Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute Morgen starten wir in einen winterlichen Montagmorgen. Sprechen wir zwischen Wintermärchen und Frühlingsgefühlen über Rivalitäten. So wie die Jahreszeiten um die Vorherrschaft kämpfen, tun es aktuell auch die Politik und die Fasnacht. Ansonsten möchten wir heute noch einmal kurz auf unsere Interviews mit den Wahlkreiskandidaten zu sprechen kommen.

Dass es Rivalitäten gibt, zeigt sich stellvertretend auch beim Betrachten des Konstanzer Stadtbilds. Während über den Gassen bunte Bändel und Lumpen die Innenstadt zieren, haben zeitgleich die Parteien ihre Wahlplakate gehängt. Ob die Wahlwerbung die Straßen ziert, sollte der geneigte Betrachter für sich entscheiden.

Bekannt geworden ist rechtzeitig vor der Landtagswahl und der Fasnet, dass sich vor dem Konstanzer Jakobinertribunal am Schmotzigen Dunschtig, am 3. März, Justizminister Ulrich Goll, FDP, verantworten muss. Vor dem Narrengericht in Stockach ist am selben Frank-Walter Steinmeier, SPD-Fraktionsvorsitzender und ehemaliger ehemaliger Außenminister, angeklagt. Der Brauch, dass am „Schmotzige Dunschtig“ in Stockach eine politische Persönlichkeit auf der Anklagebank sitzt, bestehe seit 1351, heißt es. Karten gibt es keine mehr.

Apropos SPD. Die SPD hat in Hamburg das Wahljahr 2011 mit einem klaren Wahlsieg eröffnet. Sie schaffte die absolute Mehrheit und das ist in einem Fünf-Parteien-System unerwartet. Was in Hamburg passierte, dürfte sich so in Baden-Württemberg nicht wiederholen. Aufwind verspüren neben der SPD trotzdem die FDP und die Linke, die es in Hamburg immerhin auf 6,6 und 6,4 Prozent der Stimmen brachten. Die Piratenpartei holte dagegen gerade einmal 2,1 Prozent der Stimmen, was darauf hindeutet, dass, was im Web passiert, sich nicht unbedingt genauso in der realen Welt wiederholt und das Gezwitscher im Netz auch nicht repräsentativ dafür ist wie sich Wähler am Wahltag tatsächlich entscheiden.

Apropos Politik. Berichten möchten wir heute Morgen schon einmal, welche Beachtung die Interviews mit unseren sechs Landtagskandidaten aus dem Wahlkreis Konstanz fanden. Das meistgelesene Interview bis heute Morgen war das mit Zahide Sarikas (SPD). Auf Platz zwei folgte das Gespräch mit Tatjana Wolf (FDP) und auf Rang drei das Interview mit Ute Hauth (Piratenpartei). Wer die Interviews verpasst hat und noch einmal nachlesen will, was im Kühlschrank von Kandidaten nicht fehlen darf oder was sie über Volksentscheide denken, findet Fragen und Antworten unter Extras – Interviews in der Navigationsleiste.

Heute beginnen wir mit unserer Serie mit Interviews mit Kandidaten aus dem Bodenseekreis. Den Anfang macht Ulrich Müller (CDU).

Abschließen möchten wir unsere kleine morgendliche Abhandlung über das Thema Rivalitäten noch mit einem Blick in den Bodenseekreis. Dort gab es neuen Erkenntnisse das Thema Open-Airs in Schloss Salem betreffend. Raus ist jetzt, dass Konzerte wie das mit Pink im vergangenen oder Sting im kommenden Sommer nur im Garten stattfinden können, wenn die Schlossschule Salem die Erlaubnis gibt. Für Schlagzeilen gesorgt hatte die Absage eines Shakira-Konzerts, das anders als Pink oder Sting offenbar nicht geduldet wurde. Irrtümlich war dafür bisher Schlossverwalter Michael Hörrmann, der Geschäftsführer von Staatliche Schlösser und Gärten, oder gar das für die Immobilie in Landesbesitz zuständige Finanzministerium verantwortlich gemacht worden. In dieser Woche soll es nun wieder einmal ein klärendes Gespräch geben. Bürgermeister Manfred Härle möchte die Location erhalten.

Das Allerletzte: Der am meisten gelesene Beitrag in der vergangenen Woche war übrigens die Ankündigung des Open-Airs mit Herbert Grönemeyer am 24. Juni im Konstanzer Bodenseestadion.

Kommen Sie gut durch den Montag!

2 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Greis
    21. Februar 2011 at 09:58 #

    Das ist eben der Unterschied zur eingefahrenen Saalveranstaltung in Stockach, wo das Urteil seit Jahrzehnten immer das gleiche ist (nur die Menge variiert). Das Jakobinertribunal auf dem Obermarkt ist eine kostenlose Freiluftveranstaltung als Spontantheater von Konstanzer für Konstanzer, urige Fasnet eben!

  2. Hinterwäldler
    21. Februar 2011 at 11:03 #

    [zitat] Was in Hamburg passierte, dürfte sich so in Baden-Württemberg nicht wiederholen. [/zitat] ???
    Sind sie sich dessen sicher? S21 ist uns allen noch gegenwärtig.

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