Friedrichshafener Thermalbad-Investor geht zum letzten Mal in Verlängerung

Thermen in Konstanz und Überlingen planen Saunaerweiterungen – Vorerst noch geplatzte Träume in Friedrichshafen

Friedrichshafen. Das Trauerspiel um den Bau eines Thermalbads in Friedrichshafen geht noch einmal weiter. Bis zum 17. April muss der Schweizer Investor Kurt Eicher einen Finanzierungsnachweis einreichen. Oberbürgermeister Andreas Brand gewährt dem Schweizer eine aller letzte Fristverlängerung. Seit den 90-er Jahren verspricht Eicher den Friedrichshafenern schon den Bau eines Thermalbads. Baden gehen die Friedrichshafener noch immer in Meersburg oder Überlingen und im Sommer im Wellenbad in Ailingen.

Frist um Frist verstrichen

Den Betrag von 46 Millionen Euro will die Aedis Immobilien Management AG aufbringen. Baubeginn hätte spätestens am 16. April 2012 sein sollen. Den notwendigen Finanzierungsnachweis wollte Eicher bis 31. März 2012 vorlegen. Doch wieder platzen die Träume. Ein anderes Mal wollte Eicher angeblich schon im Januar 2012 mit dem Bau der Therme beginnen. Einen Finanzierungsnachweis hat er der Stadt aber nie vorgelegen können, weshalb Termin um Termin verstrichen sind. Die Stadt Friedrichshafen ist an einen mit dem Schweizer Investor Kurt Eicher geschlossenen Vertrag gebunden.

Letzter Termin für Investor ist 17. April

Bis 2013 müsste die Therme fertiggestellt sein. Seit vielen Jahren wartet Friedrichshafen aber vergeblich auf eine Therme. Das Fischbacher Frei- und Seebad hatte im vergangenen Sommer zum Abbaden eingeladen.  Seit dem vergangenen Jahrzehnt hatte die Stadt das Bad am Standort der geplanten Therme schon fast nicht mehr saniert. Wenn Eicher bis 17. April keine Bankbürgschaft vorlegen kann, soll er endgültig aus dem Spiel sein. Das Fischbacher Frei- und Seebad würde dann in diesem Sommer wieder öffnen. Eicher ginge baden – und die Friedrichshafener auch.

Wettbewerb der Thermen am See

Im Thermen-Land Bodensee reihen sich in Zukunft die Thermen wie die Perlen einer Kette aneinander. In Überlingen, Meersburg und Konstanz sprudelt das Thermalwasser längst. Auch in Lindau könnte ein attraktives Bad entstehen. Deshalb planen die bestehenden Thermen die Aufenthaltsqualität und das Angebot weiter zu verbessern.

Konstanz plant Saunaerweiterung

2012 möchten auch die Konstanzer einen neuen Anlauf machen und eine Saunaerweiterung planen. Das hatten sie Ende vergangenen Jahres angekündigt. Ein eigenständiger Bau mit einer Fläche von 230 Quadratmetern soll entstehen – aber nicht am See. Fertig gestellt könnte er 2013 oder 2014 sein. Die Bädergesellschaft Konstanz (BGK) will an das Schiff Therme architektonisch ein „Beiboot“ andocken. Möglich wäre es, zwei kleinere Saunen oder eine große zu bauen, einen Liegeraum und Platz für Wellness zu planen, so die Information Ende vergangenen Jahres. Zuletzt hatte die Bädergesellschaft Konstanz (BGK) Pläne, eine über einen Steg erreichbare Sauna in den See hinein zu bauen, aufgegeben. Die Hürden waren zu hoch. Die BGK scheiterte an der Genehmigungsfähigkeit und am Bürgerprotest.

Überlingen baut neue Außensauna

Konkret sind bereits die Pläne in Überlingen. Die Überlinger Bodensee-Therme erweitert ihre Außensauna. Der Saunagarten vergrößert sich um 300 Quadratmeter und 70 Meter Uferlinie. Eine neue große Aufgusssauna ist geplant. Die neue Fläche liegt östlich des bestehenden Saunagartens in Richtung Badgarten und gehört heute noch zum Stadtgarten. Der Otto-Buchinger-Weg wird der Saunaerweiterung weichen müssen. Wunschtermin für die Eröffnung der neuen Außensauna ist noch vor Sommer 2013. Mit im Boot ist wieder die Planstatt Senner, die bereits den bestehenden Saunagarten konzipiert und angelegt hat. Alte Bäume sollen erhalten bleiben. Kosten wird die Erweiterung mindestens eine halbe Million Euro, die die Therme selbst erwirtschaftet hat.

Ein Kommentar to “Friedrichshafener Thermalbad-Investor geht zum letzten Mal in Verlängerung”

  1. Hallo
    4. April 2012 at 11:38 #

    Bei der Erweiterung in den See hat sich die Bäderverwaltung in Konstanz übernommen – leider. Ein kleiner Steg, wie er bereits für das Schimmbad östlich besteht, hätte es getan. Auch die Therme könnte durch einen Fitnessraum eine höhere Aufwertung erhalten. Mich wundert, warum noch keiner darauf gekommen ist.

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