Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen möchten wir uns dazu äußern, dass auch Dauerregen seine guten Seiten hat. Wir beschäftigen uns ansonsten mit Integration, Selbständigkeit und davon wie unsere Zukunft aussehen könnte.

Beginnen wir mit dem Matsch. Die Schneemänner sind, wie es oft im Dezember kommt, verschwunden – und mit ihnen die riesigen Schneehaufen. Erwähnenswert ist das für alle, die ihre Autos am Straßenrand parken, wo Räumfahrzeuge zuletzt wieder wahre Schneeberge auftürmten und die geparkten Autos hinter weißen Wänden verschwunden waren. Bis der Regen morgen  wieder in Schnee übergeht, könnten wir zwischendurch wieder ausparken und durch die Stadt fahren. Wegen der vielen Schlaglöcher in der Oberen Laube oder der Fürstenbergstraße lassen wir das Auto aber lieber stehen.

Wir möchten in Zukunft nicht täglich über Integration sprechen. Manchmal geht es aber nicht anders. Heute müssen wir dringend über „Symbolpolitik“ und „politische Realität“ reden. Es ist ein schöner Zug des Konstanzer Oberbürgermeisters, dass er dem Kinderhaus Edith Stein, das im Juni abgebrannt ist und gerade wieder neue Bücher beschafft , ein Kinderbuch schenkte. Der OB habe Marcus Pfisters „Regenbogenfisch“ ausgesucht. Der Grund: Das Buch gibt es in einer deutsch-türkische Ausgabe. Damit wollte der OB zeigen wie wichtig ihm Integration ist.

Im selben Tag berichteten wir über die Soziale Stadt in Konstanz, der im kommenden Jahr oder spätestens 2012 das Geld ausgehen dürfte, weil die schwarz-gelbe Bundesregierung massiv streicht. In Gefahr geraten dadurch wichtige Integrationsprojekte im Stadtgebiet Berchengebiet/Öhmdwiesen, wo fast die Hälfte der Bevölkerung Migranten sind. Das zarte Pflänzlein Integrationsprojekte dürfte den brutalen Schnitt mit dem Rasenmäher nicht überstehen. Die SPD kann, wie gestern in Konstanz geschehen, das zwar beklagen, um etwas zu verändern, fehlen ihr aber die Mehrheiten.

Apropos: Wie leben wir morgen? Bei der „Münchner Zukunftsreihe“ diskutierte der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank unter anderem mit Petra Roth (Oberbürgermeisterin Frankfurt am Main, Präsidentin des Deutschen Städtetages) und Christian Ude (Oberbürgermeister Landeshauptstadt München) über die Zukunft der Städte. Wir waren selbstverständlich beim Talk nicht dabei. Das Thema klingt aber so spannend, dass es sicher auch die Konstanzer interessieren könnte. Vielleicht hat sich der OB ja inspirieren lassen und legt demnächst eine „Konstanzer Zukunftsreihe“ auf. Ehrlich gesagt fänden wir eine Debatte über Visionäres richtig klasse, was aber nicht heißt, dass wir auf Konkretes wie die Begegnungszone am Konstanzer Bahnhof verzichten wollten.

Gestern Abend nahmen wir noch an einer Veranstaltung der Selbständigen in der SPD im Konstanzer Businesspark teil.  Er ist 30.000 Quadratmeter groß und es gibt 53 Betriebe – von der IT Firma bis zum Finanzdienstleister. Das Thema des Abends Förderprogramme hat uns interessiert. Es ging um Existenzgründer, Businesspläne und die Frage,  wo Berater sitzen, die Gründern helfen. Ansprechpartner für alle, die sich um Förderung, sei es ein Zuschuss oder ein Darlehen, bemühen, wäre zum Beispiel auch die Firma Translake in Konstanz. Berater gibt es ansonsten auch bei IHK, der Handwerkskammer oder im Businesspark. Gekommen waren übrigens auch einige Mieter.

Erfahren haben wir, dass Berater vielen Existenzgründern helfen können. Zu den meisten Gründern passen gängige Förderprogramme. Meistens klappe es mit der Finanzierung, wenn der Businessplan stimme, egal ob ein Jungunternehmer Popcorn herstellen oder einen Friseursalon eröffnen wolle. Voraussetzung für den Erfolg ist aber, das wurde am Abend gesagt, nicht nur das Startkapital. Um sich selbständig zu machen und durchzubeißen, gehört noch einiges mehr. Aber das wissen wir ja aus eigener Erfahrung.

Kommen Sie gut durch den Mittwoch!

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