Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute erwartet uns sonniges Herbstwetter aber blöderweise auch hartnäckiger Nebel, so dass es mit der Sonne wieder weit bis in den Nachmittag hinein dauern könnte, falls sie doch noch kommt. Wenigstens hat es gestern noch mit Zwetschgenkuchen geklappt. Im T-Shirt draußen sitzen, Milchkaffee genießen, ein bisschen plaudern – da war die Welt ziemlich in Ordnung. Gigantisch sah am Abend auf dem Heimweg der Sonnenuntergang über dem Seerhein aus. Der Himmel hatte sich rot verfärbt. Leider hatten wir keine Kamera dabei. Ansonsten möchten wir heute morgen schon einen kleinen Schwenk ins Überlinger Dorf machen und einen zweiten sozusagen in die Zukunft zum Theaterfest in Konstanz, das am Samstag steigt.

Fangen wir mit einer Überlinger Begebenheit an. Gestern ist uns zugetragen worden, dass die städtischen Sheriffs in Überlingen in der Aufkircher Straße im Einsatz waren, um Falschparker zu disziplinieren. Die Ordnungsamtsmitarbeiter haben Knöllchen verteilt, was dem Metzger im Dorf den Umsatz vermasselt hat. Angeblich soll er daraufhin in Gummistiefeln und einigermaßen empört aus der Wurstküche gekommen sein. Zu einem Massaker mit dem Fleischermesser kam es übrigens nicht. Auch sind dem Vernehmen nach trotz des Ärgers keine Fleischkäsebrötchen geflogen.

Ach ja, beobachtet hat dieses Szenario Stadtrat Reinhard A. Weigelt, der zu diesem Zweck sein Auto seinerseits, wie es heißt, leider wieder einmal verbotswidrig geparkt hatte. Wir möchten nun weder behaupten, dass der Ratsherr ein Knöllchen bekommen hat, noch, dass die Stadtsheriffs ihn bevorzugt behandelt hätten.

Außerdem möchten wir heute schon einmal entspannt in Richtung Wochenende schauen. Wir sagen nur ein Wort: Theaterfest. Das Theater Konstanz lädt ab 13 Uhr zum großen Spielzeit-Auftaktfest ein. Schon ab 12 Uhr wollen die Theaterleute begleitet von Fahnenschwingern durch die Konstanzer Gassen ziehen und für ihr Fest werben. Das mit dem Theaterfestumzug haben sie sich womöglich vom Konstanzer Oktoberfest abgeschaut, das ja ebenfalls mit einem Festumzug beginnt. Einziger Unterschied: Das Ensemble wird am Samstag mutmaßlich nicht in Tracht gewandet sein und auch keine Haferlschuhe tragen.

Das Fest eröffnen werde Intendant Christoph Nix pünktlich um 13 Uhr auf dem Münsterplatz, weshalb wir unseren Redakteurskollegen beneiden, der wie schon beim italienischen Markt wieder einmal einen Logenplatz auf seiner Terrasse haben wird. Zur Bühne werden sollen am Samstag nämlich nicht etwa nur das Stadttheater und die Werkstatt in der Inselgasse, sondern auch der Münsterplatz. Das geneigte Publikum darf sich auf Lesungen an ungewöhnlichen Theaterorten, auf Theaterführungen, Gender-Olympics und Speeddating freuen. Außerdem gibt’s mutmaßlich großes Theaterkino „Ein Tag mit Christoph Nix“.

Und jetzt der Hinweis für alle, die ein Schnäppchen machen möchten: Theaterabonnements gibt es während des Theaterfests am Kassenstand auf dem Münsterplatz ausnahmsweise zehn Prozent günstiger. Klar, dass Christoph Nix möglichst viele Abos verkaufen möchte. Auf dem Theater ist es nämlich wie im richtigen Leben: Einnahmen steigern oder sparen.

Zurück kehrt am Samstag auch ein guter alter Bekannter: Während des Theaterfests feiert um 16 Uhr im Stadttheater die Produktion „Die Sternstunde des Josef Bieder“ von Eberhard Streul und Otto Schenk Premiere. In der Rolle des Josef Bieder ist der unvergessliche, hoch geschätzte und leider ehemalige Konstanzer Schauspieler Hans Helmut Straub zu sehen – falls das Wort ehemalig in Zusammenhang mit einem Kunstschaffenden überhaupt korrekt sein sollte und hier Verwendung finden darf.

Wir finden genug geplaudert für heute Morgen. Und wenn Sie mögen, empfehlen Sie uns bitte weiter.

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

10 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Reinhard A. Weigelt
    7. Oktober 2010 at 20:25 #

    Sehr geehrte Frau Kässer,
    bisher war ich aus eigener Erfahrung der Meinung, Sie sind eine verantwortungsvolle Journalistin, die nur das schreibt, was sie sicher weiss und Informationen, die sie bekommt, erstmal „gegencheckt“, bevor sie sie für Dritte schreibt. Ich dachte, Sie veröffentlichen nicht „hörensagen“ und diskreditieren Menschen damit.
    Dachte ich !
    So kann man sich täuschen. Heute bin ich in Ihrem täglichen Kommentar persönlich eines Besseren (Schlechteren) belehrt worden.
    Zu den Fakten > Richtig ist, dass die Überlinger Ordnungshüter gesten im Überlinger Dorf wichtig an Handwerker, die ihr Vesper geholt haben, „Tickets“ verteilt haben. (rechtlich völlig einwandfrei…..)
    Richtig ist auch, dass ich das Szenario ob der Art und Weise des Handelns aus meinem heraus Auto neugierig beobachtet habe.
    Falsch ist jedoch, dass ich verbotswidrig geparkt habe!
    Ganz im Gegenteil > ich habe mir ein Parkticket (30 Min. = 30 Cent) gezogen und stand somit dort rechtmäßig auf einem vorgezeichneten Parkplatz.
    Dumm gelaufen, Frau Kässer, aber den Informanten, der Ihnen das „gesteckt“ hat, können Sie „in den Gully kicken“.
    Wenn Sie schon so Belangloses über mich schreiben wollen, erwarte ich zumindest, dass Sie richtig recherchieren und keine Lügen verbreiten.
    Aber dazu muss man halt mal den Hintern hinter dem Bildschirm der „vernetzten Welt“ hervor und über der See heben!
    Ach ja, das besagte Parkticket habe ich in meinem Auto. Gerne zeige ich es ihnen persönlich, aber dazu man halt den…!
    Ich nehme an, Ihre Eltern haben Ihnen beigebracht, wie man sich einem Menschen gegenüber verhält, den man fälschlich beleidigt hat, und Sie handeln demgemäss; aber da muss man halt den…!
    Trotzdem erwarte ich es!
    It’s up to you -!-
    Reinhard A. Weigelt

