Gute Nachrichten für Aktionäre der Friedrichshafener Tognum AG

Beim vor Übernahme stehendem Antriebssystem- und Energieanlagenspezialisten vom Bodensee stehen Zeichen auf Wachstum

Friedrichshafen/Stuttgart. Der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist Tognum ist im Jahr 2010 sowohl bei Umsatz als auch bei der bereinigten EBIT-Marge wieder deutlich gewachsen. Daher schlägt das Unternehmen eine erhöhte Dividende von 0,50 Euro je Aktie vor (Vorjahr: 0,35 Euro je Aktie). Für 2011 erwartet Tognum weitere Umsatz- und Margensteigerungen. In dieser Woche war bekannt geworden, dass die Daimler AG und die Rolls-Royce plc die Tognum AG übernehmen möchten.

 

10 Prozent mehr Umsatz

„Tognum hat das Übergangsjahr 2010 eindrucksvoll abgeschlossen“, erklärt Volker Heuer, Vorstandsvorsitzender der Tognum AG. „Insbesondere im zweiten Halbjahr 2010 haben wir Fahrt aufgenommen und unsere Prognose für das Gesamtjahr erfüllt, im Falle der Marge sogar noch übertroffen. Wir sind nun gestärkt aus der Krise hervorgegangen und schauen mit Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr. Für 2011 rechnen wir mit einem Umsatzanstieg um mindestens 10 % bei einer bereinigten EBIT-Marge von rund 10 %.“

Hoher Auftragseingang

Der Auftragseingang stieg im Kerngeschäft – ohne Berücksichtigung der Rotorion-Aktivitäten – im Geschäftsjahr 2010 um 27,5 % auf 2.830,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2.330,4 Mio. Euro). Rotorion wurde verkauft. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,654279,00.html Unter Berücksichtigung der Rotorion-Aktivitäten beträgt der Anstieg 21,5 %. Der Umsatz erhöhte sich im Kerngeschäft – wiederum ohne Berücksichtung der Rotorion-Aktivitäten – um 6,0 % auf 2.563,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.529,4 Mio. Euro). Tognum erfüllt damit die im November 2010 angehobene Umsatzprognose voll. Unter Berücksichtigung von Rotorion ist es zu einem Umsatzanstieg um 1,4 % gekommen. Die Exportquote erhöhte sich im Berichtszeitraum abermals auf 81,3 % (Vorjahr 80,9 %).

Bereinigte EBIT-Marge steigt

Das bereinigte EBIT erhöhte sich 2010 deutlich um 21,9 % auf 242,1 Mio. Euro (Vorjahr: 198,6 Mio. Euro). Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren in erster Linie die verbesserte Kapazitätsauslastung, die gestiegene Effizienz und ein moderater Kostenanstieg. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen 2010 – ohne Berücksichtigung von Effekten aus dem Ausstieg aus den Aktivitäten der Brennstoffzellen-Technologie – planmäßig um 15,3 % auf 164,5 Mio. Euro an (Vorjahr: 142,7 Mio. Euro). Mit Berücksichtigung dieser Effekte erhöhten sich die F&E-Aufwendungen auf 186,9 Mio. Euro. Mit diesen Investitionen in die Zukunft will Tognum seinen Technologievorsprung mit neuen Motoren und Systemen weiter ausbauen. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich auf 9,4 % (Vorjahr: 7,9 %). Damit hat Tognum das im November 2010 nach oben präzisierte Margen-Ziel für das Gesamtjahr übertroffen.

Aktienbesitzer profitieren mit

Aus dem Ergebnis ergibt sich ein bereinigter Gewinn je Aktie von 1,21 Euro (Vorjahr: 0,92 Euro). Tognum führt die zum Börsengang festgelegte Dividendenpolitik fort, 30 bis 50 Prozent des bereinigten Konzernüberschusses auszuschütten. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 daher vor, die Dividende von 0,35 Euro je Aktie für das Vorjahr auf 0,50 Euro je Aktie für 2010 zu erhöhen.

Foto: Tognum AG

 

Ein Kommentar to “Gute Nachrichten für Aktionäre der Friedrichshafener Tognum AG”

  1. NDS-Leser
    10. März 2011 at 10:31 #

    Leider ist mal wieder eine reisserische EBIT Kennzahl in den Artikel gerutscht, aber das ist usus. EBIT ist sozusagen Earnings bevor erverything. Also wesentliche, den Gewinn schmälernde Betriebsausgaben, wie Steuern und Zinsen fürs Fremdkapital sind ausgeklammert. Also ist noch gar nicht klar, ob der Aktionär sich am Ende auch wirklich freuen kann :)

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