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Wir haben es geschafft und auf dem Blog in den vergangenen Wochen viele neue Gesichter für die Kommunalwahl präsentiert.

Wir möchten uns noch einmal herzlich bei allen Kandidatinnen und Kandidaten bedanken, die unsere Fragen beantwortet haben oder uns vor der Videokamera Rede und Antwort standen.

Anfang Mai haben wir uns aufgerafft, die Kommunalwahl zum Thema gemacht und Euch Menschen präsentiert, die neu in den Gemeinderat einziehen möchten.

Einige würden wir wirklich sehr gern im Rat sehen.

Wenn wir mit unserer Serie auch nur minimal dazu beigetragen haben, dass ein paar mehr Konstanzerinnen und Konstanzer ihren Stimmzettel ausfüllen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, dann würden wir uns freuen.

Wir fürchten aber, dass die Wahlbeteiligung eher wieder niedrig sein wird, niedriger als bei Landtags- und Bundestagswahlen. Das wäre schade. Denn die Kommunalpolitik ist die Politik die am nächsten bei den Menschen ist und die uns alle direkt betrifft.

Wir wünschen uns für Konstanz einen Gemeinderat, in dem alle Altersgruppen und alle Milieus vertreten sind, der die Menschen in unserer Stadt tatsächlich repräsentiert. Wir sollten uns die 40 Persönlichkeiten deshalb gut aussuchen.

Zum ersten Mal dürfen auch Jugendliche ab 16 Jahre bei der Kommunalwahl wählen. Das hat die grün-rote Landesregierung beschlossen.

Wir denken, dass leider viele Wählerinnen und Wähler ein eher verschwommenes, unscharfes Bild von  dem haben, was der Gemeinderat entscheidet.

Wir möchten ein paar Beispiele machen: In den kommenden Jahren könnte der Gemeinderat zum Beispiel eine City-Maut für Konstanz beschließen, einen ticketfreien ÖPNV einführen, die Fahrradinfrastruktur, also Strecken und Abstellanlagen verbessern, die Sperrzeiten der Kneipen verkürzen, die Gewerbe-, Grund- und Hundesteuer erhöhen, ein neues Parkkonzept fürs Paradies und die Altstadt beschließen, das Anwohnerparken in der gesamten Stadt neu regeln, mehr öffentliche Grillplätze schaffen, noch eine Gemeinschaftsschule bauen, Schultoiletten sanieren, freie Kultur fördern, Plätze in der Stadt neu gestalten, neues Wohnbauland entwickeln, ein autofreies Wohnquartier auf dem Döbele schaffen und die Ergebnisse von Bürgerbeteiligungen eher beachten oder trotz Beteiligung anders entscheiden.

Das ist natürlich eine sehr willkürliche Auswahl. Wichtig zu wissen ist nur: Der Oberbürgermeister muss sich für seine Politik immer Mehrheiten im Gemeinderat suchen, sonst kann er seine Ideen nicht realisieren. Es ist also entscheidend, wer im Gemeinderat mit abstimmt.

Wir finden, das müssten eigentlich ausreichend viele Argumente sein, um am Sonntag zur Wahl zu gehen. Überlegt Euch bitte gut, ob Ihr mitreden möchtet und wem Ihr zutraut, dass  er oder sie Eure Interessen vertritt.

Wir haben am Sonntag die Wahl. Das Ergebnis gibt es dann am Montag am frühen Nachmittag. Wegen der vielen Stimmen und der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens dauert die Auszählung länger.

Waltraud Kässer

 

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