Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute sprechen wir nicht übers Wetter. Auf der Wetterkarte sehen wir, wie sich die Regenfront von Westen dem Bodensee nähert. Mit einem Spätsommerwochenende auf dem Bike dürfte es morgen und übermorgen nichts werden. Deswegen war es sicher richtig, die vielleicht letzte laue Nacht dieses Sommers noch im Biergarten zu genießen, bis uns der Wirt weit nach Mitternacht zwangsweise verabschiedet hat. Aufmerksam machen möchten wir heute Morgen ansonsten noch auf zwei Events, auf die Interboot in Friedrichshafen, die am Sonntag zu Ende geht, und auf das Suserfest in Konstanz, das heute beginnt und ausnahmsweise drei Tage dauert.

Die verrückteste Meldung des gestrigen Tages aber kam von der Polizeidirektion Friedrichshafen. Fast unvorstellbar aber wahr ist es, dass eine Frau aus der Nähe von Überlingen 230.000 Euro nach Spanien überwiesen hat, um einen angeblichen Lottogewinn in Höhe von 1,8 Millionen Euro zu erhalten. Angehörige, Polizei und Bank hatten sie vergeblich gewarnt. Ob die Frau von Geldgier oder Starrköpfigkeit oder beidem getrieben war, wissen wir nicht. Als beratungsresistent dürfen wir sie aber getrost bezeichnen.

Eine aktuelle Meldung, die Wassersportler interessieren könnte, kommt von der Interboot in Friedrichshafen. Trocken ist es am Wochenende auch bei Regenwetter in den Messehallen, in denen 518 Aussteller Neuheiten vom Schlauchboot bis hin zur Yacht für Superreiche vorführen. Wer es spektakulär mag, sollte sich in Richtung Messehafen begeben. Acht internationale Top-Wakeboarder zeigen heute auf dem Bodensee spektakuläre Stunts und Tricks. Immerhin geht es um ein Preisgeld von insgesamt 2500 Euro. Die „Moves“ kommentieren wird der Australier Clint Liddy, ein Moderator aus der Wakeboard Szene. Am Samstag führen die Wakeboarder, die heute beim Wettbewerb „Cash for Tricks“ am Start sind, ihre spektakulären Ritte ein zweites Mal vor. Gezogen von einer MasterCraft präsentieren die Rider ihre Moves bei einer Show in Ufernähe.Die Interboot ist noch bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Messehafen jeweils bis 19 Uhr.

Die Meldung, die uns signalisiert, der Herbst ist tatsächlich da, kommt aus Konstanz. Das Suserfest beginnt. Auf dem Augustinerplatz vergnügen sich Freunde von Suser, Süßem Wein und Zwiebelkuchen von heute an erstmals drei Tage lang bis zum Sonntag. Dass, das Fest auf dem Augustinerplatz stattfindet, ist gut so. Der Andrang und das Gedränge in der Kanzleistraße waren für Konstanzer, die vielleicht an einem Suserfestsamstag nur Klopapier im Drogeriemarkt in der Kanzleistraße kaufen wollten, schier unerträglich. Für alle, die herbstliche Genüsse mögen: Das Suserfest beginnt heute, Freitag, um 11 und endet um 22 Uhr. Am Samstag gibt’s Suser und Zwiebelkuchen von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr.

Der größte Aufreger auf see-online gestern war ein Beitrag über die Nachtwanderer in Konstanz. Erneut hatten Gaby Weiner und Maria Peschers bei einer Veranstaltung der Nachtwanderer die friedlichen Jugendlichen gelobt. Von Gewalt, Scherben, Alkohol und anderen Exzessen war nicht die Rede. Ein Twitterer kommentierte den Beitrag so: „Ach ja, die Frau Weiner (Stadträtin), sie wird nichts anderes erzählen, sonst müsste sie zugeben, dass ihre Politik der letzten Jahre versagt hat. Ich bin es leid am Wochenende rauszugehen und den Dreck und Müll mitanzuschauen.“ Übers Internet hatte der Bewohner aus dem Herosé Areal vor einigen Wochen noch Fotos verbreitet, die das Ufer des Seerheins am Morgen danach zeigten. Gestern Abend haben wir ihn in einer Kneipe getroffen. Er sagte, er habe einfach keine Lust mehr, mit besoffenen 14-Jährigen zu diskutieren. Vermutlich wäre es nicht schlecht, wenn die Nachtwanderer im kommenden Sommer bis 5 Uhr am Morgen unterwegs wären.

Das Allerletzte: Der Konstanzer Stadtrat Heinrich Everke (FDP) sagte in der Gemeinderatsitzung gestern Abend, Konstanz solle nach einem alternativen Standort für die Messe suchen. Statt auf dem Döbele sollten die Karussells besser auf Klein-Venendig oder am nördlichen Brückenkopf der Schänzlebrücke stehen. Auf dem Döbele fielen während der Messe zu viele Parkplätze weg.

Kommen Sie gut ins Wochenende!

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