Grüne mehrheitlich nicht für Alkoholverbot am Seerhein

Neuer Bundestagsabgeordneter Till Seiler: Grüne sollten solche Gesetze nicht machen

Till Seiler neuer FGL-SprecherKonstanz. Bei der Jahreshauptversammlung von Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Konstanz haben die Mitglieder der Partei in einen neuen Vorstand gewählt worden. Im Amt bestätigt wurden der Kreisschatzmeister Dominik Bernauer sowie die Vorstandsmitglieder Birgit Brachat-Winder, Daniel Ruiz Perez und Sabrina Wichert. Neu gewählt wurden Nese Erikli und Philipp Bläß. Die Grünen äußerten sich zu einem Alkoholverbot in Konstanz und verabschiedeten eine Resolution zum studentischen Wohnen.

Alkohol an der Seestraße nicht verbieten

Zum diskutierten Alkoholverbot an der Seestraße äußerte sich der Kreisverband größtenteils ablehnend. Der neu in den Bundestag nachgerückte Till Seiler warnte „Grüne sollten solche Gesetze nicht machen.“ Verbote werden das Problem nicht lösen sondern nur andernorts verschieben. Die Grüne Jugend und die Grüne Hochschulgruppe wollten demnächst vor Ort prüfen, ob die von den Anwohnern geäußerten Vorwürfe in dem beschriebenen Maße überhaupt zutreffend seien.

Hier geht es zu der einstimmig beschlossenen Resolution. Resolution_Stud. Wohnen

5 Kommentare to “Grüne mehrheitlich nicht für Alkoholverbot am Seerhein”

  1. Petra Meich
    28. Mai 2011 at 07:19 #

    Wieder die Dagegen-Partei!
    „Ob die Vorwürfe überhaupt stimmen“ Das ist ein Schlag ins Gesicht.

    Lieber Herr Till Seiler schauen Sie doch mal in Ihr E-Mail-Postfach der letzten 3 Jahre. Wie oft haben Sie Mails bekommen, mit Fotos und Berichten. Es wäre für Sie sehr leicht gewesen, an den Seerhein und die Seestrasse zu kommen und sich die Situation anzuschauen. Aber nein. Lieber vom Schreibtisch aus die Situation verkennen.

    Und jetzt sitzen Sie im Bundestag, weitab jeder Realität. Das passt.

  2. TB
    28. Mai 2011 at 08:48 #

    Ich fasse mir an den Kopf: „Die Grüne Jugend und die Grüne Hochschulgruppe wollten demnächst vor Ort prüfen“.

    „Demnächst“ will man also „prüfen“. Nach jahrelangem Ärger und nach ständigen Beschwerden der Bürger. Man glaubt also den Betroffenen nicht und nimmt erst einmal – wie üblich – die Verursacher in Schutz. Täterzentriertes Sozialgetue. Diese Arroganz ist ja wohl nicht mehr zu überbieten. Grün eben. Der 3-Monatsprakitkant und frisch gebackener Ethiklehrer verweigert sich der Realität sicherlich nicht aus purer Boshaftigkeit, sondern weil er sie schlicht nicht kennt. Woher auch?

    Ich habe solche Leute nicht gewählt und habe absolut kein Verständnis für diese bürgerfeindliche „Politik“. Gute Reise nach Berlin! Auf Nimerwiedersehen. Tolle Leute tummeln sich da mittlerweile im Bundestag. Ich bezweifele aber, daß die Grünen einen vernünftigen Ersatz in den Gemeinderat schicken.

  3. Vernünftiger Anwohner
    28. Mai 2011 at 13:36 #

    Was ist denn das hier schon wieder für eine peinliche Aufregerei.

    Wer an die Seestraße zieht, kann nicht erwarten, dass es da ruhig wie auf der Alm zugeht. Soviel zum Lärm.
    Was minderjährige Säufer anbelangt, so ist es Aufgabe der Polizei, aber öffentliche Plätze lasse ich mir wegen so etwas auch als normaler Bürger nicht nehmen.
    Glasflaschen zu zerdeppern kann ganz sicher nicht in Ordnung sein, wer will schon in Glas laufen.
    Aber ich lasse mir nicht das Recht nehmen, hin und wieder eine Flasche Wein am Rhein zu trinken -auch als Anwohner.
    Das Problem liegt nunmal auch in mangelnder Müllentsorgung der Stadt und mangelnder Gesprächsfähigkeit der Anwohner, die außer randalierenden Jugendlichen überhaupt keinen Zugang zu den Leuten da haben. Fürchterliche Verhaltensweise.
    Es ist nunmal so, dass die meisten Jugendlichen ihr Glas bei den Mülleimern abstellen, dmait Flaschensammler die am nächsten tage wiede rmitnehmen können.

  4. db
    28. Mai 2011 at 20:10 #

    @ 1+ 2

    Ich verstehe gar nicht, warum Sie sich so aufregen. Ist doch prima, wenn sich der Politiknachwuchs und die politisch engagierten Studierenden mal die Situation vor Ort anschauen und sich mit den lokalen Problemen befassen. Diejenigen, die wirklich darüber entscheiden, also die Stadträte der FGL, sind doch bereits seit Jahren mit dem Problem befasst, also stellen Sie das hier doch nicht so dar als wären „die Grünen“ uninformiert und abgehoben. Man muss schon die Zuständigkeiten im Kopf behalten, und für die Konstanzer Kommunalpolitik ist eben die FGL zuständig – die Grüne Jugend und die Grüne Hochschulgruppe haben hier erst mal wenig zu melden.

    Im übrigen habe ich erhebliche Zweifel, dass die paar Duzend Chaoten, die für den Lärm und die Scherben verantwortlich sind, sich von einem Verbot abschrecken lassen. Man bräuchte halt mehr Polizeipräsenz, aber dazu muss man auch mehr Stellen bei der Polizei schaffen, und das ist in den vergangenen Jahren ja gerade nicht passiert. Die Polizei leistet hier halt ihren Beitrag zur Konsolidierung des Landeshaushalts, wie die abgewählte Regierung unverblümt feststellte… (http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/5000/14_5674_d.pdf)

  5. Abends an der Seestrasse
    29. Mai 2011 at 09:06 #

    „mangelnder Müllentsorgung der Stadt und mangelnder Gesprächsfähigkeit der Anwohner“

    Erstens: Die Stadtreinigung marschiert dort jeden Morgen durch. Die Müllberge sind enorm. Ebenso tanzt alle Nase lang ein Reparaturtrupp der Stadt an. Soviel zur „mangelnder Müllentsorgung“. Es ist aber schon eine seltsame Auffassung, daß nicht der Verursacher gescholten wird, sondern derjenige, der den Dreck wegräumt!

    Und zur „mangelnden Gesprächsfähigkeit der Anwohner“: Gerade gestern Abend wurde ein Bekannter von mir dort von einer kleinen Gruppe angepöbelt. Ich wurde dann zu fortgeschrittener Stunde im Vorbeigehen Zeuge, wie eine Gruppe lauthals herumpöbelte „Isch töte Disch“. Eine weitere Gruppe übte johlend Round-House-Kicks mit dem Fahrplan an der Bushaltestelle stadteinwärts. Viel Spaß bei den „Gesprächen“ mit diesen süßen Jugendlichen.

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