Friedrichshafen setzt auf Strom aus „sauberer Wasserkraft“

TWF senkt zum 1. September Preise für Öko-Strom – Strom aus Wasserkraft wird günstiger

Friedrichshafen. Gute Nachrichten haben die Technischen Werke Friedrichshafen (TWF) für ihre Stromkunden. Sie senken zum 1. September die Preise für ihren Wasserkraft-Strom. Damit will das Unternehmen den Wechsel zu Ökostrom erleichtern und die vielen Kunden belohnen, die bereits den AquaStrom beziehen. Der Strom aus Wasserkraft ist guter Strom. Das sagte Unternehmenssprecher Sebastian Dix auf Nachfrage.

Verbraucher profitieren von günstigem Einkauf

Die Nachricht überrascht. Alle reden davon, dass der Strom durch den Ausstieg aus der Atomkraft teurer wird. Wie kommt es da, dass er in Friedrichshafen günstiger wird. Sebastian Dix lacht. Er erklärt wie die Verbraucher von einer Mischkalkulation profitieren. Die TWF kaufen ihren Strom in Tranchen ein. Den Strom, den die Friedrichshafener ab September bekommen, haben sie demnach günstig gekauft. Sebastian Dix redet deswegen von einer „guten Kostensituation“.

Saubere Energie aus Wasserkraft

Um 1,2 Cent senkt die TWF am 1. September den Arbeitspreis vom „TWF:AquaStrom Basis“ auf 24,03 Cent. Das bedeutet eine Senkung um durchschnittlich knapp 5 Prozent. Bei einer Abnahmemenge von 4.000 Kilowattstunden spart man so fast 50 Euro. „Wir wollen uns damit bei unseren Ökostrom-Kunden für Ihre Treue bedanken und gleichzeitig neuen Kunden die saubere Energie aus Wasserkraft noch schmackhafter machen“, erklärt TWF-Geschäftsführer Stefan Söchtig.

Regenerative Enegrie wird vorerst billiger

33 Euro billiger wird der jährliche Grundpreis des Tarifs „TWF:AquaStrom Premium“. Das bedeutet – auf den Gesamtpreis von 4.000 Kilowattstunden gesehen – eine Senkung um mehr als 3 Prozent. „Saubere Energie wird so noch attraktiver“, so der Stadtwerke-Chef. Die Preissenkungen gelten sowohl für Privat- als auch für Gewerbekunden in den entsprechenden Tarifen, teilt der Friedrichshafener Energieversorger mit.

Privater Atomausstieg vorgezogen

„Unsere Kunden haben ihren privaten Atomausstieg schon lange umgesetzt“, freut sich Söchtig. Schließlich bezieht ein Großteil der TWF-Kunden schon seit über zehn Jahren Strom aus Wasserkraft. Mittlerweile liegt der Anteil der Privatkunden, die Strom aus Wasserkraft verbrauchen bei 70 bis 75 Prozent. Söchtig sieht die Ökostrom-Strategie der TWF durch den großen Zuspruch bestätigt.

Wasserkraft nicht gleich Wasserkraft

Nur, was heißt eigentlich „saubere Energie“? Wie umweltverträglich ist Wasserkraft? Der TWF-Strom kommt aus Österreich und ist TÜV-zertifiziert. Sauber ist er deshalb, weil er aus Laufkraftwerken kommt. Sebastian Dix holt da gern auch einmal ein bisschen aus. Es gibt Laufkraftwerke wie zum Beispiel in der Donau. Anderswo kommt der Strom aus Speicherkraftwerken – zu erkennen an den Staumauern aus Beton – und es gibt Pumpspeicherwerke, wobei letztere keine Stromproduzenten, sondern Speicher sind. „Ein Pumpspeicherwerk ist kein Kraftwerk“, sagt Dix. Wasser werde nach oben gepumpt, wenn das Stromangebot im Netz zu groß ist. In Spitzenlastzeiten wird die Energie dann wieder gebraucht.

Naturschützer nicht begeistert

Daraus, dass Naturschützer genauso – wie gegen die Verspargelung der Landschaft durch Windkraftanlagen – auch Einwände gegen Wasserlaufkraftwerke haben, macht Dix keinen Hehl. Auch Laufkraftwerke greifen in die Natur, in den Lauf natürlicher Gewässer, ein und. Aber irgendwo her muss auch der Strom aus regenerativer Energie kommen. Das ist klar.

Informationen über die neuen Preise und die Produkte der TWF unter der kostenlosen Servicenummer 0800 505 2000 oder im Internet unter www.twf-fn.de

Foto+Grafik: TWF Friedrichshafen

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