„Gedenklichter“ trennten am Samstagmorgen Radspur in Überlingen ab

Streit zwischen Gehwegparkern und Fußgängern um beschränkte Verkehrsfläche im Dorf

Überlingen (wak) Mit einer Aktion haben am Samstagvormittag Anwohner, Fußgänger und Radfahrer auf die Verkehrssituation im Überlinger Dorf hingewiesen. Dort gibt es zwar einen schmalen Gehweg und ein Radstreifen ist von der Fahrbahn abmarkiert. Regelmäßig sind die Fahrrad- und die Fußgängerspur aber zugeparkt, so dass Fußgänger und Radler auf die Straße ausweichen müssen. Dagegen haben Überlinger Bürger jetzt protestiert, indem sie die Markierung auf der Verkehrsfläche zusätzlich mit brennenden roten Grablichtern kennzeichneten.

Flackernde Lichter als Warnhinweise

„Nahezu  wöchentliche Dokumentationen gegenüber  der  Stadt Überlingen vermögen das Problem latenter Straßenverkehrsgefährdung in der Aufkircherstraße  zwischen Hänselebrunnen und Aufkircherstor nicht zu beseitigen“, beklagte sich der Überlinger Anwalt Hermann-Josef Faupel. „Deswegen  griffen heute  Bürger zur  Selbsthilfe und  konnten mit  Erfolg erreichen, dass der  Hänselebrunnen autofrei blieb“, berichtete der Überlinger. Mit flackernden Lichtern, roten Grableuchten, machten die Bürger auf die unbefriedigende und gefährliche Situation aufmerksam. Die Aufkircherstraße ist eine der Haupteinfallstraßen in die Stadt. Vor allem in der Ferienzeit bilden sich in der Straße regelmäßig lange Staus.

Falschparker räumte Lichterspur weg

Vor der Dorfbäckerei brannten die um 6.55 Uhr aufgestellten „Gedenklichter“ zur Beachtung  des Trennstrichs zwischen Straße und Radweg und zum Schutz  des sehr schmalen Gehwegs und der Fußgänger aber nach Aussage von Faupel keine  15 Minuten. Der Anwohner, der sich auch in der Bürgerinitiative zur Verringerung des Verkehrs in der Überlinger Altstadt engagiert, dokumentierte die gesamte Aktion mit einer Digitalkamera. Die Bilder  dokumentieren, dass um  7 Uhr  mehrere Personen, darunter nach Angaben Faupels, auch der Fahrer eines rechtswidrig haltendenden Lieferwagen, die Situation in Augenschein nahmen und die Lichter abräumten. Die Demonstration war damit jäh beendet. „Seitdem kam es zu verheerenden Situationen und  viel Streit zwischen Gehwegparkern und Fußgängern“, berichtete Faupel über das Ende des zivilen Ungehorsams.

Fotos: privat

Offener Brief von Hermann-Josef Faupel an den Inhaber der Bäckerei im Dorf:

„Sehr geehrter  Herr Baader,

Ihnen  darf ich mich  vorstellen.

Meine  vielköpfige  Familie und  ich  wohnen  seit 1978 in Überlingen, seit
1980 in der  Aufkircherstrasse  62.

Meine Kanzlei befindet  sich in der  Franziskanerstrasse  15.

Ich benutze  täglich mehrfach  die  Aufkircherstrasse  als  Fußgänger und
bin  darüberhinaus passionierter Radfahrer.

Sie  erhalten mit  anliegenden Fotos  einen Einblick in die Situation des
heutigen Samstags gegen 7 und  9.15 bzw. 9.45 hr.

Ihnen  darf ich  mitteilen  , dass eine  Vielzahl  von  Anwohnern  der
Aufkircher- und Friedhofstrasse  die  Förderung  des  rechtwidrigen  Parkens
auf  Gehwegen und  Radwegen im Bereich Ihrer Bäckerei nicht  länger
hinnehmen  wollen.

Ihrer  besonderen Aufmerksamkeit  empfehle ich  die  Bilder 350 und  354.

