Fluchtfahrrad des Taximörders vom Bodensee in Schrebergartensiedlung in Manzell gefunden

Sonderkommission Taxi wertete bis heute fast 700 Spuren und Hinweise aus

Friedrichshafen/Konstanz (wak) Das Fluchtfahrrad des mutmaßlichen Taximörders von Hagnau ist gefunden worden. Der Mordverdächtige hatte es am 9. Juni nach dem brutalen Verbrechen beim Hagnauer Strandbad in Immenstaad gestohlen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Konstanz und die Polizeidirektionen Friedrichshafen und Konstanz mit.

Von Firmengelände in Immenstaad gestohlen

Zwischenzeitlich konnten die Beamten der Sonderkommission „Taxi“ das Herrenfahrrad identifizieren, mit dem der 28-jährige Tatverdächtigenach dem Mord an der 32-jährigen Taxifahrerin in Hagnau geflüchtet und nach dem Zusammentreffen mit der holländischen Radlergruppe in Friedrichshafen-Fischbach untergetaucht war, heißt es in der Mitteilung. Bei der Polizei waren nach einer Flugblattaktion und Veröffentlichungen in den Medien Hinweise auf nahezu 50 Herrenfahrräder eingegangen. Aufgrund der Aussagen der holländischen Radtouristen lag der Polizei eine sehr gute Beschreibung des Fahrrads vor. Ein aufgefundenes Fahrrad war ein „Treffer“. Gefunden wurde das Rad der mutmaßlichen Mörders in einer Schrebergartenanlage in Friedrichshafen-Manzell. Am Tattag, nach der Ermordung der Taxifahrerin in Hagnau, hatte es der flüchtige 28-Jährige auf einem Firmengelände in Immenstaad entwendet. Anhand von DNA-Spuren gilt als gesichert, dass der Tatverdächtige seine Flucht, die er nach der Tat in Hagnau zu Fuß begonnen hatte, mit diesem Fahrrad nach Friedrichshafen fortsetzte.

Polizei verfolgte Hunderte Spuren und Hinweise

Während die Suche nach dem Herrenrad damit erfolgreich abgeschlossen ist, fehlt von der Handtasche der ermordeten Taxifahrerin nach wie vor jede Spur. Auch die Tatkleidung, die der 28-Jährige am 8. Juni bei seiner Tat in Singen getragen hatte, hat die Polizei bislang noch nicht gefunden. Von den insgesamt über 700 Spuren und Hinweisen, die von der Bevölkerung eingegangen sind oder sich durch die Ermittlungen der Sonderkommission ergeben haben, konnte zwischenzeitlich ein Großteil abgearbeitet werden, so Polizei und Staatsanwaltschaft. Der in einer Justizvollzugsanstalt einsitzende Tatverdächtige hat sich bislang zu den ihm zur Last gelegten Verbrechen nicht geäußert. Ein Rechtsanwalt aus Konstanz wurde zum Pflichtverteidiger des Mordverdächtigen bestellt.

Foto: wak/Hagnau

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.