Grüner Lehmann fordert in zweieinhalb Stunden von Zürich nach Stuttgart

Grüner Lehmann pocjt auf Vertrag von Lugano

Grüner Lehmann pocjt auf Vertrag von LuganoKonstanz/Stuttgart. Die Ankündigung der Deutschen Bahn AG, zukünftig keine Neigetechnik für die Gäubahn mehr vorzusehen und daher die vor einigen Jahren aus dem Verkehr gezogenen ICEs nicht mehr auf der Strecke Zürich – Singen – Stuttgart verkehren lassen zu wollen, stößt beim Konstanzer Landtagsabgeordneten auf deutliche Kritik. „Die Deutsche Bahn versucht sich nach und nach aus dem Gesamtkonzept für die Gäubahn zurückzuziehen und verletzt damit vorsätzlich den Staatsvertrag von Lugano mit der Schweiz.“
Er sieht in der Ankündigung der Bahn die Ankündigung einer möglichen weiteren Verschlechterung.

 2 ¼ Stunden von Zürich nach Stuttgart

 

Lehmann sieht durch die Ankündigung der Bahn langfristig die Anbindung der Region an die Landeshauptstadt sowie die weiterführende Anbindung deutschlandweit gefährdet. „Ich fordere von der Bahn, den Vertrag von Lugano mit der darin angestrebten Fahrtzeit von 2 ¼ Stunden von Zürich nach Stuttgart zu erfüllen.“

Gravierende Folgen des Verzichts auf ICE

Der grüne Abgeordnete Lehmann ist alarmiert durch die Ankündigung der Deutschen Bahn AG, man werde auf der Gäubahn keine Neigetechnik mehr zum Einsatz bringen. „Diese Ankündigung bedeutet das Aus für den Anschluss der Region an den Fernverkehr in Stuttgart und hat gravierende Auswirkungen auf die Akzeptanz und Nutzung der Bahnverbindung.“ Die Deutsche Bahn AG sieht vor, künftig die verkehrenden Züge der Schweizer SBB durch moderne Regionalzüge zu ersetzen und den bestehenden Takt einer schnelleren Verbindung alle zwei Stunden aufrecht zu erhalten. „Diese Planung darf meiner Meinung nach höchstens eine Übergangsregelung bleiben“, fordert Siegfried Lehmann. „Eine gänzliche Verabschiedung der DB würde bedeuten, dass der mit der Schweiz abgeschlossene Staatsvertrag nicht eingehalten werden kann. Und dies würde weiterhin bedeuten, dass die vorgesehenen Ausbaupläne der Gäubahn in der Schublade verschwinden.“, fürchtet der Konstanzer Abgeordnete.

Grüner Abgeordneter pocht auf Vertrag von Lugano

„Wenn eine Wiedereinführung der ICEs auf der Gäubahnstrecke nicht möglich gemacht werden kann, dann erwarte ich die schnellstmögliche Vorlage eines neuen Gesamtkonzeptes, mit welchem der Vertrag von Lugano erfüllt werden kann und die Anschlussfähigkeit in Stuttgart erreicht wird. Die Region ist darauf angewiesen, dass die Anbindung an die Landeshauptstadt und an weitere Verkehrsziele deutliche verbessert wird!“, so Lehmann. Nach Ansicht Lehmanns steht Bahnchef Grube gegenüber der Gäubahn in der Pflicht, nachdem er im Streit um Stuttgart 21 eine Wiedereinführung der ICEs zugesagt hatte.

Lehmann benennt konkrete Mängel der Bahnverbindung nach Stuttgart

Als ersten Schritt fordert der grüne Abgeordnete, dass sowohl morgens als auch abends eine schnellere Verbindung nach Stuttgart eingerichtet wird. „Es kann nicht sein, dass es vor 10 Uhr nahezu nicht möglich ist, vernünftig mit der Bahn nach Stuttgart zu kommen. Die Einführung einer früheren schnellen Verbindung muss schnellstmöglich erfolgen. Hierbei kann sie die Bahn auch nicht durch Verweis auf mangelnde Technik aus der Verantwortung ziehen!“ Darüber hinaus ist es nach Ansicht Lehmanns zwingend erforderlich, dass die Ertüchtigung der Hochrheinbahn zeitnah erfolgt. „Die Region braucht vernünftige Anschlüsse. Wir werden es nicht hinnehmen, dass wir verkehrlich abgehängt werden.“

2 Kommentare to “Grüner Lehmann fordert in zweieinhalb Stunden von Zürich nach Stuttgart”

  1. Björn Brezger
    6. März 2013 at 19:20 #

    Zusätzliches Ärgernis: die Bummel-IC fahren von Horb bis Stuttgart Hbf durch, halten weder in Herrenberg noch in Böblingen! Sie fahren damit an 31’000 Herrenbergern, 47’000 Böblingern und 60’000 Sindelfingern im Bummeltempo vorbei und verunmöglichen Übergang auf S-Bahn und anderen Regionalverkehr, ohne zuerst bis S Hbf zu fahren. Und die gewonnenen paar Minuten bringen einem keine relevanten zusätzlichen Anschlüsse in Stuttgart. Was soll das?

  2. David
    14. März 2013 at 21:08 #

    Ob es Regionalverkehr, oder Fernverkehr fährt ist ganz egal. Einmal umsteigen in Schaffhausen ist nicht so schlimm, oder? Deutsche sind in der Regel ziemlich faul, das ist das Problem. Mit gleiche Fahrzeit und Vorteil: Fahrkarten sind billiger als im Fernverkehr und Reisenden können ab Schaffhausen mit Baden-Württemberg-Ticket, SWT und Quer durch Lands Tickets reisen und so kräftig Geld sparen!

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