulden. Nach Auskunft der Polizei habe der Arzt einen natürlichen Tod festgestellt. Ob die vorangegangene Belastungsübung, die von jedem Atemschutzgeräteträger jährlich zu absolvieren ist, mit dem Todesfall in Zusammenhang steht, ist derzeit noch unklar, heißt es in einer Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbands.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrbands, Stadtbrandmeister Andreas Löhle (Foto)  aus Überlingen, brachte in einer ersten Reaktion die tiefe Betroffenheit der Feuerwehrangehörigen zum Ausdruck: „Die Tatsache, dass Kamerad Helmut Schraivogel in Ausübung seines Dienstes verstarb, bewegt uns besonders und stimmt auch sehr nachdenklich. Unser Mitgefühl und unsere aufrichtige empfundene Anteilnahme gilt in diesem schweren Moment seiner Familie sowie den direkt betroffenen Kameraden der Werkfeuerwehr des Flughafens Friedrichshafen.“ Der verstorbene Feuerwehrmann Helmut Schraivogel hinterlässt eine Frau sowie zwei Kinder im Alter von 13 und 16 Jahren.

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