Guten Morgen Bodensee!

Kolummne – Aus der Flachwasserzone

Zum Start in die neue Woche möchten wir uns heute zwei Themen widmen, dem Nachtwandern und dem Fahrradfahren. Wobei „Nachtwandern“ nicht etwa mit „Nacktwandern“ zu verwechseln ist. Eine Gemeinsamkeit aber haben beide Phänomene: Sie sorgen, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen, für Empörung…

Nacktwandern ist anders als Nachtwandern zum Beispiel im Schweizer Kanton Appenzell-Innerrhoden nicht erlaubt. Die Nackedeis nahmen in den ostschweizerischen Bergen in der Vergangenheit so sehr überhand, so dass sich die Schweizer im vergangenen Jahr erstmals genötigt sahen, einzuschreiten. Der Schweizer Kanton Appenzell-Innerrhoden entschied, dass FKK-Wanderer Geldbußen in Höhe von 200 Franken zahlen müssen. Wer sich jetzt erst Recht für den Natursport Nacktwandern und Nackwandertermine interessiert, könnte unter http://www.nacktwandern.de schauen.

Alle, die dagegen das Nachtwandern bevorzugen, sollten besser auf http://nachtwanderer-konstanz-kreuzlingen.com klicken. Nachtwandern ist besonders in Skandinavien, aber auch in vielen deutschen Städten wie zum Beispiel in Bremen, ebenfalls eine Art „Volkssport“ geworden. Nachtwanderern geht es aber weniger um die nächtliche Bewegung an der frischen Luft als vielmehr um soziale Kontrolle und mehr Sicherheit. Ehrenamtliche Nachtwanderer tragen blaue Westen mit gelben Logos und tauchen immer in Gruppenstärke auf öffentlichen Plätzen auf, wo sie Randale und Vandalismus verhindern wollen. Als Nachtschwärmer unterwegs sind in anderen Städten, wo es bereits länger Nachtwanderer gibt, oft auch Eltern. Hilfe, eine Bürgerwehr, war in den ersten Tweets über die Initiative Konstanzer Nachtwanderer zu lesen, dabei sind sie noch nicht einmal los gewandert…

Eine Art Natursport oder zumindest Bewegung an der frischen Luft ist auch das Fahrradfahren. Nach Beobachtung der Polizeidirektion Friedrichshafen ist es schon kurz nach dem Start der Fahrradsaison bereits wieder zu heftigen Konflikten zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern einerseits und zwischen Fahrradfahrern und Autofahrern andererseits gekommen. Die Polizei weist deshalb wieder einmal darauf hin, dass Radfahrer ausgeschilderte Radwege benutzen müssen, Autofahrer auf einer radweglosen Straße fahrende Biker nicht beschimpfen dürfen und Autofahrer beim Überholen einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten müssen.

Besonders viel Gehupe gibt es übrigens auf der Strecke zwischen Meersburg und Unteruhldingen. Eine Benutzungspflicht für Radfahrer besteht dort aber nicht. Denn Fußwege, die nur durch ein Zusatzschild „Radfahrer frei“ beschildert sind, können Biker getrost ignorieren. Solch ein Fall ist auch der Weg an der L 201 zwischen Unteruhldingen und Meersburg, der übrigens ein Teilstück des Bodenseeradwegs ist.

Kommen Sie gut in die neue Woche!

Waltraud Kässer

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