Geistiger Vater des Konstanzer Elefanten ist Jürgen Leipold (SPD)

SPD-Stadtrat sprach als erster von Grünbrücke für Elefanten – Urheber stellte Tierskulptur nicht selbst auf

Konstanz. Jürgen Leipold, SPD-Stadtrat in Konstanz, ist der geistige Vater des Elefanten auf der Grünbrücke über die B 33 bei Konstanz. Da sind wir uns sicher. Dem Konstanzer Kommunalpolitiker war beim Anblick des elefantösen, ja monströsen Straßenbauwerks als erstem Betrachter der Gedanke gekommen, dass die Brücke wohl für Dickhäuter geschaffen worden sein könnte. Das war schon im Januar.

Urheber SPD-Stadtrat Leipold

Ein Urheber ist jemand, der etwas verursacht oder veranlasst hat, ein Initiator oder Schöpfer. So steht es bei Wikipedia. Streng genommen ist Jürgen Leipold also der Elefanten-Vater. An einem Montagabend im Januar warf er bei der Nachsitzung nach der Fraktionssitzung der SPD im Costa plötzlich die Frage auf, wie sehr der Klimawandel wohl die Tierwelt am Bodensee beeinflusse. Wenn er sich die neue Grünbrücke über die B 33 anschaue, frage er sich, ob demnächst Elefanten die Straße überqueren wollten und bald Elefanten das Wollmatinger Ried besiedeln, so Leipold damals. Dokumentiert ist diese Äußerung in einem Blogbeitrag, der bei See-Online erschienen ist.

Inspiriert von Äußerung

Möglicherweise ließ sich der Künstler, der die Skulptur auf die Grünbrücke stellte, tatsächlich von der Äußerung Jürgen Leipolds oder gar dem Blogbeitrag inspirieren. Die Konstanzer Heimatzeitung, die in dieser Woche auf dem Elefantenbullen durchs Sommerloch reitet, wäre auf so außergewöhnliche, verwegene Ideen, wie sie Jürgen Leipold von alleine einfallen, selbstverständlich nicht gekommen. Sie berichtet nur nach.

Grünbrücke auch für Fünftonner

Dabei war die Frage nach den Elefanten im Ried sehr naheliegend. Die Brücke wirkt aus der Froschperspektive vom Auto aus gesehen tatsächlich in hohem Maße überdimensioniert. Vielleicht, so dachten wir schon im Januar, hat Jürgen Leipold ja Recht mit seinen Elefanten. Wenn sie die B 33 queren wollen, braucht es ein stabileres Brückenbauwerk. Afrikanische Elefantenbullen bringen es immerhin auf fünf Tonnen Gewicht.

Elefant querte schnell

In der Nacht zum Mittwoch grüßte dann plötzlich tatsächlich ein Elefant von der Grünbrücke über die B 33. Wären wir unten durch gefahren, wäre es ein Déjà Vu gewesen. Leider konnten wir den Elefanten nicht mehr persönlich besichtigen, da die mit viel Liebe zum Detail gefertigte Elefantenskulptur viel zu schnell wieder verschwunden war. Die Straßenbaubehörde hatte anscheinend Handlungsbedarf gesehen. Nicht auszuschließen ist, dass der Amtsschimmel befürchtete, der Elefant könnte auf die Fahrbahn fallen.

Elefanten-Konstrukteur unbekannt

Wer die elefantöse Skulptur auf die mächtige Grünbrücke gestellt hatte, weiß die Straßenbaubehörde dem Vernehmen nach nicht. Jürgen Leipold, der geistige Urheber des Elefanten, war es wohl nicht. Er ist kein Praktiker. Ob er ein Alibi für den Tatzeitpunkt hat, wäre trotzdem eine spannende Frage. Vielleicht sollte er sich notfalls noch eines beschaffen.

Foto: CIS PIXELIO www.pixelio.de

Ein Kommentar to “Geistiger Vater des Konstanzer Elefanten ist Jürgen Leipold (SPD)”

  1. sabine senne
    31. August 2012 at 22:02 #

    Das kann ich kaum glauben. SPD und Spass schließt sich doch aus!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.