Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute erwartet uns ein nasser Mittwoch. Untrügliches Zeichen für das Hereinbrechen des Herbstes ist aber nicht etwa nur das Wetter. Vermehrt zum Einsatz kommen in diesen Tagen auch wieder lärmende Laubstaubsauger. In der Konstanzer Steinstraße ist uns bereits gestern ein städtischer Trupp mit orangefarbener Kehrmaschine und ohrenbetäubend lautem Laubbläser aufgefallen. Sehnsüchtig dachten wir an Zeiten, in denen die welken Blätter mutmaßlich noch mit einem schnöden Reisigbesen zusammengefegt worden sein könnten.

Der nahende Herbst beunruhigt uns insgesamt. Die deutsche Industrie sei mit einem unerwarteten Auftragsminus in das zweite Halbjahr gestartet. Das berichtete das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag. Es sei das größte Minus seit März 2009.  Viele Links zu entsprechenden Beiträgen sind getweetet worden. Ähnliche ungute Nachrichten erreichten uns aus der Schweiz. Das zuletzt sehr dynamische Wirtschaftswachstum werde sich in der Schweiz 2011 verlangsamen, hieß es.

Berichten möchten wir ansonsten noch über einen Städtevergleich, eine Art „Wetten dass“ für Organspender. Die Techniker Krankenkasse TK teilte mit, dass sie zehn Städte in Baden-Württemberg besuchen und mit ihren Trips erreichen möchte, dass mehr Menschen einen Organspendeausweis mitführen. „Jeder kann uns entweder seinen schon vorhandenen Organspendeausweis vorzeigen oder an unserem Infostand einen Neuen ausfüllen. Die Stadt, in der wir die meisten Ausweise registrieren, ist die Gewinnerin des Städtewettbewerbs Organspende 2010“, kündigte die TK an. Am Montag, 20. September 2010, macht die Krankenkasse von 10 bis 16 Uhr auf der Marktstätte in Konstanz Station.

Apropos ankündigen: Demnächst ist im Bildungsturm beim Kulturzentrum am Münster in Konstanz eine Ausstellung mit dem Titel „Frauen in Veränderung“ zum 20-jährigen Bestehen des Vereins „Frauen helfen Frauen in Not“ zu sehen. Vernissage ist am Freitag, 17. September, um 17 Uhr. Themen sind auch Gewalt gegen Frauen sowie sexueller Missbrauch. Solche Themen wollen wir aber keinesfalls flapsig in unserer Kolumne abhandeln und werden der Ausstellung einen eigenen Beitrag widmen.

Einen allerletzten unbeschwerten Blick lassen wir deshalb heute Morgen lieber nach Überlingen schweifen. Dort haben gestern die Nackedeis im Brunnen des Bildhauers Peter Lenk ein Schaumbad genommen. Wer da auf dem Überlinger Landungsplatz wen rein waschen sollte oder wer wem den Kopf gewaschen haben könnte, wissen wir nicht. Tatsache aber war: Die Nackten, die der Bildhauer schuf und an denen gelegentlich Anstoss genommen wurde, suhlten sich in weißen Schaumflöckchen und wirkten dem Vernehmen nach so zufrieden wie frisch gewickelte Babys.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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