Grüner Lehmann sorgt sich wegen Wohnungsnot in Konstanz

Konstanz. Der Konstanzer Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann ist besorgt über die Entwicklungen auf dem Konstanzer Wohnungsmarkt. „Es werden bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um zusätzlichen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, aber nach wie vor ist die Lage nicht nur für Studierende, sondern zunehmend auch für Familien äußerst angespannt.“ Lehmann hofft hier auch auf eine Änderung der Gesetzeslage auf Landesebene. „Im Koalitionsvertrag ist bereits festgehalten, dass das Land die Umwidmung von Wohnraum in Gewerberäume einschränken will. Ich hoffe, dass das ,Zweckentfremdungsverbot von Wohnraum‘ sobald wie möglich wieder eingeführt wird, welches die alte Landesregierung fälschlicherweise abgeschafft hat.“

Mangel an Wohnraum in Hochschulstädten

In zahlreichen Kommunen Baden-Württemberg besteht seit Jahren eine angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt. Insbesondere Hochschulstädte sind von zunehmendem Mangel an verfügbarem Wohnraum betroffen – so auch die Stadt Konstanz. „Sowohl Stadt als auch Studentenwerk unternehmen seit Jahren Anstrengungen, zusätzlichen Wohnraum bereitzustellen. Es wurde nicht nur in zusätzliche Wohnheimplätze investiert.“ Auch sei zum Beispiel das Studiticket auf den ganzen Landkreis ausgeweitet worden, so Lehmann. Dennoch fehle Wohnraum.

Städte brauchen Platz für Familien und Studierende

Der Konstanzer Abgeordnete beobachtet mit Sorge, dass derzeit ein Verdrängungswettbewerb zwischen Studierenden und Familie stattfindet. „Für viele Vermieter ist es deutlich lukrativer, eine Dreizimmerwohnung mit einer WG zu belegen als mit einer dreiköpfigen Familie. Wir brauchen in einer Stadt jedoch beides: Studierende und Familien mit Kindern“, so Lehmann.

Lehmann schreibt an Kretschmann

Bereits im September wurde das Zweckentfremdungsverbot von Seiten des Konstanzer Gemeinderats begrüßt, so der grüne Politiker. Lehmann unterstützt nun das Anliegen und hat sich hierfür in einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann gewandt. „Das Zweckentfremdungsverbot ist ein wichtiges Instrument der Stadtentwicklung. Angesichts der aktuellen Lage halte ich es für unentbehrlich, den Kommunen dieses Instrument wieder zur Verfügung zu stellen.“, fordert Lehmann.

Ein Kommentar to “Grüner Lehmann sorgt sich wegen Wohnungsnot in Konstanz”

  1. Fafnir
    27. November 2012 at 19:00 #

    Wohnungsnot? Wohl eher ein Studentenproblem. Es gibt nichts in Konstanz, das man woanders ebenfalls studieren könnte. Es steht jedem frei, sich seinen Studienort auszusuchen. Eine halbe oder dreiviertel Stunde jeden Morgen mit dem Zug zu fahren, ist zumutbar. Die Behauptung, daß viele Vermieter lieber an eine WG vermieten würden, halte ich für ein Gerücht. Es fehlen Ein- und Zweizimmerappartements. Und zwar hundertfach. Wir brauchen nicht mehr Gesetze, um am Bestand herumzulaborieren, sondern eine großzügigere Willkommenskultur von Investoren, die hier bauen wollen. Außerdem wurde noch nicht alle Ideen angedacht. Was ist mit „Floating Homes“? Im Trichter und vor Egg ist genug Platz. http://www.aussteigen.de/2010/02/17/schwimmendes-burohaus-in-hamburg/

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