Dort beschwert  sich  ein Kunde gegenüber  dem Gehwegparker, der  schon vor
dem Betreten Ihres  Geschäftsraumes mit  seiner  Jacke  am Kinderfahrrad
einfädelte.

Sie  persönlich haben  sich nach  dem Anruf Ihrer  Mitarbeiter  mit  der
Weisung  erklärt, die Grablichter  abzuräumen.

Dazu haben  Sie  kein Recht. Der öffentliche Straßenraum gehört Ihnen nicht.

Und  wenn Sie  sich nochmals  äußern, die Verhinderung verkehrsgefährdender
Zustände  stelle eine Geschäftsschädigung  dar, werde ich Sie  persönlich
wegen Beihilfe zur  fortgesetzten Straßenverkehrsgefährdung  anzeigen.

Nach Rücksprache  mit  dem zuständigen Staatsanwalt  erfüllt das  Parken
auf  dem Geh- bzw  Radweg  den Tatbestand  der versuchten  bzw. vollendeten
Nötigung  und  Straßenverkehsgefärdung, wenn  Radfahrer – wie  ich  schon
häufiger – in den Gegenverkehr gezwungen  werden.

Ich  hoffe  eindringlich, dass  Sie  sich  auf  die Qualität ihrer  Produkte
besinnen und  der Gefahr  weiteren Boykotts von verärgerten Kunden und
einer  Veröffentlichung in der  Presse durch  Einsicht zuvorkommen.“

18 Kommentare to “„Gedenklichter“ trennten am Samstagmorgen Radspur in Überlingen ab”

  1. St. Pauli
    24. Juli 2010 at 11:57 #

    Auf den Leserbrief von Herrn Faupel zu antworten verkneife ich mir. Daraus ersieht jeder selbst, welch Geistes Kind er ist.
    Bei der Verkehrsaktion, wurden nicht nur Grablichter, sondern auch Blumentöpfe eingesetzt. Dies ist kein ziviler Ungehorsam, sondern hier besteht für mich der Verdacht des „Gefährlichen Eingriffs in den Strassenverkehr“ nach § 315b StGB. Da dies ein Offizialdelikt ist, muss von Seiten der Polizei hier ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn Faupel u.A. von Amts wegen eingeleitet werden.

  2. loewe
    24. Juli 2010 at 15:46 #

    Es herrschen sizilianische Zustände im Dorf!
    Erst hetzte Ue-Bin gegen Herrn Baader und verbot ihm Unterschriftslisten zur Aufhebung der Einbahnstraßen in seinem Geschäft auszulegen und nun bedroht ihn sogar ein Rechtsanwalt.

    Wurde diese Demonstration überhaupt angemeldet? Die Grablichter stellen ja ein zusätzliches Gefahrenpotential dar. Kann man nur hoffen, dass der Radweg, der ja auch noch an der falschen Seite entlang läuft, endlich inkl. der unsinnigen Einbahnstraße und dem absurden Abbiegeverbot aufgehoben werden. Hier gibt es wesentlich sichere Lösungsansätze.

  3. KapHorn
    24. Juli 2010 at 17:10 #

    Ich frage mich, wie manche Leute durchs Studium gekommen sind. Neuerdings kann man sich ja auch Titel kaufen. Wer von Rechtswegen so wenig Ahnung hat, wie Herr Faupel, sollte seine Finger erst Recht vom Verkehr weglassen. Offensichtlich richtet er hier noch mehr Schaden an, als es ein Winkeladvokat in den schlimmsten Fällen anrichten könnte.
    Wie kann man als studierter Mensch einerseits willkürlich in den Straßenverkehr eingreifen und Grablichter aufstellen, die zur Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer werden können. Dazu noch Blumentöpfe und Fahrräder… Und dann ein böser Brief an die Bäckerei Bader, mit drohenden Äußerungen. Ein solches Auftreten eines Anwaltes ist schlichtweg dekadent!
    So kommen wir Überlinger „friedlich“ im Verkehrskonflikt keinen Schritt weiter. Man kann nicht Beelzebub mit Beelzebub austreiben. Aber das versteht womöglich ein Winkeladvokat nicht…

  4. Hubert Bergmann
    24. Juli 2010 at 17:20 #

    Sehr geehrter Herr / Frau St. Pauli,

    ich gestatte mir, mit Ihnen als fiktive Person zu sprechen, als welche sie sich hier vorstellen.

