Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute erwartet uns ein sonniger Tag mit Temperaturen bis 25 Grad. Einzelne Wolkenfelder am  Nachmittag dürften niemandem vom Sitzen in Straßencafés abhalten. Wir haben uns in diesem Jahr tatsächlich schon früh an den schönen Sommer gewöhnt. Leider müssen wir heute aber auch noch einmal auf dessen dunkle Seite und auf die Scherben am Seerhein zurückkommen. Außerdem sprechen wir kurz über Twitter, Aldi und Hörbücher.

Gestern Nachmittag waren wir noch einmal im Herosépark. Eher zufällig saßen wir auf den Stufen. Kleine Kinder haben am Seerhein gespielt. Sie waren barfuß. Plötzlich entdeckte ein Mädchen die Scherben und hielt den kleinen Jungen zurück, sie könnten an dieser Stelle doch nicht über die Steine zurück laufen. Dazu fällt mir spontan nur ein Wort mit zehn Buchstaben ein.

Später sagte ein Freund, er sei trotzdem gegen ein Glasverbot. Er würde sich in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen, wenn er am Abend nicht mehr mit einer Flasche Bier an den Rhein sitzen könnte. Der Seerhein sei sein Badeplatz. Ich habe ihn noch nie mit einer Flasche Bier irgendwo sitzen sehen. Er sagte auch, dass er es nicht für tolerierbar hält, dass Parkbesucher Flaschen zerschlagen und die Scherben am Ufer herum liegen. Nicht einig geworden sind wir uns, ob die, die sich so verhalten, ihr Verhalten in absehbarer Zeit noch ändern. Anwohner des Heroséparks und der Seestraße tingelten gestern Abend übrigens in Sachen Verbote durch die Fraktionen des Konstanzer Gemeinderats.

Aldi Süd hat es bereits getan. Betroffen war damals auch der Südkurier. Jetzt ändert dem Vernehmen nach auch Aldi Nord seine Werbestrategie. Der Discounter werde sich angeblich aus Tageszeitungen, vor allem im Osten, verabschieden. Aldi wolle mit dem Rückzug Alternativen zur Werbung erproben, weil die Tageszeitungen aufgrund des Verlustes an Auflage und Leserschaft offenbar nicht mehr die attraktivste Werbefläche bieten, schreibt das Medienmagazin Meedia.

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Das Allerletzte: Gestern Abend haben wir uns den Luxus geleistet und noch ein Hörbuch gekauft.  Während die einen anscheinend ganz verrückt auf ihren E-book-reader Kindle sind und abends im Bett jetzt wieder lesen, finde ich, es gibt nichts Schöneres als vor dem Einschlafen gemütlich ein Hörbuch zu hören. Der Raum ist dunkel. Bei offenem Fenster dringt das Stimmengewirr von draußen noch herein. Die Stimme des Erzählers  übertönt das Grummeln der Stadt, die so langsam entrückt. Wir fragen uns aus aktuellem Anlass aber auch, was ist eigentlich mit den kostenlosen Hörspiel-Download-Angeboten im Netz? Ist das kostenlose Downloaden legal? Angesichts des Preisverfalls der Hörbücher dürften mittlerweile sehr viele Hörbücher kostenlos aus dem Netz geholt oder online gekauft werden. Liest das hier heute Morgen vielleicht ein Jurist?

Kommen Sie gut durch den Dienstag!

 

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