Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Der Donnerstag verspricht ab Nachmittag ähnlich sonnig zu werden, wie es der Mittwoch war.  Wir dürfen uns außerdem auf Temperaturen von bis zu 12 Grad freuen. Gestern konnten wir beim schönen Herbstwetter sogar noch einmal mit dem Netbook auf die Dachterrasse.  Vielleicht klappt es ja noch einmal. Ansonsten möchten wir heute berichten, dass der Krisen- und Interventionsdienst des Kreisjugendamtes Konstanz mehrere Kindersitze geschenkt bekommen hat und wir müssten uns mit dem Thema Ernährung befassen.

„We are family“ – so heißt der Slogan der Firma Osann aus Gottmadingen. Die Firma ist für ihre Auto-Kindersitzen und Kinderwägen bekannt. Jetzt hat Firmeninhaber Patrick Osann dem neu geschaffenen Krisen- und Interventionsdienst des Kreisjugendamtes Konstanz mehrere Kindersitze übergeben. Diese Kindersitze würden benötigt, wenn kurzfristig Kinder durch das Kreisjugendamt in Obhut genommen und abgeholt werden müssten, sagte die Kreisjugendamtsleiterin. Auch Gastfamilien, die vorübergehend oder auf Dauer Kinder bei sich aufzunehmen, könnten einen Sitz leihen. Wir selbst sind ja noch ganz ohne Kindersitz auf der Rückbank des Opels mit gefahren, der damals weder Sicherheitsgurte noch Airbags hatte. Wir haben zum Glück überlebt.

Besseresser sollten sich schon einmal den 16. November vormerken. An diesem Abend laden die 15 Konzil-Köche zu ihrem Feinschmeckerabend in das Konzil in Konstanz ein. Das Thema dieses Jahres heißt: Eingemacht und ausgepackt. Serviert werden 15 verschiedene Gerichte, meist Lebensmittel aus der Region, die die Konzil-Köche nach alter Sitte und Tradition selbst eingemacht haben. Mit ihren alten Konservierungsmethoden  wollen die Köche daran erinnern, wie am Bodensee lange vor Tiefkühlkost und Dosenzeit der Geschmack des Sommers, auch im Winter auf den Teller kam. Weshalb Köche, die auch von der Höri oder aus dem Hegau kommen, plötzlich Konzil-Köche heißen, erschließt sich uns nicht ganz.

Wir finden aber, das Thema des Gourmetabends passt vorzüglich zur Ausstellung „Welt im Topf“, die im Kulturzentrum in der Wessenbergstraße zu sehen ist und die die Geschichte der Bodensee-Küche erzählt. Auch das Museum stellt übrigens Eingewecktes aus. Mann könnte die Gläser jederzeit noch öffnen und die 1914 eingeweckten Mirabellen essen, sagte Museumschef Tobias Engelsing einmal. Die Mirabellen stammen aus einem Privathaushalt und stehen noch im Originalglas in einem Küchenbuffet. In der Ausstellung erfährt man auch so einiges über echte Konzilköche. Die reisten zum Konzil sogar mit rollenden Backöfen über die Alpen und verköstigten die Konzilteilnehmer zum Beispiel auch mit Pizza. Die war dann zum Beispiel mit Brüstchen von Singvögeln belegt. Lecker sagen wir. Ganz so betagt und gewöhnungsbedürftig dürften die Lebensmittel, die die neuen Konzilköche offerieren, freilich nicht sein.

Alle reden davon, dass die Wirtschaft wieder brummt. Das Seerhein-Center in Konstanz ist trotzdem insolvent. Das heißt aber nicht, dass die Geschäfte im Center geschlossen wären. Der Betrieb geht erst einmal weiter. Woolworth, sagte tschüs. Karstadt ist gerettet. Wie es in Petershausen weitergeht, hängt davon ab, ob sich Geldgeber finden.

Das Allerletzte: Neuerdings lassen wir uns in Naturalien bezahlen. Wir haben gestern ein „Päckli“, das leckere Schweizer Schokolade enthält, erhalten. Vor einigen Wochen hatten wir über das Versanddepot berichtet. Dem Inhaber der Firma haben wir großzügig ein digitales Foto überlassen, das bei dem Anlass entstanden ist. Dafür hat er sich jetzt mit der Schokolade bedankt. Das war sehr nett aber auch ein bisschen riskant. Er hat das „Päckli“ nämlich bei einer Freundin zwischengelagert. Zum Glück mag die keine Schokolade. Es wäre ja wirklich zu dumm und echt gemein gewesen, wenn sie die Schoki aufgegessen hätte. Das hätten wir ihr nie verziehen.

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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