Fracking: Konstanzer SPD Kandidat kritisiert Abstimmung gegen Trinkwasserschutz

Konstanz. Lässt sich unkonventionelle Gasgewinnung am Bodensee noch verhindern? In seiner gestrigen Sitzung verpasste der Deutsche Bundestag eine Gelegenheit, den Trinkwasserschutz bei Gasgewinnung mit der riskanten Fracking-Technik zu verschärfen. Die SPD-Fraktion hatte in einem Entschließungsantrag verlangt, der Öffentlichkeit und den Wasserschutzbehörden größere Rechte einzuräumen und frühzeitig eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung einzuführen. Das berichtet der SPD-Bundestagskandidat Tobias Volz und kritisiert den Bundestagsabgeordneten Andreas Jung (CDU).

SPD scheiterte in Berlin

Diese Initiative der SPD scheiterte spät abends ohne Aussprache an den Regierungsparteien CDU und FDP. SPD-Bundestagskandidat Tobias Volz spricht von einer verpassten Chance. Dem örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Jung wirft er vor: „Sie reden in Konstanz anders, als Sie in Berlin abstimmen.“ Seine Erklärungen im Wahlkreis wichen vom Handeln der CDU im Bundestag ab. Jung hatte angekündigt, das ein Koalitionsausschuss nach Regeln suche, Fracking in Wasserschutzgebieten zu verbieten. „Genau dieses wurde im Antrag der SPD gefordert“, erklärt Tobias Volz. 

Appel von Volz an Jung

Der Bundestagskandidat weiter: „Die Vorschläge liegen bereits seit über einem halben Jahr auf dem Tisch und es gäbe eine breite politische Mehrheit dafür.“ Jung soll im Bundestag für die Interessen der Bodenseeregion abstimmen und nicht auf von der Verfassung nicht vorgesehene und handlungsunfähige Koalitionsausschüsse verweisen. 

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