Grüne unterstützen CDU-Vorschläge zum Studiticket

Studierende sollen auch im Bereich benachbarter Verkehrsverbünde günstig fahren können

Konstanz. Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) der Universität Konstanz und der Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann zeigen sich erfreut über die jüngsten Erklärungen des RCDS, der Jungen Union und des Konstanzer CDU-Landtagsabgeordneten zur Notwendigkeit der Ausweitung des Studitickets. „Mit der CDU auf unserer Seite steigen die Chancen, zu einem Ergebnis zu kommen, erheblich“, so Lehmann.

Lehmann: Ein starkes Signal

Benjamin Wohnhaas von der Grünen Hochschulgruppe regt an: „In den benachbarten Verkehrsverbünden gibt es bereits eine Modelllösung. Wir schlagen daher für den Verkehrsverbund Hegau-Bodensee das ‚Anschluss-Studiticket Hegau-Bodensee‘ vor. Gemeinsam könnten wir eine solche Lösung bestimmt realisieren.“ Der Abgeordnete Lehmann freut sich: „Eine gemeinsame Initiative wäre ein starkes Signal, um den Wählerinnen und Wählern zu zeigen, dass es nicht dauernd um Profilierung auf Kosten der Konkurrenten geht, sondern um vernünftige Lösungen für die drängenden Probleme vor Ort.“ Er kündigte an, auf den Kollegen Hoffmann zuzugehen, um ein gemeinsames Vorgehen vorzuschlagen.

Mit CDU an einem Strang ziehen

„Wir waren ehrlich gesagt schon sehr enttäuscht über die mangelnde Unterstützung der CDU während der Verhandlungen über die Preise für das Studiticket“, so Wohnhaas. Der CDU-Fraktionschef Alexander Frecker hatte damals geäußert, es könne ja „jeder Student einfach eine Schachtel Zigaretten weniger rauchen pro Monat“ (Südkurier, 31. Mai 2010). Umso erfreuter zeigt sich Wohnhaas über die jüngsten Äußerungen vonseiten des RCDS, der Jungen Union und des Konstanzer CDU-Landtagsabgeordneten: „Unsere Überlegungen gehen in die gleiche Richtung. Jetzt können wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Anschlussticket zum Studiticket zukaufen

Als Modelllösung für den Landkreis schlägt Wohnhaas vor, sich an der gemeinsamen Tariflösung der benachbarten Verkehrsverbünde naldo, Ding und bodo zu orientieren. „Für gut 100 bis 129 Euro gibt es dort Tickets, die zum normalen Studiticket dazugekauft werden können und mit denen man dann im benachbarten Verkehrsverbund fahren kann. In unserem Verkehrsverbund wäre ein entsprechendes ‚Anschluss-Studiticket Hegau-Bodensee‘ in dieser Preislage eine gute Lösung, um der Wohnungsnot entgegenzuwirken“, meint das GHG-Mitglied.

Mietpreisniveau in Singen niedriger

Der Grüne Landtagsabgeordnete Lehmann ergänzt: „Es wäre schon sehr hilfreich, wenn zumindest die Tarifzonen 2, 4 und 5 mit diesem Ticket zu befahren wären. Damit könnte man immerhin von Singen und Radolfzell zu einem vertretbaren Preis nach Konstanz pendeln.“ Der Abgeordnete ist überzeugt, dass Studierende diese Möglichkeiten auch nutzen werden: „Singen mit seinem großen Angebot an Veranstaltungen und Radolfzell mit seiner schönen Seelage sind auch für Studierende attraktive Städte. Der Unterschied zum Mietpreisniveau in Konstanz könnte einen Teil der Mehrkosten für das Anschluss-Ticket decken.“

ÖPNV vor Wohnungsbau

Auf den städtischen Wohnungsbau zu hoffen hält der Abgeordnete für vergeblich: „Es wurden einige Bemühungen im Wohnungsbau unternommen, und das nimmt dem Ansturm auch die Spitze. Aber dass rechtzeitig weitere Bauten mit einem guten Nutzungskonzept für die Zeit nach den Doppeljahrgängen fertig werden erscheint mir eher aussichtslos. Jetzt muss der öffentliche Nahverkehr gestärkt werden.“

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