Gezerre beendet: James Blunt darf im Sommer in Salem spielen

Einigung über Veranstaltungen im Salemer Schlossgarten – Keine Konzerte mehr mit mehr als 5.000 Besuchern

Salem. Jetzt darf das Open-Air mit James Blunt also doch in Salem stattfinden. Darauf einigten sich heute das Land als Eigentümerin des Schlosses und Robert Leicht, Vorstandsvorsitzender des Internatsvereins. Ausschlaggebend für die Zustimmung der Schloss Schule Salem waren offenbar Regressforderungen, die der Konzertveranstalter Allgäu Concerts andernsfalls an das Land gestellt hätte. In Zukunft aber sind Konzerte mit 8000 oder 9000 Besuchern auf dem Schlossgelände nicht mehr erlaubt. Ob im kommenden Jahr noch einmal ein Weltstar wie Sting in Salem spielen wird, ist fraglich.

Neuer Konzerttermin für James Blunt

Das Land Baden-Württemberg als Eigentümer und die Schule Schloss Salem als Mieter im Salemer Schloss haben sich bezüglich der zulässigen Veranstaltungen auf dem Schlossgelände auf eine Vereinbarung verständigt. Sie wurde am 1. März von Staatssekretär Stefan Scheffold und dem früheren „Zeit“-Chefredakteur Robert Leicht, dem Vorstandsvorsitzenden des Salemer Internatsvereins, in Stuttgart unterzeichnet. Stattfinden darf auch das Konzert mit James Blunt am 29. Juni. Ursprünglich sollte es an einem Prüfungstag im Juli stattfinden.

Schadensersatzforderungen ausschlaggebend

Wörtlich heißt es in einer Mitteilung der Schule Schloss Salem, die Schule wolle „einen Betrag dazu leisten, das Land als Vermieter von angedrohten Schadensersatzforderungen des Konzertveranstalters freizuhalten“. Allgäu Concerts hatte mit einer Klage auf Durchführung des Konzerts gedroht. Geschäftsführer Franz Bernhard hatte dies damit begründet, dass der Konzertveranstalter eine Zusage für das Gelände hatte. Diese „Ausnahme“ sei möglich, weil sich die Parteien zuvor auf eine Vereinbarung geeinigt hätten, so die Schule Schloss Salem.

Nur noch Open-Airs mit bis zu 5000 Besuchern

Das Land Baden-Württemberg und Schule Schloss Salem haben sich geeinigt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Besuchern nicht mehr stattfinden.Drei bis vier Open Air-Konzerte mit bis zu 5000 Besuchern könnten in den Ferien stattfinden, es sei denn, Sommerakademien oder Summer Schools stünden dem entgegen. Alle Abstimmungen mit der Schule finden ab sofort schriftlich statt. Mit dieser Vereinbarung dürfte einerseits die öffentliche Auseinandersetzung um die Veranstaltungen auf dem Schlossgelände im beiderseitigen Interesse beendet sein, heißt es in der Mitteilung der Schloss Schule Salem weiter.

Foto: Allgäu Concerts

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