Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute ist so ein Tag, an dem wir krampfhaft versuchen, wenigstens das Wetter schön zu reden. Gestern waren wir  Jogger den Stöpsel im Ohr noch einmal in Shorts und T-Shirts am See entlang laufen. Am Nachmittag zogen wir dann mit dem Laptop und dem Schnurlostelefon auf die Dachterrasse um und spannten den Sonnenschirm auf.  Eigentlich wollten wir heute Morgen aber nicht vom Frühsommer schwärmen, sondern den Wetterwechsel schön reden. Wir hätten auch schon eine Idee. 

Das Ozonloch ist größer geworden. Schon im April dürfen wir wegen der ultravioletten Strahlen nicht mehr ohne Sonnenschutz nach draußen. Das haben wir gestern gelesen. Bald werden wir wohl australische Verhältnisse haben und uns in der Mittagszeit nur noch mit langärmeligen T-Shirts, verhüllt und mit Hüten nach draußen wagen. So ein Regentag verringert – da sind wir sicher – wenigstens das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen immens.

Andererseits steigt womöglich das Risiko, dass wir uns eine Erkältung zuziehen. Besonders tückisch ist ein Reizhusten, der auch uns bis vor einiger Zeit tagelang begleitet hat. Nicht einmal Thymianbonbons halfen. Besonders unangenehm sind Hustenanfälle während wichtigen Besprechungen und beim Telefonieren, meinten wir bisher. Tatsächlich könnte es sogar noch schlimmer kommen. Bei Friedrichshafen kam am Montagmittag der hustende Fahrer eines Geländewagens auf die falsche Straßenseite und stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Die Bilanz des Hustenanfalls: Vier Schwerverletzte.

Apropos Blaulicht. Besonders beeindruckt hat uns gestern  die Geschichte einer Saunabaderin in Radolfzell. Sie schwamm am Sonntag im 12 Grad kalten Wasser mal kurz von Radolfzell nach Moos. Auf dem See wurde die 51-Jährige – nackt wie der liebe Gott sie geschaffen hatte – von der Besatzung eines Wasserschutzpolizeibootes aufgegriffen. Wir sagen angesichts der sportlichen Leistung im kalten Wasser Respekt, raten Nachahmern aber dazu, beim Schwimmen im See lieber noch einen Neoprenanzug zu tragen. Wir sind schließlich keine Pinguine.

Gestern ist uns ansonsten wieder einmal der Dichter Bertold Brecht eingefallen. Aufgefressen wurden wir wie so oft von den Kleinigkeiten, nachdem wir die montäglichen Tiger schon besiegt geglaubt hatten. Wir könnten vielleicht auch sagen, dumm gelaufen. Weil wir noch nicht auf SMS TAN oder Chip TAN umgestellt hatten, bestrafte uns die Sparkasse Bodensee. Wir durften beim Onlinebanking gestern nur noch über maximal tausend Euro pro Tag verfügen. Ein höherer Betrag sei nicht mehr versichert. Das war zu wenig, um den Steuerberater zu bezahlen.

Da die Online-Umstellung auch nach mehreren Versuchen nicht klappte, mussten wir insgesamt etwa 30 Minuten in der Telefon-Warteschleife der Sparkasse Bodensee verbringen. Angeblich sei ein Fehler aufgetreten stand auf dem Bildschirm, weil die Handynummer nicht stimmte. Wir hatten aber niemals eine andere.

Mittlerweile ist ein Konto auf SMS TAN umgestellt. es braucht nur noch einen Bestätigungscode. Beim Konto Nummer zwei hat es nicht geklappt – anrufen wollten wir gestern aber auch nicht noch einmal.

Sollten auch Sie wie wir Online-Banking machen und womöglich noch eine TAN Liste benutzen, weil Sie bisher zu faul waren, die Info der Sparkasse zu lesen, raten wir dringend dazu, es bald zu tun und umzustellen. Und auf gar keinen Fall sollten Sie es aufschieben, bis Sie es wirklich eilig haben und eine dicke Rechnung überweisen möchten.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

2 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Sparkasse Bodensee
    12. April 2011 at 13:26 #

    Da hat einmal mehr „Murphys Gesetz“ zugeschlagen… Sorry, dass das so chaotisch ablief gestern. So fängt die Woche natürlich nicht sehr erfreulich an… Ihre persönliche Ansprechpartnerin wird sich direkt mit Ihnen in Verbindung setzen, dann klappt’s hoffentlich auch wieder mit dem Online-Banking!

    Liebe Grüße aus der Sparkasse!

  2. dk
    12. April 2011 at 17:50 #

    Betr. Druck vs. Internet
    ——————————————————
    Ein Link zum Energieverbrauch des Internets mit Bildern, wo Internet-Daten zuhause sind:

    Inside Ten of the World’s Largest Data Centers
    http://wikibon.org/blog/inside-ten-of-the-worlds-largest-data-centers/

    Zitat:
    As servers become more powerful, more kilowatts are needed to run and cool them. Data centers worldwide now consume more energy annually than Sweden.

    Meinung:
    Lieber AKWs abschalten als das Internet.

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