    Seien Sie versichert dass unter den Augen zahlreicher und zustimmender Passanten, Kunden der Bäckerei, Bürger und Anwohner diese bescheidene Aktion im historischen Überlinger „Dorf“ stattfand. Gar Frau Anette Schavan wurde wohlwollend beobachtet. Zustimmung von Fahrradfahrern, Fußgängern und selbst KFZ Lenkern begleiteten das Geschehen.

    Da bereits in der südlichen Aufkircherstraße eine ganze Reihe von großen Blumenkübeln stehen (dort übrigens gelegentlich wirklich in der kaum vorhandenen Gehwegsfläche), scheint es für Bürger nur nahe liegend gewesen zu sein, eine Fortsetzung um den schönen Brunnen herum zu „veranstalten“. Dabei kamen augenscheinlich Pflänzchen in Betracht die Petersiliensträuße nur um Weniges überragten. Hierfür und für die vollkommene Unbedenklichkeit was die Sicherheit des Straßenverkehrs anbelangt gibt es anzunehmender Weise zahlreiche Zeugen und Bilddokumente.

    Betrachtet man hingegen die Palmen die z.B. am Mantelhafen, die Kübel die in der Münsterstraße oder selbst schon in der Christoph- oder Franziskanerstraße im öffentlichen Raum stehen, wären das nach ihrer Lesart wirklich ein Anlass für Ihr Offizialdelikt. Nicht zu vergessen jene am Aufkircher Tor und am Hänselebrunnen selbst. Mächtige Wegversperrer für Kraftfahrzeuge. Wenn Sie sich als Fußgänger, Rad- oder gar Autofahrer in der Altstadt mal versuchen, wissen sie schnell warum. Unter Umständen.

    Das ist das eine. Das Andere. Möglicher Weise ist ihnen das Rotlicht im St. Pauli – Milieu nicht bekommen, oder aber sie werden an etwas erinnert dass Sie gerne weg hätten. Jedenfalls scheint mir dies als einleuchtender Grund, welcher ihre heftige Reaktion auf die kleinen roten Plastiknäpfchen erklärt, die gerade einmal die Hälfte der Breite des weisen Trennstriches des Fahrradweges einnahmen. Davon konnte sich jeder der wie ich dort einkaufte, oder vorüberging überzeugen. Man nennt die Originale in der Fachsprache übrigens Bischofsmützen. Da manch Stadtrat im Verkehrsausschuss sich an dieser Stelle dafür aussprach, von der Verwaltung aber aus ästhetischen Gründen (Altstadt) zunächst abgelehnt wurden, hat bürgerschaftliche Kreativität hier vielleicht eine Alternative in etwas abgewandelter Form und Farbe ausprobiert?!

    Allerdings und da ist ihnen Recht zu geben.

    Zur starken Behinderung für den KFZ Verkehr
    ……. sich verbotener Weise auf dem Fahrrad- und kaum vorhandenen Gehweg dort breit zu machen.

    Gefahr wurde also in dieser kurzen Lebensspanne der Näpfchen abgewendet von:

    • den Fahrradfahrern die in den Gegenverkehr gezwungen werden, wenn der Radweg vor dem Bäcker zugeparkt ist (und das ist der sonst ständig)
    • den Fußgängern die durch dort parkende Fahrzeuge auf den Fahrradweg oder die Fahrbahn gezwungen werden bzw. sich überhaupt nicht mehr bewegen können
    • den KFZ Lenkern die sich dann vor möglichen Zusammenstößen sehen.

    Oder gehören Sie Herr / Frau St. Pauli gar zu jenen, die bereits ein Ordnungsverfahren am Hals haben, weil sie an dieser Stelle gerne gesetzeswidrig und zur nicht unerheblichen Gefährdung des Fahrrad- Fußgänger- und KFZ Verkehres parken(ten)?

