Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute morgen reicht es nach einer unruhigen Nacht nur für einen schnellen Kaffee und ein paar Tweets. So wie es aussieht, geht es Schlag auf Schlag. Am Konstanzer Landgericht wird um 9 Uhr der Taximord-Prozess fortgesetzt. Der Andrang dürfte wieder gewaltig sein. 

Apropos Landtagswahl. Heute kommt um 10 Uhr im Konstanzer Landratsamt der Kreiswahlausschuss zusammen. Anschließend steht fest, wie viele Kandidaten und Parteien am 27. März tatsächlich auf dem Wahlzettel stehen. Noch nicht im baden-württembergischen Landtag vertretene Parteien mussten erst einmal 150 Unterstützerunterschriften sammeln. Das war anscheinend für manche ein mords Problem. Weil wir ansich nichts dagegen haben, dass auch Kleine mitspielen, haben wir für eine Partei unterschrieben, was wiederum mit unserer Affinität zu unserer persönlichen Lieblingspiratin zu tun hat. Anderswählende mögen uns verzeihen.

Gestern haben wir uns spontan an einer Online-Umfrage der Uni Freiburg zur Landtagswahl beteiligt. Die Frage, wen wir wählen, haben wir auf dem Online-Fragebogen erstaunlich zügig beantwortet. Wer neugierig ist, Lust und ein paar Minuten Zeit hat, könnte die Seite heute Morgen ebenfalls anklicken.

Ansonsten haben wir uns zuletzt verwundert die Augen gerieben. Dass Kugelschreiber und Feuerzeuge plötzlich eine Wichtigkeit bekommen, die sie gar nicht verdient haben, irritiert.

So sorgt aktuell unser Kugelschreiber-Stress-Test für  unerwartetes Aufsehen. Wie bereits erwähnt haben wir aktuell zwei Kulis, einen der Piratenapartei und einen der SPD, im Dauereinsatz. Beide scheinen den Test zu bestehen. Wahlentscheidend wird er aber nicht sein.

Auf Twitter wollte unlängst eine Followerin wissen, ob die Piratenpartei neben Kulis auch Papier verschenke. Wir haben geantwortet, dass wird es nicht wissen und wir selbstverständlich auch keinen Schreibblock der Piratenpartei verwenden würden. Das Blog sei schließlich parteipolitisch unabhängig. Damit war das Thema scheinbar erledigt. Es folgte ein Missverständnis wegen eines Feuerzeugs. See-Online zündelt nicht, und wichtiger als alle Feuerzeuge dieser Welt sind Informationen und Interviews, die uns die Landtagskandidaten geben.  Unter Extras und Interviews sind neben anderen Interviews bereits ein paar spannende Gespräche mit Kandidaten zu finden. Weitere folgen.

Dass Vorsicht bei der Nutzung von Give-aways geboten ist, zeigte sich auch bei der Lektüre der montagmorgendlichen E-Mails. Ein Freund, von Beruf ebenfalls Journalist, schrieb:

„Ich weiss ja nicht, wie es Dir da so geht. Aber wenn ich auf irgendwelchen Veranstaltungen bin, lasse ich meine Augen immer herumwandern. Damit treffen sie unweigerlich auch andere Kollegen – und deren Schreibgeräte. Gut, etwas sehen und daraus Rückschlüsse zu ziehen, das ist so eine Sache. Was mag einem da durch den Kopf gehen? Da benutzt der Kollege mit dem klapprigen Fiesta einen Kugelschreiber von Porsche, der Student den einer Wohnungsbaugesellschaft, die Essgestörte einen der Weight-Watcher, der Metztger einen von Animal-Help…… Hast Du eigentlich eine Idee davon, wie sehr Du damit das Weltbild Deiner Umgebung zerstören kannst? Das ist schon etwas mehr, als wenn Dein Feng-Shui gerade mal eine Unwucht hat…..“

Er fuhr fort: „Klar, das sind Äußerlichkeiten, sagt aber trotzdem viel aus. Oder? Alles gezielte Verwirrung? Bin auf Deine Erfahrungen gespannt. Wie reagieren bestimmte Gesprächspartner, wenn Du einen CDU gefedertes Schreibwerkzeug in der Hand hälst? Wirst Du als einer von ihnen erkannt und entsprechend behandelt oder als Revoluzzer aus dem anderen Lager einfach ignoriert. Vielleicht solltest Du zur eigenen Sicherheit und zur Gewährleistung von ausgewogenem Journalismus, gleich die ganze Stifte-Amada vor Dir ausbreiten….“

Wie komplex und heikel das Thema mit den Kugelschreibern ist, war uns bisher noch gar nicht klar.

Das Allerletzte: Heute Morgen müssen wir unsere Leser noch um Verzeihung bitten. Die aktuellen Ereignisse haben uns gestern regelrecht überrollt, so dass wir leider die angekündigten Blogbeiträge über rutschende Häuser, die Befragung von Konstanzern nach ihrer Lebenszufriedenheit und Literatur in Privathäusern gestern noch nicht online gestellt haben.

Und bevor es noch mehr Missverständnisse gibt: Unruhig war die Nacht übrigens, weil das Rollo im Schlafzimmer erneut herunter gekracht ist.  So trug es sich zu, dass das Licht aus dem Nachbarhaus wieder ungehindert herein scheinen und blenden konnte. Eine scheinbar unendliche Geschichte…

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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