Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus hat Krise überwunden

Belegung des GZH zieht nach Stornierungen von Tagungen und Kongressen wieder an

Friedrichshafen (sig) Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat auch vor dem Graf-Zeppelin-Haus nicht Halt gemacht. 2009 registrierte die Verwaltung neun Prozent weniger Veranstaltungen und neun von Hundert geringere Umsätze. Aus diesem Loch scheint man heraus. Es wird wieder gebucht.

ZF stornierte alle Eigenveranstaltungen

Verantwortlich für die Rückgänge waren teilweise kurzfristige Stornierungen von Tagungen und Kongressen auch der heimischen Industrie. So hat ZF alle Eigenveranstaltungen von 2009 bis 2011 abgesagt. Diese Leerstände konnten, so Tourismusdirektor Dietmar Philipp, schwer bis gar nicht kompensiert werden. Auch die eine oder andere Kulturveranstaltung ist teilweise kurzfristig ausgefallen beziehungsweise abgesagt worden. Womit sich bewiesen hat, dass kleine und mittelgroße Veranstaltungen extrem konjunkturabhängig sind.

Aufwärtstrend ab 2011

Diese Entwicklung scheint ausgestanden. Wie Philipp betonte, hat die Nachfrage für 2011 und die Folgejahre wieder angezogen. Danach laufen sogar Terminanfragen und Buchungen für 2012 schon sehr gut. Langfristig hat das GZH-Management zwei große Kongresse langfristig nach Friedrichshafen binden können. Neben einer medizintechnischen Tagung vorerst bis 2014 auch bis 2018 einen wissenschaftlichen Industrie-Kongress.

Großer Saalbereich wird modernisiert

Die Belegungszahlen, die Mieteinnahmen, die Gastro-Umsätze und die Umsatzpacht-Einnahmen reduzieren wird im nächsten Jahr die Modernisierung des großen Saalbereichs von Mitte Juli bis Ende November. In diesen rund viereinhalb Monaten können dann dort keine Veranstaltungen stattfinden. Davon ausgenommen ist die eine oder andere Buchung im kleinen Saalbereich ab Herbst. Dietmar Philipp denkt freilich weiter: Die derzeitigen Modernisierungsmaßnahmen dienen der langfristigen Substanzerhaltung und der Wettbewerbssicherung, sagt er. Er steuert mit seinem Team noch mehr Kundennähe an und sieht Möglichkeiten im direkten Service, in einem noch besseren Angebot und Dienstleistungen ohne Mehrkosten für den Kunden. Insgesamt ist für ihn aufgrund zurückgehender Budgets noch mehr Kreativität in Angebot und Service gefragt.

Foto: sig/ GZH zwischen Schloss und Yachthafen direkt am See.

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.