  2. wak
    7. Oktober 2010 at 21:32 #

    Mist. Also wieder eine Erfahrung gemacht. Offenbar darf man niemandem glauben. Schade.

  3. sparring
    7. Oktober 2010 at 22:56 #

    was machen denn metzger und bäcker, wenn wirklich ein
    paar mittelalterliche hornochsen die altstadt ab aufkircher
    tor stadteinwärts wie geplant sperren ? vermutlich kommt es dann doch noch zu dem angekündigten gemetzel mit dem wurstmesser , zusätzlich fliegen einem dann harte alte bretzeln um die ohren. lieber herr weigelt, haben sie denn garkeinen humor ? ein versuch lohnt sich, es ist nie zu spät.

  4. der motzer
    7. Oktober 2010 at 23:19 #

    Es ist schon erstaunlich wie sich so ein Stadtrat Weigelt mitteilt. Hätte es nicht gereicht, wenn der RAW nur gesagt hätte – ich war`s nicht! Immer diese Schulmeisterei auf der Zunge oder in den Tasten.
    Frau Kässer müssen Sie sich entschuldigen? Fragen Sie doch noch mal bei Ihren Eltern nach, vielleicht sagt Ihr Vater ja zu Ihnen, dass er den RAW kennen lernen möchte, um ihm den Arsch zu versohlen.

    Und an sparring eine Frage: Wie kann man etwas haben, was man nie besessen hat?

  5. Postbote
    8. Oktober 2010 at 09:02 #

    @ ein Parkticket (30 Min. = 30 Cent) …

    Man kann es auch der Stadtkämmerei in KN schicken: als Bsp. für super-günstiges Parken mit einem grosszügen Parkplatz-Angebot.

  6. Reinhard A. Weigelt
    8. Oktober 2010 at 12:56 #

    für den motzer >
    wenn Du so einen Arsch in der Hose hättest, würdest Du solche Äußerungen wie die vorstehenden unter deinem richtigen Namen schreiben und nicht unter einem Pseudonym.
    Alles andere langweilt!! > sagt Dir ganz unschulmeisterlich und unprädentiös der RAW

    für sparring>>
    Mir vergeht der durchaus vorhandene Humor, wenn in einem öffentlichen Medium Lügen über mich verbreitet werden. So weit – so gut!
    Wenn Sie weiterhin etwas über mich oder zu mir sagen wollen, dann tun sie dies entweder persönlich oder verantwortlich unter ihrem Namen (ich kenne Sie ohnehin)
    Gruß durchs Netz

  7. St. Pauli
    8. Oktober 2010 at 18:17 #

    Sehr geehrter Herr Weigelt,
    eigentlich hätte ich erwartet, dass Sie als Gentleman, spätestens nach der heutigen Entschuldigung von Frau Kässer, ebenfalls einige Worte des Bedauerns aufgrund Ihrer Wortwahl am gestrigen Tag gefunden hätten.
    Offensichtlich aber gehört diese Wortwahl zu Ihrem tagtäglichen Repertoire. Sie haben sogar noch eine Steigerungsform auf Lager, vom Hintern der Frau Kässer (3X) zum Arsch vom Motzer wars für Sie nicht weit.
    Meinen Vorrednern teile ich dann noch mit, dass ich der Meinung bin, dass Herr Faupel wohl an dem Tag keine Zeit hatte und Sie für ihn die Oberaufsicht im Überlinger Dorf übernommen haben.
    Vielleicht überlegen Sie sich die Sache mit Frau Kässer ja noch mal. Ich würde mich freuen.
    Ach ja, mich können Sie übrigens nicht kennen.

  8. RA-F
    8. Oktober 2010 at 20:30 #

    @St. Pauli:
    Herr Rechtsanwalt Faupel keine Zeit?
    Dies kann nicht sein. Der Inquisitor vom Dorf ist Tag und Nacht auf der Lauer. Dem geht keiner durch die „Lappen“.

  9. Reinhard A. Weigelt
    9. Oktober 2010 at 07:59 #

    da gabs doch mal die sache mit ursache und wirkung – aber lassen wir es – anonym ist einfach nicht mein niveau – spielt alleine weiter – und tschüss

  10. St. Pauli
    9. Oktober 2010 at 13:47 #

    Lieber Herr Weigelt,
    Ihr Niveau haben Sie uns unter 1, 6. und 9. zur Kenntnis gegeben:
    1. Zu Ihrem Wortschatz zählt vor allem der Hintern und der Arsch.
    2. Sie neigen sehr schnell dazu andere zu duzen, und
    3. haben Sie sich als Stadtrat endgültig selbst diskreditiert.
    Dazu kann ich auch nur sagen – Ursache und Wirkung – und tschüss.

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