Genuss oder Kulturgeschichte der Bodensee-Küche

Rosgartenmuseum Konstanz zeigt im Kulturzentrum am Münster

Konstanz (wak) Nie war kochen so angesagt wie heute. Fernsehköche kochen auf allen Kanälen und Restaurantkritiker turnen durchs Abendprogramm. Essen ist Kult. Plötzlich war auch bei Gourmetköchen in der Regio die Retroküche en voque und Küchenchefs besannen sich auf regionale und saisonale Gerichte. Jetzt gibt es die Ausstellung zum Trend.

„Die Welt im Topf“

Getafelt wird in diesem Sommer ausnahmsweise in Konstanz nicht nur in der Gastronomie, sondern auch im Museum. Von Juni bis Oktober nimmt der Historiker und Chef der städtischen Museen, Tobias Engelsing, den Kochlöffel in die Hand und widmet sich in einer Ausstellung der Küchentradition am Bodensee. „Die Welt im Topf – Kleine Kulturgeschichte der Küche am Bodensee“ ist der Titel der Schau und auch des Katalogs zur Ausstellung. Fehlen werden im Gourmetführer nicht einmal Rezepte.

Vom Bratspieß bis zu den badischen Knöpfle

Die Sonderausstellung des Rosgartenmuseums Konstanz wird im Kulturzentrum am Münster vom 8. Juni bis 31. Oktober 2010 zu sehen sein. „Die heute bekannte ,Bodensee-Küche‘ hat viele europäische Mütter und Väter“, heißt es in der Vorankündigung des Museums, die schon so richtig Lust auf die Schau macht. Die Ausstellung „Die Welt im Topf“ will den geheimen Wegen guter Küchen- und Kellertraditionen quer durch Europa bis an den Bodensee nachspüren. Sie verspricht aufzuklären, ob Spätzle schwäbisch und Knöpfle wirklich badisch sind und warum der obstreiche Thurgau spaßhaft „Mostindien“ genannt wird. Die Exponate reichen vom mittelalterlichen Bratspieß zum feinen Geschirr aus Barock und Biedermeier bis hin zu den Relikten aus großen Hotelpalästen des 19. Jahrhunderts.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch: Tobias Engelsing, Die Welt im Topf – Kleine Kulturgeschichte der Küche am Bodensee, mit Rezepten, 208 Seiten, voraussichtlich 19,80 Euro.

Sonderausstellung des Rosgartenmuseums Konstanz im Kulturzentrum am Münster

8. Juni bis 31. Oktober 2010.

Foto: Rosgartemuseum Konstanz

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