Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Der Himmel über dem Bodensee ist so grau wie die Nachrichtenlage. Im August ist es so, dass wir uns selbst über ein im Bodensee auftauchendes Seeungeheuer freuen würden. Vielleicht sollten wir uns in diesen Tagen für eine kreative Pause entscheiden.

Weit und breit erblicken wir weder Urzeitwesen und noch gefährliche Seeschlangen. Nur am Himmel lärmt der Rundflug-Zeppelin, den der dreijährige Nachbar als „fliegende Wurst“ bezeichnet.

Wenden wir uns heute Morgen also in der Not spontan dem Fernsehprogramm zu. Wir möchten schon einmal vermelden, dass wir uns am übernächsten Wochenende nach fast zehn Jahren wieder einmal auf einen „Tatort“ aus der Schweiz freuen dürfen. Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser), den wir schon aus dem „Bodensee-Tatort“ kennen, löst seinen ersten Fall in Luzern.

Ganz korrekt ist das so freilich nicht. Das mit dem Fall schon, die Formulierung „freuen“ hingegen nicht so ganz. Wenigstens sollten wir noch einmal überdenken, ob wir uns tatsächlich der Vorfreude hingeben möchten. Der Züricher Tagesanzeiger titelte nämlich „Wie schlecht ist der Schweizer ,Tatort‘ wirklich?“ Der Autor des Textes heißt Philippe Zweifel und er zweifelt gewaltig. „Zu wenig Spannung, zu viel Sex“, mussten wir lesen.

Ursprünglich sollte „Wunschdenken“ bereits viel früher laufen. Das Schweizer Fernsehen zog die Folge aber damals zurück, weil der „Tatort“ bei der SF-Kulturchefin durchfiel. Der Streifen wurde deswegen überarbeitet. Das Ergebnis ist jetzt am 14. August um 20.15 Uhr zu sehen.

Da das Fernsehprogramm in diesem Sommer auch sonst recht langweilig daher kommt, schauen wir uns die DVD – es handelt sich um ein Rezensionsexemplar – voraussichtlich schon vorab an und kommen anschließend gern noch einmal auf „Wunschdenken“ zurück. Im schlimmsten Fall raten wir Reto Flückiger einfach, wieder zu Klara Blum nach Konstantz zurückzukehren.

Am Samstag, 13. August 2011, rollen auch die 30 Love Mobiles der 20. Street Parade ums Zürcher Seebecken. Sieben Bühnen entlang der Route, über 200 DJs, Dance- und Live-Acts sowie kulinarisches aus aller Welt ist angerichtet: Die Street Parade 2011 kann anrollen.

Fragen über Fragen beantwortet eine App fürs iPhone. Wie lautet die Love Mobil-Reihenfolge, welcher DJ legt wo auf und wo befindet sich das nächste WC? Die Street Parade App ist ein Muss für jeden, der den Überblick an der farbenfrohen Parade nicht verlieren will.

„Alles, was man über die Street Parade wissen muss, findet man auf der neuen Street Parade-App“, schwärmt Joel Meier, Präsident vom Verein Street Parade. Während des Mega-Events selbst werden die wichtigsten News oder Programmänderungen live via Push-Nachricht zugesandt. Mit der App verliert kein iPhonebesitzer die Orientierung. Zu sehen ist immer auch der eigene Standort.

Die App wurde in Zusammenarbeit mit usgang.ch entwickelt und steht ab sofort gratis zum Download bereit.

Am Rande sei hier noch erwähnt, das am selben Tag auch das Konstanzer Seenachtfest steigt. Wir selbst werden es voraussichtlich von der Dachterrasse aus anschauen. Vorher ist ein bisschen grillen und chillen angesagt.

Kommen Sie gut durchen Hochsommerdienstag!

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