Gute Morgen Bodensee!

Kolummne – Aus der Flachwasserzone

Seit Montag ist er also endlich da, der neue Südkurier. Nur so viel: Eine Großmutter müsste ganz schön lange mit den Stricknadeln klimpern, bis sie ein Redesign mit so vielen schönen neuen Elementen und Seiten fertig gestrickt hätte. Mit einer großen Relaunch-Party sollte die neuerdings in kleinem Format erscheinende Tageszeitung freudig begrüßt werden. Ist auch genauso geschehen. „500 Promis feierten in Konstanz das neue Layout und die Druckmaschine Cortina“, jubelte der Südkurier in seiner Online-Ausgabe. Streng genommen müsste man allerdings sagen, 500 Promis minus ein Promi feierten…

Dieser eine Promi, den wir persönlich kennen, sagen wir einmal, es handelt sich um einen Konstanzer Ratsherrn, war zwar geladen, stand aber versehentlich nicht auf der Liste. Als er Einlass begehrte, konnte sein Name folglich auch nicht abgehakt werden. Die Folge: Der Ratsherr musste bei der Mappus-Show draußen bleiben, was ja auch verständlich ist. Nicht auszudenken, wenn sich da ein anarchistisches, rebellisches, aufsässiges Element unter die Promis und Holtzbricks gemogelt hätte. Dem Konstanzern Ratsherr wurde der Eintritt also verständlicherweise konsequent verwehrt. Gesteigertes Interesse, sich helfen zu lassen, hatte der Mann aber nicht und trat mutmaßlich eher erheitert als betrübt verfrüht seinen Heimweg an. Irgendwie muss sich das Missgeschick dann aber doch auf der Südkurier-Party schnell herum gesprochen haben, denn nachdem der Ratsherr noch keine halbe Stunde zu Hause war, klingelte das Telefon…

Nein, nicht etwa Rainer Wiesner, Geschäftsführer Südkurier GmbH, war am anderen Ende der Leitung, um sich beim Ratsherrn in aller Form fürs Missgeschick zu entschuldigen. Zum Telefon gegriffen hatte Hilmar Wörnle, der Geschäftsführer der Stadtmarekting GmbH. Das hat uns dann doch etwas erstaunt. Wäre schade fürs Stadtmarketing, wenn Herr Wörnle die Firma gewechselt hätte. Hat er aber nicht. Soweit unsere Recherche. Gestern wollten wir auch den Konstanzer Ratsherrn noch fragen, ob sich tatsächlich alles genauso zugetragen hat. Wir haben ihn leider nicht erreicht. Da der Telefonanbieter seinen Vorratsdatenspeicher gestern entweder schon gelöscht oder zu Recherchezwecken nicht herausrücken wollte, konnten wir auch die Telefondaten, Gesprächspartner, Gesprächsdauer und Standorte leider nicht checken. Aber wir verbürgen uns dafür, wir berichten die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit so wahr uns der Schelm im Nacken sitzt.

Kommen Sie gut in den Donnerstag!

Waltraud Kässer

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