    Wie auch immer, …… ist ja nur fiktiv.
    …. in ihrem Falle.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Bergmann

  5. sparring
    24. Juli 2010 at 19:16 #

    Praktizierter Größenwahn

    Wenn sich jeder, der die Nichteinhaltung von Verkehrsregelun-
    gen beklagt, auf den Pfad der Selbstjustiz begeben würde, dann
    könnten wir bald unserer Staatsform „Gute Nacht“ sagen. Wild-
    West in Überlingen.

    Es ist auch eine Frage der Geisteshaltung, wie weit man mit per-
    sönlichem Protest geht. In erster Linie sind in diesem Falle die kommunalen Sicherheitsorgane gefragt, und wenn sie nicht funktionieren, kann man gegen sie klagen. Aber wer sich persönlich anmaßt, auf eigene Faust Verkehrsregelung in Überlingen zu betreiben, der sprengt weit den Rahmen der Legalität. Ein Jurist, der das nicht kapiert, sollte vielleicht besser etwas anderes tun.

    Aus der gleichen Interessenclique stammt übrigens der Vorschlag,
    die Alt-und Innenstadt völlig für den Verkehr zu sperren. Von Ost nach West und umgekehrt ginge dann auf Hauptstraßen nichts mehr, Träger des Durchgangsverkehrs wären in Überlingen nur noch die Reinen Wohngebiete. Absurd, aber das ist Größenwahn Stufe II.
    Bitte, liebe Stadtobere, unternehmt endlich etwas gegen Spinner.

    — sparring —

  6. R.v.d.L.
    25. Juli 2010 at 16:34 #

    P R Aktion „Grablichter“ Ecke Friedhofstraße

    Wenn man dieses gequälte Wortgestammel von Bergmann/Faupel & Co
    liest, dann zweifelt man an der Qualität der Schulbildung. Theatralik und etwas musische Begabung sind nicht die geeigneten Voraussetzungen für den Zusatzjob eines Verkehrs-Hilfssheriffs.

    Zur Erinnerung : Schon im Mai 2008 wurde eine altangesehene Geschäftsfamilie in der Aufkircher Straße in Sachen Verkehr
    von Leuten dieser Aktiv-Gruppe diffamiert und genötigt. Jetzt wiederholt sich das Ganze beim beliebten Dorfbäcker. Diese fiese Tour nennt man heute „Mobbing“.

    Wirr, wirrer, virulent ! Gibt es noch eine Steigerung ?
    Die normalen Menschen Ihrer Nachbarschaft zittern bereits
    vor Angst !

    R.v.d.L.

  7. Hubert Bergmann
    26. Juli 2010 at 11:33 #

    Sehr geehrter Herr R.v.d.L.

    um Ihnen die Angst vor sich selbst zu nehmen erinnern wir uns kurz.

    Im August 2007 haben Sie folgende bürgerschaftliche, eindeutige und ungestammelte Forderung:

    „Verkehrsberuhigung im Dorf und Stadtmitte Überlingen
    Entlastung der Innenstadt nicht auf Kosten des Dorfes!
    Wir fordern folgende Verkehrsführung:
    Jeweils als Einbahnverkehr stadteinwärts vom Krankenhaus über die Aufkircherstraße bis zum Franziskanertor und dort links ab zu den Parkhäusern (Parkhaus auf das Gelände des ehemaligen Schlachthofes!) und stadtauswärts als Einbahnverkehr über die Zahnstraße. Friedhofstraße als Anliegerstraße und verkehrsberuhigter Bereich Verbindung Zahnstraße-Aufkircherstraße.“

    eigenhändig und bei vollem Bewusstsein wie ich annehme, mit Ihrer Unterschrift bezeugt und eingefordert.

    Wenn Sie wollen können wir dieses Dokument gerne veröffentlichen.

