Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute morgen am besten Augen zu und durch durch den grauen Vormittag. Gegen Abend wird’s vielleicht sogar noch fast sonnig. Bis dahin möchten wir uns mit Profanem wie dem Einkaufen, dem Sport und dem Freizeitprogramm zuwenden.

Zu allererst müssen wir auf den 26. Konstanzer Altstadtlauf hinweisen, der am 17. Oktober stattfindet. Wer eine große oder kleine Runde mit laufen möchte, sollte also dringend mit dem Training beginnen. Infos gibt es auf der Website.

Kein Wunder übrigens, dass die Thermen am Bodensee am Ende dieses komischen Sommers Rekordbesucherzahlen vermelden. Im Ferienmonat August zählten die Bodensee-Therme Überlingen, die Meersburg Therme und die Bodensee-Therme Konstanz jeweils mehr als 40.000 Badegäste, die eincheckten, obwohl sie wahrscheinlich viele lieber im Bodensee gebadet hätten. Knapp eine Million Gäste besuchen pro Jahr mittlerweile die drei Thermalbäder am Bodensee. Das Therme Trio sieht sich denn auch längst als „großen touristischen Playern am Bodensee“ fast wie die Mainau. So stand es wenigstens in einer Pressemitteilung zu lesen.

In Konstanz ist es übrigens so, dass die Bäder ab 2011 statt bisher noch 2,3 Millionen Euro nur noch zwei Millionen Euro Verlust machen dürfen. Für mehr steht die Stadt nicht mehr gerade. Bäder und Stadtwerke, die die Bäder betreiben, müssten sparen, ließ Kämmerer Hartmut Rohloff die Teilnehmer an der Gemeinderatsklausur wissen.

Sparvorschläge machen sollen übrigens auch die Philharmonie und das Stadttheater. Überhaupt macht das Konstanzer Stadttheater derzeit einen mords Wirbel. Das Theaterfest und vier Premieren stehen an. Wir haben verstanden: Es geht los mit der neuen Spielzeit. Das Theaterfest steigt am Samstag, 9. Oktober.

In Konstanz startet das junge theater konstanz derweil mit einem neuen Team in die Spielzeit 2010/2011. Nach seiner Arbeit als freier Regisseur übernimmt Bernd Schlenkrich die Leitung des jungen theaters konstanz. Als Theaterpädagogin kommt Sarit Streicher ins Team, die zuletzt als Theaterpädagogin am Theater Heidelberg engagiert war. Mit dabei ist auch Kerstin Daiber, die bereits seit der letzten Spielzeit als Dramaturgin am Theater Konstanz arbeitet.

Aus Überlingen vernehmen wir leider wieder einmal Kritik an der Oberbürgermeisterin und an Bürgermeister Ralf Brettin. „Große Worte – leere Worte“, mailte uns ein Leser. Wieder einmal geht es um den Verkehr und um enttäuschte Hoffnungen. Dieses Mal gibt es Ärger im kleinen Litscherweg West. „Überfallartig“ sei er von 2,50 Meter auf 6,20 Meter verbreitet worden, schreibt uns ein Leser. Er mailte Fotos mit. Das können wir uns trotzdem kaum vorstellen. Aber versprochen, wir fragen bei Bürgermeister Ralf Brettin nach, sobald wir ihn ans Telefon kriegen.

Ein bisschen irritiert sind wir übrigens über die gestrige Presseerklärung der SPD im Bodenseekreis. Kein Problem, wenn der Kreisvorsitzende der SPD, Jochen Jehle, und der Landtagsabgeordnete Norbert Zeller meinen, der Bodensee profitiere von Stuttgart 21 und sich als Befürworter von Stuttgart 21 outen. Aber mussten die beiden SPD-Mitglieder, deren Herz ja doch links schlägt, auch noch ausgerechnet eine Solidaritätsadresse an Ministerpräsident Stefan Mappus seitens der CDU im Bodenseekreis, ihrer Bürgermeister und oberschwäbischen Landräte loben und die Grünen kritisieren? Werbung für einen Politikwechsel in Baden-Württemberg sieht anders aus, liebe Genossen.

So, heute erlauben wir uns, zum Schluss ausnahmsweise wieder einmal eine persönliche Bemerkung. Gestern Nachmittag waren wir auf einen Kaffee in Petershausen. Ein Becher Kaffee wärmt die Seele und bei einer lieben Freundin erst Recht. Solche Auszeiten tun gut, mehr verraten wir aber nicht. Auf dem Rückweg in die Altstadt haben wir mit dem Rad einen kleinen Umweg über den Gottmannplatz gemacht, um dort im Supermarkt schnell noch etwas einzukaufen. Die Atmosphäre war angenehm entspannt, was sicher auch daran lag, dass es keine langen Schlangen vor der Kasse gab. Eigentlich gibt es ja fast nichts Schlimmeres als Gedränge in Supermarktgängen, mit Einkaufswagen zugestellte Regale und Ungeduldige, die in der Warteschlange genervt nicht einmal mehr den Intimabstand einhalten und nichtsprachliche Botschaften ignorieren.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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