Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute nehmen wir das Wetter und den ganzen Tag wieder wie sie kommen. Sonne und Wolken sind angesagt, und nur noch Temperaturen bis 18 Grad. Beschäftigen möchten wir uns heute Morgen ansonsten noch mit dem Phänomen, dass wir offenbar immer öfter an der Nase herumgeführt werden.

Ausgerechnet unsere Ravensburger Molkerei OMIRA hat im großen Stil Käse aus Holland als Käse vom Bodensee verkauft. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die beiden Geschäftsführer der Molkerei. Die Ravensburger haben die Verbraucher, die gern regionale Produkte kaufen, so wie es aussieht ziemlich an der Nase herum geführt.

Am kommenden Sonntag lädt das Konstanzer Wasserwerk zum Tag der offenen Tür ein: Von 11 bis 17 Uhr erfahren  Interessierte wie das Wasser aus dem Bodensee gewonnen und zu Trinkwasser aufbereitet wird. Mit Milch hat das an sich nichts zu tun. Angesichts der Nachrichten aus Ravensburg hoffen wir aber sehr, dass es tatsächlich echtes Bodensee-Wasser ist, das in Konstanz aus dem Wasserhahn fließt.

Andererseits gibt es neben Milchgeschichten auch rundum erfreuliche Nachrichten: Mit Werbung finanzierte Online-Angebote könnten angeblich mit höheren Einnahmen rechnen, so die Botschaft. Die Ausgaben für Werbung im Internet steigen in diesem Jahr um schätzungsweise 19 Prozent auf mehr als fünf Milliarden Euro. Ein paar Euro entfallen hoffentlich auch auf see-online. Geld ausgegeben haben Werbende offenbar hautpsächlich für die klassischen Online-Werbeformen, für Werbebanner auf Webseiten zum Beispiel. Hier verzeichnete der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW eine Steigerung um 23 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Das berichtete heise online.

Nicht vorenthalten möchten wir Ihnen außerdem, dass AOL-Chef Tim Armstrong durchaus  noch Hoffnung hat, dass Journalismus im Netz nicht chancenlos ist. Die verbreitete Meinung sei, dass Originalinhalte im Netz ein hoffnungsloser Fall seien, weil alles gleich aufgesaugt werde. Das stimme so nicht. Er glaube, der Journalismus sein nur bequem geworden. Jeder schreibt von jedem ab. Jemand müsse den Versuch wagen, meint Armstrong, in großem Stil auf exklusive, selbst recherchierte Inhalte zu setzen. Das berichtet das Medienmagazin Meedia. Hoffentlich führt uns Armstrong da nicht an der Nase herum.

Keinesfalls versäumen möchten wir es heute Morgen außerdem, darauf hinzuweisen, dass ein Schumann Notenblatt eine Reise unternimmt. Von der Schumann Stadt Überlingen wandert das Blatt als Leihgabe in die Schumann Stadt Düsseldorf. Im Schumann-Jahr 2010, in dem wir uns aktuell befinden, zeigt die Robert-Schumann-Gedenkstätte Düsseldorf vom 24. bis 26. September das so genannte Überlinger Notenblatt „Ahnung“. Das Blatt war zufällig in der Leopold-Sophien-Bibliothek in Überlingen gefunden und als Sensation gefeiert worden. Zu sehen ist es nun in jenem Haus, in dem das Ehepaar Schumann zuletzt wohnte und wo der Überlinger Julius Allgeyer Clara Schumann durch die Vermittlung von Johannes Brahms kennen lernte, so heißt es jedenfalls.

Das Allerletzte. Seit unserem Relaunch gibt es unter allen unseren Beiträgen einen Flattr Button. Über eine kleine Anerkennung, die in etwa „Gefällt mir“ auf Facebook entspricht, würden wir uns freuen. Für alle, die es noch nicht wissen sollten: Flattr ist ein Social-Payment-Service mit Sitz in Malmö in Schweden. Das Bezahlen funktioniert so: Benutzer von Websites zahlen monatlich einen frei wählbaren Abonnementsbetrag auf ein Konto. Blogs und Onlinezeitungen, also zum Beispiel see-online, platzieren auf ihrer Website einen Flattr-Button, den die Nutzer anklicken können, wenn ihnen der Inhalt der Seite gefällt. Am Monatsende wird der Abonnementsbetrag zum Beispiel zwei Euro dann an die Betreiber der verschiedenen Seiten, also zum Beispiel auch an see-online, entsprechend der Häufigkeit der Klicks auf den Flattr Button verteilt.

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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