    Und übrigens. Auch Sie waren auf einen Umtrunk im Aufkircher Tor von Herrn Zugmantel nach Umsetzung der neuen Regelung eingeladen um darauf anzustoßen. Ich nehme an Sie hatten es in Ihrer Virulenz damaliger Ereignisse vergessen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Bergmann

  8. R.v.d.L.
    26. Juli 2010 at 21:37 #

    Typisch GRÖVAZ Bergmann (Größter Verkehrsexperte Aller Zeiten).
    Außer permanenter Desinformation nichts auf dem Kasten. Er empfiehlt sich aber schon heute für höhere Aufgaben in einer
    „Unabhängigen Altstadt-Republik Überlingen“ in den Grenzen der Stadtmauern von 1633, – z.B. als Maut-Minister h.c.

    Hier meine ehrliche Antwort auf sein Gefasel, nachempfunden nach J.W.von Goethe in Faust, Tragödie 1.Teil :

    „Hubert, mir graust‘s vor Dir !“

  9. Hubert Bergmann
    27. Juli 2010 at 09:29 #

    Sehr geehrter R.v.d.L.

    Vielen Dank für Ihr angetragenes Ehrenamt, ich bin anderweitig ausgelastet.

    Vielleicht sollten Sie aber ihr Grauen vor sich selbst unter Anwendung beiliegender Information mal bewusst machen. Es geht dann schnell vorbei. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie einfach ihren Stadtapotheker.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Bergmann

  10. St. Pauli
    27. Juli 2010 at 10:17 #

    Liebe Kontrahenten im Verkehrsstreit.
    Jetzt sollten wir doch mal Nägel mit Köpfen machen.
    1. Sollte die Polizei in Überlingen nicht wenigstens Ermittlungen in der Sache aufnehmen, haben alle anderen in Zukunft die gleichen Rechte. (zuerst Blumentöpfe und Sofos auf dem Gehweg, dann Blumentöpfe und Teelichter auf die Fahrbahn usw.)
    2. Von dem Veranstalter und dem entsprechend auch als Veranstaltungleiter fungierenden H. Faupel wurde die von ihm selbst als Demonstration bezeichnete Aktion nicht angemeldet. Fazit: Das braucht man offensichtlich in Überlingen auch nicht mehr.
    3. Den informellen Führern in Sachen Altstadt (Faupel, Fuchs und Gorber) sollten sich einen neuen Pressesprecher suchen. Den jetzigen nimmt doch niemand mehr ernst.

    Zum Schluss: Ich bin froh, dass ich meine Feststellungen unter dem Pseudonym St. Pauli verfasst habe, da ich nicht in eine Bedrohungs- oder Nötigungssituation wie die zu bedauernden Geschäftsleute in der Altstadt kommen möchte.

  11. R.v.d.L.
    27. Juli 2010 at 10:31 #

    Lassen Sie meine Frau aus dem Spiel.

    R.v.d.L.

  12. Hubert Bergmann
    27. Juli 2010 at 17:18 #

    Sehr geehrter Herr R.v.d.L.

    Falls dieses (von der Redaktion dann zu Recht entfernte link) nicht Ihre Unterschrift war, bitte ich das zu entschuldigen. Aus all Ihren zustimmenden Bemerkungen in der Vergangenheit konnte man das aber möglicherweise ableiten.

    Darf ich deswegen zum weiteren Verständnis aus Ihren Sichtweisen wörtlich zitieren. Ich gehe davon aus dass diese von Ihnen auch persönlich an mich verfasst wurden. Jedenfalls liegen diese mit ihrem e-mail Absender vor.

