Gideon Nissenbaum hat in Konstanz und Israel geheiratet

Ein Geburtstagsgeschenk namens Lena – Hochzeitsgesellschaft reiste nach Tel Aviv

Konstanz. Gideon Nissenbaum ist ein Glückspilz. Wer bekommt schon zum Geburtstag die eigene Frau geschenkt! Lena Boldova machte es möglich, sie schenkte sich ihm zum 48. Geburtstag und heiratete ihn. Da war es kein Wunder, dass die Trauungszeremonie vom Stadtoberhaupt persönlich übernommen wurde. Horst Frank fand mit beeindruckender Selbstverständlichkeit die Balance zwischen Ernst und Freude. Und die israelitische Grossfamilie mit Mutter Sonja an der Spitze hatte ihren Festtag, an dem sich Gideon Jakob Nissenbaum und Lena Etie Boldova unter dem Konstanzer Wappen das Ja-Wort gaben. Die Trauung fand in der vergangenen Woche statt. Anschließend reiste die Hochzeitsgesellschaft nach Tel Aviv. 

Für eine solide Basis gesorgt

Während Oberbürgermeister Horst Frank die frisch getrauten Eheleute mahnte, sich stets ums Verständnis des Partners zu bemühen, gab sich Benjamin Nissenbaum wenig später absolut zuversichtlich. Er habe in 35 Ehejahren „nur gute Erfahrungen“ gemacht, sagte der ältere Bruder Gideons.

Gideon Nissenbaum, vor Jahren in Sachsen-Anhalt zum „Unternehmer des Jahres“ gekürt, hat zwar seinen Hauptwohnsitz nach wie vor in Konstanz, ist aber auch Chef des „Abtshof“ in Magdeburg, zu DDR-Zeiten die grösste Spirituosen-Produktionsstätte des Landes. Nissenbaum sanierte das nach dem Mauerfall vom Untergang bedrohte Unternehmen, rettete dadurch zahlreiche Arbeitsplätze und führte den „Abtshof“, in dem längst auch koschere, mehr und weniger hochprozentige, Tropfen hergestellt werden. Gideon Nissenbaum war es auch, der vor Jahren als Oberratsvorsitzender die Finanzen der Israelitischen Religionsgemeinschaft (IRG) Baden neu ordnete und sie mit Hilfe der Landesregierung auf eine solide Basis stellen konnte.

Rituell-religiöser Teil der Heirat in Israel

Gideon und Benjamin Nissenbaum sind die Söhne des 2001 verstorbenen Shimon Nissenbaum, des Neubegründers und langjährigen Vorsitzenden der Israelitischen Kulturgemeinde Konstanz. Benjamin Nissenbaum war Nachfolger seines Vaters im Amt des Gemeindevorstehers, während Gideon Nissenbaum etliche Jahre den Vorsitz des Karlsruher Oberrats innehatte. – Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Lena Nissenbaum-Boldova und Gideon Nissenbaum den rituell-religiösen Teil ihrer Heirat in Israel vollziehen werden.

Foto: TMW

3 Kommentare to “Gideon Nissenbaum hat in Konstanz und Israel geheiratet”

  1. Frl. Else
    18. Oktober 2010 at 19:29 #

    Liebe Frau Kässer,

    ist die Nachricht, dass Gideon Nissenbaum nun auch einmal geheiratet hat, wirklich wichtig oder einfach unterhaltend?
    Fragt sich ernsthaft

    Frl. Else

  2. Bruno Neidhart
    19. Oktober 2010 at 09:51 #

    Nun, Frl. Else: Jeder Leser ist täglich aufgerufen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Dies festzuhalten ist unwichtig und unterhaltsam schon gar nicht – und trotzdem geschrieben.

  3. der motzer
    19. Oktober 2010 at 13:32 #

    na aber doppel-hallo frl. else! frau kässer hat es für wichtig erachtet uns das mitzuteilen! ist auch gut so. wo kämen die medien hin, wenn sie sich von lauter „else`s“ in ihr konzept quatschen lassen würden? früher hätte mein opa gesagt: else halt`s maul!

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