Guten Morgen Bodensee!

Kolumne – Aus der Flachwasserzone

Heute starten wir mit drei „L“ in den Tag: Lenk, Lodi und Landtagswahlen. Außerdem gibt’s wieder ein Wetter: Konstanz, leichter Regen 9 Grad. Angeblich, das sagen die Meteorologen im Fernsehen immer zu solch trüben Aussichten, freue sich die Natur. Wahrscheinlich gehören Menschen, Bienen und Schmetterlinge im Monat Mai nicht  zur Natur…

Für alle, die am Wochenende lieber draußen waren, im Schnelldurchlauf die wichtigsten Ereignisse: Die neue und größte Autofähre auf dem Bodensee heißt Lodi. Getauft hat sie am Samstag die Bürgermeisterin der Konstanzer Partnerstadt.

Der Bodmaner Bildhauere Peter Lenk weigert sich, seine Papstskupltur wieder abzutransportieren. Er möchte sie vorerst im Konstanzer Bahnhof stehen lassen. Auch konservative Konstanzer – und nicht nur Stuttgarter – wollen, dass die „bedingt“ nackte Papstfigur weg kommt. Bevor Tourismuschef Norbert Henneberger dem Künstler die Nachricht überbrachte, hatte der der Aufsichtsrat der TIK getagt. Von der SPD war niemand dabei. Der Grund: Das TIK Mitglied Brigitte Leipold weilte noch in Urlaub.

Nach der Landtagswahl in Nordrhein Westfalen ist vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg, wo sich die Parteien so langsam aufstellen. In Konstanz trafen sich am Wochenende die baden-württembergischen Jusos zu ihrer Landesdelegiertenkonferenz, bei der am Sonntag auch der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid sprach. Hannelore Kraft rief derweil in NRW in die Mikros, dass die SPD wieder da sei. Auch wenn es für Rot-Grün doch nicht reicht, ist die Mehrheit von Schwarz-Gelb im Bundestag futsch. Für Länder und Kommunen – wie auch das von der Finanzmisere getroffene Konstanz mit seinem grünen Obebrürgermeister – ist das eine gute Nachricht. Denn nicht nur die Kopfpauschale im Gesundheitswesen ist  nicht mehr durchsetzbar, sondern auch Steuersenkungen mit dramatischen Folgen für die Finanzen Städte und Gemeinden fallen aus. CDU und SPD haben in NRW jeweils 67 Sitze, Grüne 23, FDP 13, Linke 11 und immerhin 6,5 Prozent der Wähler wählten eine der Parteien, die in einem Balken unter „Sonstige“ zusammengefasst werden. 1,5 Prozent stimmten für die Piratenpartei. Hätten die Piratenwähler in NRW SPD oder Grüne gewählt, hätte es für Rot-Grün gereicht. Antreten wollen die Piraten 2011 – das steht bereits fest – auch in Baden-Württemberg.

Starten Sie gut in die neue Woche!

Waltraud Kässer

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. robberknight
    10. Mai 2010 at 10:06 #

    ich beobachte zunehmend ein etwas eigentümliches Demokratieverständnis. „Plame it to the Pirats“ wird dem Wahlergebnis in NRW nicht gerecht.
    Schauen Sie bitte auch nach ganz rechts, auf „ProNRW“, oder nach ganz Links auf die Partei „Die Linke“. Hier kann die Argumentation genauso lauten:..hätte der Wähler…usw. Von dem „Grundrauschen“ NPD und REP´s mal ganz abgesehen.
    Die Piraten stehen im Gegensatz zu diesen vorgenannten Parteien auf der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland!
    Nicht vergessen wollen wir natürlich die 41% Nichtwähler.

    so ein eingeflochtener Satz wirft ein eigentümliches Licht, oder soll ich besser sagen, einen eigentümlichen Schatten auf See-Online.Info!

    Ich erinnere mich an den urgrünen Ausspruch aus den 80ern: „Wir haben keine zweite Umwelt im Kofferaum“. Mit der Freiheit ist es genauso, derlei haben wir ebenfalls nicht erneut im Kofferaum!

    Mit freundlichen Grüßen

    Jan Lüdtke-Reißmann

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