    9. November 2007
    „…nur kurz zum richtigen Verständnis : Wir ziehen mit Ihnen am gleichen Strang und bringen unser Beispiel Litscherweg nur als Ergänzung ein….“

    12. November 2007
    „…Ansonsten würde ich mich nicht scheuen, in bewährter Art von UE-BIN eine Litscher-Initiative auf den Weg zu bringen, um auch unsere speziellen Anliegen deutlich bei der Stadt vorzubringen. Natürlich ziehen wir jedoch eine Kooperation mit UE-BIN vor, weil das insgesamt für alle interessierten Bürger effizienter wäre….“

    20. November 2007
    „….zu Ihrem (Herrn Bergmann) Filmbeitrag gestern abend möchte ich Sie nochmals beglückwünschen. Sie haben damit einen sehr konstruktiven Grundbeitrag für die Verkehrs-Neuplanung der Überlinger Altstadt geleistet, denn die Probleme waren ja nun wirklich unübersehbar….. Deshalb meine ich, die Altstadt-Verkehrsberuhigung sollte schnellstens in Angriff genommen werden,….“

    8. Mai 2008
    „….Bliebe die untere (östliche) Friedhofstraße zweispurig, dann wäre die obere Friedhofstraße wirklich entlastet, denn nur noch die wenigen Autofahrer, die kurz zum Einkaufen in die Aufkircher Straße wollen (und natürlich die Anlieger) suchten dann diesen Weg, die beliebte Passage stadtauswärts durchs Aufkircher Tor entfällt bei neuer Einbahnregelung sowieso…..“

    19. Juni 2008
    „….So gesehen bin ich sehr froh, daß in diesem schwierigen Falle der Gemeinderat den gesunden Menschenverstand walten ließ, d.h. daß für den Bereich Aufkircher Tor ein klarer Entschluß gefaßt wurde, ….“

    Nach so viel Zustimmung Ihrer Seits, ist Ihr widersprüchliches Verhalten leider nicht mehr verständlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Bergmann

  13. RA-F
    27. Juli 2010 at 20:54 #

    Liebe Genossen!

    Lebt etwa Erich Mielke doch noch?
    Im Überlinger-Dorf scheint sich zumindest das „HB-Männchen“ seiner Methoden anzunehmen.

    Ihr „armen“ Anwohner könnt einem wirklich leid tun, aber
    greift endlich mal durch und beendet dieses Regime!

  14. R.v.d.L.
    28. Juli 2010 at 00:09 #

    An die Adresse H B :

    Jawohl, HB = Herr Buchhalter, aber Sie übersehen geflissentlich, daß aus dem Zusammenhang gerissene Sätze oft gezielte Fälschungen sind. Richtig ist, daß ich mich bis Ende 2007 „pro Litscherweg“ engagierte und damals auch Ü-Bin anständige Motive unterstellte. Als Mitte 2008 dann Ü-Bin / HB ihre wahren Absichten outeten, haben sehr viele Bürger der Nordweststadt – bis auf wenige – das Vertrauen in diese Gruppe verloren. Übrig blieben Luftblasen-Akrobaten !

    Hier das wahre Ziel der Bergmann/Faupel-Connection (lt.gemein-
    samem Brief an Stadtrat und OB vom Oktober 2008):

    „Jetzt, wo die Entlastung des Dorfes endlich umgesetzt
    wurde, muß als nächstes Projekt die Verkehrsberuhigung
    der Innenstadt folgen. Denn die nördliche Altstadt und
    die Innenstadt bilden ein historisches Ensemble“.

    Unterschrieben : Bergmann/Faupel/Fuchs/Blaser & Co.

    Das bedeutet in Klartext, daß eine Minorität die Stadt unter
    Zugzwang zu setzen versucht und die Beruhigung von Hauptge-
    schäftsstraßen vor die Interessen aller anderen Mitmenschen in den Wohngebieten stellt. Aus Dorf + Innenstadt soll offensicht-
    lich eine Art von „Autonomer Altstadt-Republik Überlingen“ entstehen ( möglichst mit eigener Gerichtsbarkeit, wenn schon nicht nach der Scharia, dann wenigstens wie in 1630 ).

    Es wird Zeit, daß die Bürger hinter die falsche Fassade schauen und erkennen, daß hier Leute mit falschen „Robin Hood-Masken“ am Werke sind. Sie warten nicht die Ergebnisse des laufenden moderierten Bürgerbeteiligungsprozesses ab, sondern greifen
    immer häufiger selbst gefährlich in den Straßenverkehr ein, um ihre Schäfchen rechtzeitig vor allen anderen ins Trockene bringen. Das ist Sozialkompetenz nach Gutsherren Art !

