Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute möchten wir mit Ihnen über das Ranking unserer Kandidateninterviews sprechen, darüber berichten, wie Facebook unsere Freunde aussperrt, und mitteilen, dass das Konstanzer Theater eine Premiere aus künstlerischen Gründen absagt. Ferner klären wir über die Rivalität zwischen Mardern und den Folgen für einen Kabelstrang im Motorraum unseres Autos auf. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf eine Einlassung des Kfz-Meisters und auch auf ein Forschungsergebnis der Universität Göttingen.  

Auch heute möchten wir zuallererst einen kurzen Blick auf unser Ranking der Kandidateninterviews werfen. Verdutzt haben wir soeben festgestellt: Am häufigsten angeklickt haben Besucher von See-Online eindeutig das Gespräch mit Tatjana Wolf, der Landtagskandidatin der FDP in Konstanz, das erst seit gestern online steht.  Damit liegt Tatjana Wolf klar vor Siegfried Lehmann (Grüne) und Andreas Hoffmann (CDU).

Nicht vorenthalten möchten wir Ihnen eine Bewertung des Gesprächs mit der Kandidatin. Bei Twitter kommentierte ein Follower das Interview gestern so: „Hab alle Interviews gelesen, auch das mit d „Internetausdruckerin“. Sehr sympathisch!!“

Auf die Frage: „Lesen Sie Nachrichten lieber online oder in gedruckten Zeitungen?“ hatte Tatjana Wolf geantwortet: „Morgens schalte ich den PC an und lese online. Ich lese erst einmal quer. Was Konkretes lese ich lieber auf Papier. Ich drucke immer alles aus, auch E-Mails, obwohl ich weiß, dass es weder ökonomisch noch ökologisch ist.“

Seit heute steht übrigens Interview Nummer vier, ein Gespräch mit Bernhard Hanke (Linke), in unserer Serie Kandidaten-Watching im Kreis Konstanz online.

Alle Facebook-Nutzer möchten wir heute Morgen auf eine neue Einstellung und einen auf Facebook erschienenen Beitrag mit dem Titel „Wie facebook eure Freunde vor euch versteckt …“ hinweisen. Wörtlich heißt es da: „Ist euch schonmal aufgefallen, dass eure Pinnwand immer die gleichen Leute anzeigt? Dass immer die gleichen Leute bei euch kommentieren? Und dass der Rest der Welt euch zu ignorieren scheint?“ Weiter schreibt der Blogger Gerhard Sandskær: „Keine Sorge, alle lieben euch nach wie vor, und kaum einer wird euch absichtlich geblockt haben. Das Problem ist, dass die meisten Leute gar nicht sehen können, was ihr so postet…“

Die Antwort auf das Warum ist simpel: Klammheimlich hat Facebook wieder einmal eine Einstellung geändert. Wer wieder lesen will, was alle seine Freunde so posten, bekommt von Gerhard Sandskær eine Gebrauchsanweisung geliefert, was zu tun ist. Einziges Problem: Wenn die Freunde ihrerseits nicht auch die Einstellung ändern, können sie deswegen umgekehrt noch lange nicht wieder sehen, was ihre Freunde so schreiben, mit denen sie in letzter Zeit nicht in Kontakt standen.

Aufmerksam machen möchten wir Sie heute umständehalber auch darauf, dass sich das Konstanzer Stadttheater entschlossen hat, aus künstlerischen Gründen die Produktion „Die Brüder Löwenherz“ abzusagen. Da muss wohl etwas gewaltig schief gegangen sein, mutmaßen wir. An dieser Stelle wenigstens ist noch nie ein „Guten Morgen Bodensee!“ allein aus künstlerischen Gründen ausgefallen.

Anstelle der vorgesehenen Premiere zeigt die Badische Landesbühne nun am Sonntag, 20. Februar, um 18 Uhr in der Spiegelhalle das Stück „Die Geschichte von Lena“ für Kinder ab 8 Jahre. Das eingekaufte Stück handelt von Mobbing in der Schule.

Das Allerletzte: Wussten Sie, dass Marder als Ruheplätze angeblich selbst gegrabene oder von anderen Tieren übernommene Baue oder andere Unterschlupfe bevorzugen? Tatsächlich begeben sie sich am liebsten im Motorraum von Autos zur Ruhe. Das Problem: Marder sind einzelgängerische und recht territoriale Wesen, die ihre Reviergrenzen mit dem Sekret ihrer Analdrüsen markieren. So ungefähr ist es bei Wikipedia nachzulesen.

Die Tiermedizinischen Fakultät der Universität Göttingen wiederum hat nun schon vor Jahren nachgewiesen, dass die sogenannten Marderschäden an Autos ausschließlich von Marder-Männchen verübt werden, die sich über die Duftmarken eines fremden Mardermännchens, eines Rivalen also, ärgern. Das sagte so auch der Kfz-Meister in der Werkstatt.

So wie es aussieht, musste sich unser spezieller Marder, der im Bewohnerparken im Konstanzer Paradies in der Schottenstraße zu Hause ist, zuletzt so sehr über einen Rivalen aufregen, dass er aus lauter Wut den Kabelstrang der Lamdasonde zerbissen hat.

Fahren Sie bloß nie in eine fremdes Revier! Und kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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