Gemeindeprüfungsanstalt prüft Vorgänger bei VHS Konstanz-Singen

Frank Hämmerle will restlose Aufklärung – Schadenersatzforderungen gegenüber früher Verantwortlichen nicht ausgeschlossen

Konstanz. Der Konstanzer Landrat Frank Hämmerle will restlose Aufklärung über Vorkommnisse und Geschäftsgebaren an der Volkshochschule Konstanz-Singen e.V.. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Kreistages hat eine umfassende Prüfung von Schadenersatzforderungen gegenüber früher verantwortlichen Personen beschlossen. Das teilte das Landratsamt mit.

Schadenersatzforderungen nicht ausgeschlossen

Landrat Frank Hämmerle informierte am Montag die Presse darüber, dass der Verwaltungs-und Finanzausschuss am 28. November auf seinen Antrag in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen hat, die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg mit einer Sonderprüfung der Vorgänge in der Volkshochschule Konstanz-Singen zu beauftragen. Diesem Auftrag vorangegangenen war ein Bericht des Landrats über die aktuelle Situation in der Volkshochschule und über „mögliche Schadenersatzforderungen gegenüber früher handelnden Personen und Auftragnehmern“.

Materieller Schaden entstanden

„Ich will eine lückenlose Aufklärung der Vergangenheit, um weiteren Schaden von der Volkshochschule abzuwenden“, so Landrat Frank Hämmerle. Er wolle, so Hämmerle weiter, dass von einer unabhängigen und anerkannten Prüfungseinrichtung mögliche Schadenersatzforderungen „herausgearbeitet“ würden, damit man sie gegenüber denjenigen geltend machen könne, die für den materiellen Schaden der Volkshochschule in den zurückliegenden Jahren verantwortlich seien. Der Volkshochschulvorstand hatte von Fehlbeträgen berichtet. Das Minus war anscheinend im nachhinein aufgetaucht, obwohl Abschlüsse vorlagen. Frühere VHS-Mitarbeiter hatten den Vorwurf der Misswirtschaft darauf hin zurück gewiesen.

Es geht um den Ruf der VHS

Weiter heißt es in der Mitteilung. „Durch die sehr unterschiedliche Berichterstattung in den Medien wolle er auch durch diese Prüfung mit dazu beitragen, dass der gute Ruf und die gute Arbeit der Volkshochschule nicht weiter beschädigt werden.“

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