Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute morgen möchten wir zum Beispiel über Piraten sprechen, über die GEWA und über einen Antrag der Freien Grünen Liste Konstanz.

Piraten gibt es vor Somalia, am Bodensee und in Cannes. Am liebsten sind uns selbstverständlich die aus der Karibik. Wir mögen die Freibeuter und sprechen gern über Piratencaptain Jack Sparrow. Premiere hatte „Fluch der Karibik 4“ am Wochenende in Cannes. Johnny Depp ist auch da gewesen. Und was sollen wir sagen, es hat geregnet und geregnet – so wie am Bodensee.

Sprechen sollten wir auch noch ganz kurz über die Piratenpartei. Deren Mitglieder – Delegierte gibt es bei den Piraten noch nicht – sind zu einem Bundesparteitag zusammengekommen. Mit großer Mehrheit haben sie Sebastian Nerz, bisher Vorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg, im ersten Wahlgang zum Vorsitzenden der Bundespartei gewählt. Mit Sebastian Nerz haben wir im Juni vergangenen Jahres ein nettes Gespräch am Rande eines Landesparteitags in Konstanz geführt. Wir saßen auf der Treppe am Hintereingang der Wollmatinger Halle und er war sehr abgenehm. Vielleicht sollten wir mit ihm bald wieder einmal ein kleines Interview führen.

Die Mainstream-Medien haben der anderen unter 5 Prozent Partei übrigens am Wochenende mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Wir selbst schwimmen ja manchmal ganz gern gegen den Strom. Birgit Homburger, die die ganze Zeit neben Guido Westerwelle stand, lächelt jetzt neben Philipp Rössler.

Die Freie Grüne Liste im Konstanzer Gemeinderat hat den Antrag gestellt, die Städtepartnerschaft zwischen Konstanz und Suzhou in der chinesischen Provinz Jungjse so lange auszusetzen, bis der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo und der chinesische Künstler Ai WeiWei wieder frei sind. Gestern öffneten wir einen Umschlag der Stadt mit den Sitzungsunterlagen. Besonders aufschlussreich war die „Anlage 2“. Die Stadt schickte auch die Kopie eines Schriftstücks mit chinesischen Schriftzeichen. Leider sind wir – anders als die Mitglieder des Konstanzer Gemeinderats – der kantonesischen Sprache, des Mandarin oder eines anderen chinesischen Dialekts nicht mächtig.

Bei Facebook haben wir am Sonntag folgenden Eintrag entdeckt: „Mein Neffe sucht einen Proberaum für seine Band (mit Schlagzeug) in Konstanz. Er hat schon bei der Stadt, in der Chérisy und beim Contrast gefragt. Da gibt’s überall Wartelisten. Hat jemand noch einen Tipp?“ Die Antwort: „Was soll denn der Raum kosten?“ Eine Reaktion des Fragenden: „Also, muss feststellen, es scheint ziemlich wenig Möglichkeiten zu geben. Ich sag‘ ihm, er soll statt dessen an der Seestraße ein paar Bänke…“ Das haben wir nun aber nicht gehört.

Am Samstag sorgte sich ein Freund um den möglichen Wertverfall von Immobilien in der Seestraße. Wir wollen den Teufel ja nicht an die Wand malen. Wenn ein paar Hundert abends in der Seestraße feiern, sollten Immobilienmakler sicher nicht gerade mit potenziellen Villenkäufern zu einem  Besichtigungstermin vorbeischauen. Wir haben ansonsten entschieden dagegen zu halten: Der öffentliche Raum vor den Privatgrundstücken gehört allen, finden wir.

Sehr ruhig ist es am Freitagabend übrigens im Herosépark gewesen. Die größte Plage waren da in der Dämmerung eindeutig die Schnaken. Wir raten daher der von den Anwohnern privat bezahlten Security nie ohne Autan auf Streife zu gehen. Sollten auch die Seesträßler demnächst eine Sicherheitsfirma beauftragen dürfte die in der Dämmerung einen Schnaken-Aufpreis verlangen.

Auf der GEWA haben wir übrigens an einer Besucherbefragung teilgenommen. Wie wir auf die Messe aufmerksam geworden sind, sollten wir sagen. Leider konnten wir weder „Blogs“ noch „Web“ ankreuzen, sondern nur die traditionellen Medien und Facebook.

Ein Freund schickte uns am Sonntag per Mail auch noch zwei Fotos, die er bei der GEWA gemacht hatte. Eines zeigte den Gastrobreich in Konstanz und eines den in Kreuzlingen. Wo ist es schöner gewesen, fragte er? Der Kommentar war nicht sehr nett und er würde Herrn Wörnle voraussichtlich nicht unbedingt amüsieren, hätten wir ihn hier heute Morgen online gestellt. Wir lassen es also und wünschen uns lieber für die nächste GEWA eine Strandbar und Lounge Möbel direkt am See.

Ansonsten bleiben wir dabei, dass uns die GEWA gefallen hat. Nein, Ihr Neider, wir sagen das nicht wegen des GEWA-Banners, der bis gestern noch auf unserem Blog stand, sondern wir sagen es wegen der vielen netten Gespräche, die wir an den Ständen geführt haben. Ja, so ist das manchmal. Ansonsten gibt es ja für alle, die sich noch schnell ein eigenes Urteil bilden möchten, noch unseren zweiminütigen GEWA-Film.  ;-)

Das Allerletzte: Leider müssen wir noch einmal auf den Konstanzer Image-Film zurückkommen. Alle haben ihn anscheinend gelobt. Alle? Heimlich gab es auch Kritik zum Beispiel an den Testimonials („Willkommen in Konstanz“), am kitschigen Kommentar, an zu viel Gräfin, an der Länge…Sagen wir es so: Beim nächsten Film wird hoffentlich manches besser.

Starten Sie gut in die neue Woche!

Ein Kommentar to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. SMK
    16. Mai 2011 at 13:30 #

    Hallo Frau Kässer,

    kein Problem mit konstruktiver und fairer Kritik und ja, der Gastronomiebereich auf unserer Seite war im Verhältnis zur sonstigen Messearchitektur noch ein wenig lieblos. Steht schon auf unserer (12 seitigen) todo Liste für das nächste Mal und wenn Föhr Gastronomie weiterhin so Gas gibt bin ich überzeugt, dass wir auch hier den Schweizer Standart toppen. Stefan Seeberger und sein Team waren 2011 das erste Mal dabei und wir werden gemeinsam an den richtigen Schrauben drehen, davon bin ich überzeugt.
    So sieht man auch hier, so toll eine Veranstaltung auch ist, es gibt immer was zu verbessern. Auch im Außenbereich und im Kinderland gibt es auf der deutschen Seite Optimierungspotential. Dies trübt aber nicht unsere und der Aussteller und Besucher Freude, wieder einen deutlichen Schritt voran gekommen zu sein. Allein die Beplankung der Wege (12.000€) war für die Besucher ein echter Gewinn. Von den verglasten Hallen ganz zu schweigen. Auch haben wir wohl das richtige Wegesystem für die GEWA gefunden. Gerne darf sich jeder mit guten Ideen an uns wenden, wie wir 2013 noch besser werden können! Dann werden wir auch nach blogs fragen.
    Liebe Grüße Hilmar Wörnle und das (noch ein wenig ermattete) SMK Team

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