Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Heute wird es voraussichtlich wieder schwül-warm und gewittrig. Oder es bleibt verregnet. Wir wenden uns dem Untergang einer Yacht zu und versuchen dabei nicht makaber zu klingen. Außerdem möchten wir erklären, weshalb wir Ravioli Maultaschen vorziehen.

Heute Morgen werfen wir einen Blick in die Sächsische Zeitung. Wir möchten ja nicht makaber wirken. In der Sächsischen Zeitung haben wir aber erfahren, dass an Bord des unlängst auf dem Bodensee gekenterten Motorbootes ausgerechnet Bestatter gewesen sind. Das gecharterte Boot war im Sturm gekentert und zwar nicht mit Mann und Maus aber samt Rettungsmitteln untergegangen.

Insgesamt waren neun Bestattermeister, zwei Freunde und ein Skipper in Langenargen an Bord gegangen. Der Schiffsausflug war der Schlusspunkt eines Bestatterlehrgangs an einem Wochenende.

Die Bestatter hatten Todesangst und hielten sich an allem fest, was vom Boot noch übrig war und auf dem See trieb. Ein Schweizer Ehepaar nahm die Schiffbrüchigen schließlich an Bord seiner Segelyacht. Nicht viel hätte gefehlt und die entkräftete Mannschaft wäre ertrunken. „Aber ich hielt mich wie Leonardo DiCaprio an einem Brett fest, bis wir gerettet wurden“, berichtete zum Beispiel ein Bestatter aus Chemnitz der Sächsischen Zeitung.

Dem Vernehmen nach soll in Konstanz Mitte Juli zum zweiten Mal der Maultaschenpreis vergeben werden. Ausgezeichnet werden Unternehmen, die ihre Mitarbeiter besonders schlecht behandeln. Verantwortlich zeichnet der Verdi-Bezirk Schwarzwald-Bodensee mit Margrit Zepf. Den Anstoss, „Die Konstanzer Maultasche“ zu vergeben, gab die fristlose Kündigung einer damals 58-jährigen Altenpflegerin, die ihren Arbeitsplatz bei der Spitalstiftung verloren hatte, weil sie an ihrem Arbeitszeit Maultaschen eingepackt und entwendet hatte, die andernfalls im Müll gelandet wären.

Im vergangenen Jahr hatte die Jury allerdings schlecht recherchiert, auf einer Medienkonferenz falsche Tatsachen behauptet. Auf Nachfrage hatten sie gesagt, alles sei wasserdicht und sogar schon vor dem Arbeitsgericht…Von wegen! Der Hauptpreisträger wehrte sich mit juristischen Mitteln. Die Betreiber der Website nahmen immer mehr Behauptungen zurück. Und auch wir hatten Stress, weil wir berichtet hatten und deswegen eine Unterlassungserklärung unterschreiben sollten.

Streng genommen mögen wir Ravioli sowieso lieber als Maultaschen.

Kommen Sie gut durch den Donnerstag!

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