Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute morgen stochern wir wieder einmal ein bisschen im Nebel, der über dem Bodensee und auch über der Meersburg-Therme wabert. Beschäftigen möchten wir uns darüber hinaus mit dem neuen Personalausweis, dem Thema Landtagswahlkampf, dem Goldenen Buch der Stadt Konstanz und den Tieren im Regenwald.

Seit gestern ist es raus. Die Meersburg-Therme bekommt ab Januar 2011 einen neuen Betreiber, die „g1-Bädergesellschaft“. Für die GMF heißt es „Aus die Maus“. So wie es aussieht, hat die GMF in diesem Jahr insgesamt keinen besonders guten Lauf. Dabei fing es klasse an. In Pratteln bei Basel war die GMF als Betreiber des „aquabasilea“ ausgewählt worden. Doch das von der GMF entwickelte Marketing- und Betriebskonzept für die vielfältigste Wasserwelt der Schweiz floppte  so wie es aussieht. Nach nur zwei Monaten war für die GMF in der 13.000 Quadratmeter großen Wasserwelt, in die die Meersburg-Therme mehrmals hinein passen würde, schon wieder Schluss. Andreas Schauer, den die Überlinger noch als Betriebsleiter der Bodensee-Therme kennen, ist jetzt Geschäftsführer in Pratteln.

Ob die GMF in Meersburg einen guten Job gemacht hat, vermögen wir nicht zu beurteilen. Bei unserem letzten Besuch fiel uns aber auf, dass die Therme zwar immer noch klein, aber nicht mehr unbedingt ganz fein ist. Plastikliegen in der Saunawelt passen nicht so ganz zum Anspruch, exklusiv sein zu wollen. Eine Freundin meinte gestern, der Meersburger Bürgermeister Martin Brütsch hätte mit dem Wechsel vielleicht alles richtig gemacht. Wir hoffen für die Meersburger nun, dass sich Herr Brütsch, bevor die Entscheidung gefallen ist, wenigstens ein oder zwei Bäder, die die „g1-Bädergesellschaft“ betreibt, aus Sicht des Badegastes ein bisschen genauer angesehen hat. Immerhin hat die „g1-Bädergesellschaft“ ja die GMF auch geschlagen, weil sie günstiger sein möchte. Falls wir demnächst gar keine Liegen mehr im Saunagarten finden sollten, wäre es nicht so gut gelaufen für die Meersburger.

Ab 1. November gibt es den neuen Personalausweis. Viele beantragen deshalb noch kurz vor Schluss einen alten Personalausweis. Die Nachfrage im Bürgeramt der Stadt Friedrichshafen schnellte nach oben. An normalen Tagen kommen bis zu zwanzig Bürger, die einen neuen Personalausweis möchten. Zur Zeit sind es bis zu 100 Anträge täglich. Am gestrigen Donnerstag waren es sogar 153.  Jeder zweite Deutsche lehnt nach einer aktuellen Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts im Auftrag des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) den neuen Personalausweis ab.Viele Menschen misstrauen dem Chip.

Grüezi Herr Wetzel. Die Häufigkeit, in der Landespolitiker Pressemitteilungen verschicken, wird umso größer je näher die Landtagswahl 2011 rückt. Die Taktdichte hat sich bereits erhöht. So begrüßte der FDP-Landtagsabgeordnete Hans-Peter Wetzel gestern die Einigung zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland über ein Doppelsteuerabkommen und eine pauschale Abgeltungssteuer. Das sei der richtige, weil rechtstaatliche Weg, so Wetzel. Damit, hoffe er, sei der Streit um den umstrittenen Ankauf von Steuer-CDs endgültig vom Tisch. Die Liberalen hatten sich vehement gegen den Kauf solcher Daten von mutmaßlichen Steuerhinterziehern gewehrt, weil sie ihn für illegal halten. So sagten sie es.

Noch einmal möchten wir auf eine neue Talkshow des Konstanzer Theaters hinweisen, die am 1. November startet. Wir tun es, weil der erste Gast wirklich ein ganz besonderer ist. Moderator Meinhard Schmidt-Degenhard empfängt neben der Schauspielerin Julia Philippi und Psychoanalytikerin Walta Reuther-Dommer den Politologen und Publizisten Prof. Dr. Alfred Grosser. Am Dienstag, 2. November, um 10.30 Uhr trägt sich Grosser im Konstanzer Rathaus im Dienstzimmer des OB in das Goldene Buch der Stadt ein. Lesenswert Grossers  „Geschichte Deutschlands seit 1945″, die allerdings vor 1989 endet aber auch ein Kapitel über Baden und Schwaben enthält.

Das Allerletzte: Das Rosgartenmuseum zeigt aktuell „Präkolumbische Kunst aus Costa Rica“ und möchte die Frage beantworten, wie Menschen im Regenwald lebten. Wie muss man sich einen solchen Regenwald vorstellen? Welchen Tieren begegneten die Siedler in der Natur? Möchten Sie das wirklich wissen? Um diese Fragen geht es im Rosgartenmuseum beim „Thema des Monats“ am Mittwoch, 3. November, um 19 Uhr im Zunftsaal. Erzählten wird der Regenwaldreisende Armin Dett von Tag- und Nachtbeobachtungen im Regenwald Costa Ricas. Wir finden, ein bisschen über den Tellerrand schauen, ist ja auch mal ganz nett.

Kommen Sie gut ins Wochenende!

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