Guten Morgen Bodensee!

Kolumne aus der Flachwasserzone

Heute haben wir gute Nachrichten für Zwerge sowie urbane Biker und möchten ein paar Sätze zu Google Street View sagen. Ansonsten haben wir die Hoffnung, am Samstagabend das Seenachtsfestfeuerwerk ohne Gummistiefel und Regencape anschauen zu können, noch nicht ganz aufgegeben. Trotzig werden wir nachher Grillwürstchen einkaufen…

Zuerst aber einmal zu den Zwergen. Mit Zwergen meinen wir, was politisch sicher nicht korrekt ausgedrückt ist, Menschen, die kleiner als 1,60 Meter sind. In Frankreich dürfen auch Polizisten jetzt sogar kleiner als 1,60 Meter sein. Zum Vergleich: Napoleon Bonaparte soll 1,67 Meter groß gewesen sein. Besonders überrascht hat uns die Nachricht übrigens nicht: Der Flic von Saint Tropez, Louis de Funes, war schließlich auch kein Großer.

Desweiteren haben wir einer Pressemitteilung der Messe Friedrichshafen entnommen, dass die Fahrradmesse Eurobike in diesem Sommer vor allem auch die „urbanen Radler“ im Blick hat. Bürotaschen fürs Fahrrad seien eine praktische Angelegenheit. Vom iPhone bis zum Aktenordner passe alles rein, was der moderne Stadtmensch für den Arbeitsalltag benötige. Auf dem Markt sind sogar Hartschalenkoffer und mit dem Navi geht’s auch voran. Immer mehr Online-Dienste bieten laut Messe vorbereitete Tourendaten an, die sich rasch und problemlos auf einen GPS-Computer fürs Fahrrad übertragen ließen. Im kommenden Jahr mache die GPS-Technik für Radfahrer zudem noch einen großen Schritt nach vorn: Künftig seien die meisten Geräte auch abseits von Straßen routingfähig. Wer sich das alles live anschauen möchte, darf den Publikumstag auf der Fachmesse nicht verpassen. Nur am Samstag, 4. September, ist die Messe auch für Endverbraucher geöffnet. Weitere Informationen auf der Eurobike-Seite im Internet.

Wenn wir schon über Orientierungshilfen sprechen, möchten gleich auch noch auf etwas anderes hinweisen: Das baden-württembergische Innenministerium zeigt mit dem Finger auf Google Street View und hat ein Merkblatt herausgegeben. Innenminister Heribert Rech sagte bei der Vorstellung des Merkblatts in der vergangenen Wochge in Stuttgart: „Wer nicht möchte, dass sein Haus oder seine Wohnung im Internet präsentiert wird, sollte von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen.“

Soweit so gut, sagen wir. Natürlich möchten auch wir gern, wenn’s geht, die Kontrolle über unsere Daten behalten und keiner will von Google aus einer falschen Haustüre kommend oder den falschen Mann küssend ins Netz gestellt werden. Wenn eines Tages aber das Fotografieren einer Hausfassaden schon einer Verletzung der Menschenwürde gleich kommen sollte, müssten wir uns spätestens dann fragen, wer schützt uns eigentlich vor dem Datenschutz? Der Spiegel kommentiert online, wie wir finden sehr treffend, unter dem Titel „Die lächerliche Angst vorm bösen Blick“. Wir empfehlen den Beitrag unbedingt zum Weiterlesen.

Und ehrlich gesagt haben wir auch keine Lust, demnächst aufgrund einer allgemeinen Hysterie sämtliche Fotos in der See-Online Mediathek nachträglich entweder verpixeln oder gar ganz löschen zu müssen. Bis auf weiteres achten wir beim Fotografieren schon einmal darauf, dass nicht etwa auch noch fremde Häuser oder Bäume mir aufs Bild kommen, wenn wir zum Beispiel demnächst den Landtagskandidaten – sagen wir einmal der Piratenpartei – fotografieren.

Da wir uns mit diesem Statement wahrscheinlich für heute schon genug Freunde insbesondere unter unseren piratigen Lesern gemacht haben, entschwinden wir lieber auf direktem Weg ins Wochenende.

Kommen Sie noch gut durch den Freitag!

Waltraud Kässer

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. dk
    13. August 2010 at 20:58 #

    Ein (auf jeden Fall erfreulicher) Link fürs Wochenende für Internet-User (die wirklich nicht alleine sind) und Neugierige, die hier beschriebene Kurse für Anfänger besuchen möchten:

    Studie: Fast 50 Millionen Internetnutzer in Deutschland
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Fast-50-Millionen-Internetnutzer-in-Deutschland-1058419.html

    Die Objektivität von ARD+ZDF ist unterstellt; über eigene Interessen der Anstalten könnte man nachdenken.

    Für IT-Themen ist heise.de das „zentrale Medien“:
    IT-Wirtschaft, -Politik, -Rechtssprechung, -Produkte, -Sicherheit, -Kriminalität, usw.

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