Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute starten wir in einen voraussichtlich wieder sonnigen Tag. Widmen möchten wir uns unter anderem dem Bezahlsysstem Flattr, für das wir wieder einmal die Werbetrommel rühren, und unserem grünen OB. Leider haben wir heute Morgen aber auch eine traurige Mitteilung zu machen.

Beginnen müssen wir mit einem Nachruf. Angela Mössle-Klug, die Besitzerin des Suppengrün in Konstanz, ist tot. Diese Nachricht aus der Gastroszene hat uns gestern erreicht. Das Suppengrün in der Sigismundstraße ist in Konstanz seit vielen Jahren ein beliebter Treffpunkt für Gourmets und Besseresser in der Stadt und es ist so etwas wie die gesunde Antwort auf Fast Food. Immer wieder haben wir Freunde, die von auswärts kamen und das etwas andere Restaurant noch nicht kannten, mit ins Suppengrün geschleppt.

Viele Konstanzer lieben die Paprikacremesuppe, die Gulaschsuppe, die Italienische Gemüse-Suppe oder die scharfe Tunesische Hühnersuppe mit Nudeln, die die meisten an schönen Tagen am liebsten draußen sitzend löffeln. Zur Suppe gibt’s beim Suppengrün ein leckeres Brötchen gratis. Und weil der Mensch außerdem viel trinken soll, können Gäste des Suppengrün seit jeher auch noch Tafelwasser kostenlos zapfen. So wollte es Angela Mössle-Klug. Alle unsere Freunde, die wir je zum Suppe essen überredeten, waren begeistert.

Angela Mössle-Klug und ihr Mann Dieter Klug waren die perfekten Gastgeber. Im vergangenen Jahr schrieb die Suppenköchin 50 Rezepte auf. Erschienen ist das Suppengrün-Buch im  Herbst. Wir wollten seither eine kleine Geschichte über die Suppenköchin, ihr Buch und ihre Suppen für das Blog schreiben. So stand es seit Monaten auf unserer To-Do-Liste. Angela Mössle-Klug kannten wir flüchtig noch von der Zeit an der Uni. Leider ist es nun zu spät. Angela Mössle-Klug wurde nur 52 Jahre alt.

Noch einmal möchten wir heute Morgen auf das 6. Konstanzer Konzilgespräch am kommenden Freitag, 8. April, hinweisen, bei dem es um „Das ruinierte Vertrauen“ und die Frage „Ist Deutschland eine Angst-Gesellschaft?“ geht. Das Thema ist hochaktuell.

Bei einem Pressegespräch anlässlich des Talks am Montag zeigte sich der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank entspannt. Demnächst wird es der grüne Konstanzer OB in Stuttgart mit einem grünen Ministerpräsidenten und außerdem einem grünen direkt gewählten Landtagsabgeordneten zu tun haben.

Der OB outete sich bei dem Gespräch denn auch als „echter“ Grüner und widersprach bei dem Pressegespräch Dekan Mathias Trennert-Helwig entschieden in Sachen Atomausstieg. Horst Frank sieht – so haben wir es verstanden – die German Angst und ihre Konsequenzen keineswegs negativ. Er sprach vor allem von der Chance, sich mit regenerativen Energien neu zu positionieren und redete Tacheles darüber, was die Grünen möchten und wie sie Zukunftsfragen diskutieren. Der OB spielte die grüne Karte und wirkte dabei so lässig wie wir uns einen OB nur wünschen können.

Entlassen möchten wir sie heute Morgen ansonsten noch mit einem Hinweis in eigener Sache. Wir möchten Sie wieder einmal auf die Möglichkeit hinweisen, für den Inhalt von See-Online und anderer kostenloser Medien im Netz freiwillig zu bezahlen. Problemlos geht das mit Hilfe von Flattr.

Flattr ist ein Social-Payment-Service. Nutzer kostenloser Inhalte haben die Möglichkeit, monatlich einen frei wählbaren Abonnementsbetrag – zum Beispiel 5 Euro – auf ein Konto einzuzahlen und damit kostenlosen Content zu honorieren.

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Der Name Flattr setzt sich zusammen aus dem Begriff Flatrate (Pauschalgebühr) und dem englischen Verb to flatter (jemandem schmeicheln). Sollten Sie See-Online schmeicheln wollen, würden wir uns darüber sehr freuen.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

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