Friedrichshafener Architekt vor Wirtschaftskammer angeklagt

Verfahren vor 14. Große Strafkammer in Stuttgart – Urteil voraussichtlich am 9. Juni

Friedrichshafen. Wegen Bestechung und Steuerhinterziehung, die er in Friedrichshafen und Düsseldorf begangen haben soll, ist ein 72 Jahre alter Friedrichshafener Architekt angeklagt, der sich mit dem Bau von Bädern und Kliniken einen Namen gemacht hat.

Prozess vor Stuttgarter Landgericht

Angeklagt sind, wie das Stuttgarter Landgericht mitteilt, mehrere Personen, darunter der 72 Jahre Betreiber einer Baugesellschaft aus Friedrichshafen. Um den Auftrag für einen Klinikneubau in Meerbusch in Nordrhein-Westfalen zu erhalten, solle der Friedrichshafener Architekt zwei 56 und 63 Jahre alte Männer bestochen haben, die jetzt mitangeklagt sind. In den Jahren 2000 bis 2004 sollen an die beiden Männer insgesamt etwa zwei Millionen Euro bezahlt worden sein. Der 72-Jährige soll darüber hinaus versucht haben, die Bestechungsgelder als Betriebsausgaben getarnt steuerlich geltend zu machen, so der Vorwurf.

72-Jähriger bestreitet Straftat

In der Kölnischen Rundschau und im Kölner Stadt-Anzeiger hat der Bäder-Investor, der aktuell in Euskirchen Nordrhein-Westfalen für eine Investitionssumme von 30 Millionen Euro ein Schwimmbad bauen und betreiben will, erklärte der, er habe keine Bestechungsgelder gezahlt. Der 72 Jahre alte Investor, auf dessen Referenzliste auch die Thermen in Erding und in Bad Wörishofen sowie das neue eröffnete Bäderparadies in Titisee-Neustadt oder die Klinik Malchower See stehen, sagte, er sei unschuldig und rechne mit einem Freispruch.

Foto: Gerd Altmann PIXELIO www.pixelio.de

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