Für freie Fahrt für Räder in der Konstanzer Eichhornstraße

SPD will umstrittenes Fahrradfahrverbot kippen

Freie Fahrt für FahrräderKonstanz. Die SPD möchte freie Fahrt für Radler in der Eichhornstraße. Das teilte sie gestern mit. Zuletzt hatte die Stadt die Radler auf den im Wald verlaufenden, bei Nässe matschigen Fahrradweg verbannt.

Bürgeramt soll zurückrudern

Die Sperrung eines Abschnitts der Eichhornstraße für Fahradfahrer solle im Technischen Ausschuss des Gemeinderats überprüft werden. Das hat die SPD-Fraktion beantragt. Die Stadträte Jürgen Ruff und Hanna Binder fordern in einem Schreiben die Verwaltung auf, „andere Lösungen für die Verkehrssicherheit auf dieser Strecke“ zu entwickeln. Denn die Umleitung des Radverkehrs in den Lorettowald stehe im Widerspruch zum Ziel eines durchgängigen und benutzerfreundlichen Radwegenetzes in der Stadt. Die beiden Räte wollen die Aufhebung der verkehrsrechtlichen Maßnahme des Bürgeramts durchsetzen, die auf großes Unverständnis in der Bevölkerung gestoßen sei.

2 Kommentare to “Für freie Fahrt für Räder in der Konstanzer Eichhornstraße”

  1. Bruno Neidhart
    23. Februar 2011 at 09:53 #

    Es sollte nicht nur um die fragliche Situation im Bereich der Kliniken Schmieder/Waldhaus Jakob gehen, sondern es stellt sich vielmehr die Frage, ob es möglich sei, im gesamten Verlauf der Eichhornstrasse, also ab Suso-Gymnasium/Mainaustrasse einen gesicherten Radweg auszuweisen, zu kreieren. Dabei müsste wohl für den Wegfall einiger Autoparkflächen eine Lösung gefunden werden. Wenn sich die SPD dankenswerterweise schon für die Radfahrer bemüht, soll noch festgestellt sein, dass z.B. auf der Friedrichstrasse zwischen Spechtweg und Königsbau für die vielen Studenten, die von der Uni kommend zur Stadt hinunter radeln, der Fahrradstreifen einige hundert Meter durch Autoparkfelder unterbrochen wird und ein Ausweichen auf den Autofahrbereich unumgänglich ist. In der anderen Richtung, zur Uni hin, besteht hingegen der Fahrradstreifen. Es sollte möglich sein, die wenigen geparkten Autos in Zusammenarbeit mit den Anliegern auf die Grundstücke „zu verbannen“, wie es bereits zum Teil geschieht.

  2. dk
    23. Februar 2011 at 16:37 #

    Irgendwann wurde erwähnt, dass die SPD „gemeinsames Jogging“ anbietet; ergänzend dürfte sich „gemeinsam radeln“ auch eignen.

    Wenn man zwecks Fitness, Sport oder Hobby (auch touristisches Radwandern) mit Radeln anfangen will, steht man vor einer Anzahl von Problemen bei der Radeln-Infrastruktur: detaillierte Informationen, Karten, durchdachte Radwege-Vernetzung, Dichte usw. Die Punkte beziehen sich eher auf den Bodenseeraum und nicht die Stadt: eher die Probleme der Touristen bei Radwanderungen.

    Wollen Touristen auf Rädern nicht gelegentlich auch Städte und Orten bzw. Verkehrsadern kreuzen?
    Neben Bewegungszonen, Mobilitäts-Zentren und dem 4-Rad-Verkehr dürfte ein systematisches Nachdenken über eine Fahrrad-Infrastruktur positve Effekte haben: für Einheimische, Durchreisende, aber auch Touristen mit „Standort KN“, die die Region erkunden möchten.
    Frust vermeiden gilt zwar nicht als Werbung, dürfte emotional aber ebenso wirken, wenn man im Vergleich zu anderen Orten plötzlich frustfrei radeln kann.

    Als persönliches Ergebnis bleibt eine Sensibilisierung für Radler, die sich eine Strasse mit Autos teilen müssen. Man kann doch sehr schnell fahren und fährt im Radlers-High lieber in einen Wiesengraben als vor ein Auto.

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