Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute ist Mittwoch und wir stecken noch in Basel fest.  Gestern Abend haben wir im Marriott eingecheckt und das war nach einem langen Tag auch gut so. Sollten Sie jetzt denken, nein, bitte nicht schon wieder eine Geschichte über Schweizer Autobahnen, können wir sie vorläufig beruhigen.

Zurückschauen möchten wir heute statt dessen noch einmal auf den gestrigen spannenden Tag im Saarland.  Selbstverständlich könnten wir an dieser Stelle nun erzählen, wo genau und aus welchem Anlass wir uns dort aufhielten. Wir möchten aber keinesfalls indiskret sein, und für unsere eigentliche Geschichte brauchen wir solch konkrete Angaben nicht.

Es trug sich also zu, dass wir in einer Gemeinde irgendwo zwischen Sarreguemines und Saarbrücken gelegen, einer Grundsteinlegung beiwohnten.  Weil das Bauvorhaben von großer Bedeutung für dien Region ist, fand sich neben dem Wirtschaftsminister des Saarlandes und geladenen Gästen auch sehr viel Presse ein. Der Saarländische Rundfunk war genauso zugegen wie zum Beispiel die Saarbrücker Zeitung oder französische Kollegen.

Wir selbst waren gestern ausnahmsweise nicht Presse, sondern agierten als Verteiler von Pressemappen. Und das war sehr lustig. Der Andrang im Zelt dürfte immerhin in etwa so groß gewesen sein wie das Medienaufgebot , sollte die Überlinger Oberbürgermeisterin eines Tages doch die Landesgartenschau 2020 am Bodensee eröffnen oder Konstanz zu den Konzilfeierlichkeiten den Papst persönlich begrüßen.

Um jedem Medienmenschen die Infos sowie eine CD zukommen zu lassen,  fragten wir die vermeintlichen Kollegen also freundlich, von welchem Medium sie denn nun kämen. Eine Frau antwortete peinlich berührt: Da müssen Sie meinen Mann fragen. Er stapfe irgendwo auf der Baustelle umher. Sie könne dazu nichts sagen. Wer denn hier der Architekt sei, wollte sie dann aber noch anstandshalber wissen. Ach ja, und sie suche ein Abfallbehältnis. Auch ein zweiter vermeintlicher Medienmensch antwortete eher ausweichend, auf die Frage, ob er Presse sei. Etwas ähnliches, sagte der Mann.

Später trafen wir die Drei dann am Buffet wieder. Für uns ist seither klar: Im Saarland kommen wohl die Zeitungsleser gleich persönlich vorbei, wenn es etwas zu erleben, Pressemappen und kleine Aufmerksamkeiten gibt. Einen Bauherrn kann das ja wohl nur freuen. Das nächste Mal werden wir nur noch ein paar Pressemappen zusätzlich mitnehmen müssen. 80 reichen nicht.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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