    R.v.d.L.

  15. Hubert Bergmann
    28. Juli 2010 at 09:27 #

    Sehr geehrter Herr R.v.d.L.

    unsere Ziele sind die gleichen geblieben. Allen aber wird man es nicht recht machen können.
    In Anlehnung an die damals eingeführte „Wende“ in der nördlichen Altstadt, hielten Sie es wohl für opportun Ihren Aktivitätsradius zu drehen und sich an anderer Stelle anzupassen.

    Der Volksmund kennt hierfür den Begriff Wendehals.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Bergmann

  16. Naja
    28. Juli 2010 at 19:08 #

    Es mag die Frage eines bislang „Mitlesenden“ erlaubt sein, warum sich erwachsene – offenbar in allen Lagern sehr engagierte – Bürger der Stadt Überlingen, in einem der Öffentlichkeit jederzeit zugänglichen Forum, derart einerseits ungeschickt und kindlich anmutend, andererseits diffamierend und provozierend gebärden müssen.

    Kennen die Beteiligten hierzu ihre Beweggründe? Oder hauen sich einfach alle gerne mit der Schippe auf den Kopf?

  17. Dr. Bernhard
    16. August 2010 at 19:00 #

    Sehr geehrter Herr Bergmann,

    leider haben wir durch Sie nun schon zwei Privatanzeigen in der Aufkircherstr. zu je 25 Euro erhalten. Wir haben jeweils für 2 Minuten so geparkt, dass weder der Fahrradweg, noch der Gehweg behindert war. Auch dies ist möglich! Ich frage mich, was für ein kleinkarierter Mensch Sie sind, dass Sie mit einer Kamera auf der Lauer liegen und andere Überlinger Mitbürger zur Anzeige bringen. Ist dies der richtige Umgang miteinander?
    Wie ich „See online“ entnehmen konnte, ist hier ein regelrechter Kleinkrieg entbrannt. Was spricht dagegen, die Autofahrer mit Zetteln an der Windschutzscheibe darauf aufmerksam zu machen, wenn Sie wesentlich stören.

    Da ich selbst Radfahrer bin und diese Strecke benutze, weiß ich, dass auch bei parkenden Autos genügend Platz vorhanden ist, da die Aufkircher Straße nun von Autos ja nur bergab befahren wird. Auch unsere Kinder benutzen diesen Radweg ohne Probleme. Wie war es dann bitte als der Verkehr noch zweispurig war und gar kein Radweg vorhanden war. Die Situation ist doch jetzt deutlich entschärft.

    Durch Ihr Verhalten erreichen Sie nur eine schlechte Stimmung und lösen keine Konflikte.

    Ich finde es auch von der Stadt Überlingen zu tiefst bedauerlich, dass Sie auf Hilfssheriffs wie Sie zurückgreift und keine anderen Lösungen anstrebt. Mann könnte bestimmt der Bäckerei Baader, den parkenden Müttern und den Radfahrern/Fußgängern zusammen gerecht werden, wenn man die Energien in konstruktive Lösungsansätze investieren würde. Dies erfordert jedoch auf allen Seiten eine entsprechende Toleranz, welche ich auf Ihrer Seite nicht erkennen kann.

    Ich fordere Sie hiermit auf Ihre Anzeigen einzustellen und bedanke mich für Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. med. Tim Bernhard

  18. Seeblicke
    17. August 2010 at 12:28 #

    Dieses arrogante, selbstherrliche und undemokratische Verhalten einiger selbsterklärter Welt, bzw. „Überlingen-Verbesserer“ ist einfach unerträglich. Jeder mündige und selbstständig denkende Bürger hat die Möglichkeit für sich selbst zu bestimmen, ob er diesen Leuten, als Kunde, Mandant oder Besucher, sein Geld hin tragen will. Ich kann es mir heraussuchen, wo ich hingehe …… und jeder Andere kann das auch. Lasst uns abstimmen, ganz demokratisch.

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