Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Während sich der Sommer Woche für Woche mehr seinem Ende zuneigt, ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Nein, nicht wettermäßig. Das überlassen wir denen, die sich mit Wetter, Zahlen und Jahrhundertsommern besser auskennen.

Der Sommer ist immer auch ein Synonym zu Festen und Feiern und dem Leben draußen auf der Straße. Ein Höhepunkt dieses Sommers sind die vielen kleinen, spontanen Ereignisse gewesen. In Erinnerung bleiben uns ein Konzert von Schwester Gaby beim Pavillon im Stadtgarten, vielleicht das lässige Sommerfest nach der Christopher Street Parade ebenfalls im Stadtgarten und ganz bestimmt die Gassenfreitage in der Konstanzer Niederburg von Mai bis September. Der letzte folgt im Oktober.

Letztere sind so etwas wie das spontane Come-Together von Nachbarn, Freunden und Kollegen. Live-Musik wabert durch die Gassen, Illusionisten verblüffen ihr Publikum. Hungrige machen sich über Fingerfood her. Sammler durchstöbern die Tischflohmärkte und erstehen eine CD mit Weltmusik, die andere anscheinend entbehren können.

Nicht auf der Liste haben wir, wenn wir den Sommer passieren lassen und daran zurück denken, was uns im Gedächtnis bleibt, große kommerzielle Feste. Ganz weit unten stehen da die Konstanzer Sommernächte. Die Organisatoren, die tagelang den öffentlichen Raum im Stadtgarten blockierte, haben den Bogen überspannt. Eintritt für eine Coverband und fünf Euro für ein Bier. Wo auch immer am Ende des Sommers der Name Dieter Wäschle fällt, reagieren die Konstanzer ungehalten. Dann lieber einen lässigen Sommerabend in der Strandbar des Studentenwerks Seezeit am Seerhein genießen.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Grillplatz auf dem Gelände Klein-Venedig, den die Stadt angelegen ließ. Jetzt, vom Ende des Sommers bis Ende Oktober, ist er wegen des Oktoberfestes eines privaten Veranstalters, wo Oktoberfestbier in Strömen fließt, gesperrt. Nicht nur Jugendliche schütteln da den Kopf. Das kommerzielle Fest scheint der Stadt wichtiger zu sein als der Treffpunkt für die Jugendlichen, die die Stadt mit dem Grillplatz auch vom Melting Point Herosé und der Seestraße weglocken wollte.

Am Mittwoch dieser Woche besucht Ministerin Bilkay Öney (SPD) Konstanz. Sie kennen die Integrationsministerin noch nicht. Im Mittelpunkt ihrer Tour stehen Fragen wie: Was sind die kulturellen Grundlagen von Integration? Welche Erfahrungen macht die Stadt Konstanz mit konkreten Projekten?

Öney informiert sich vormittags an der Universität Konstanz über Forschungsfragen und -ergebnisse des Excellenz-Clusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“. Das Quartierszentrum Berchen-/Öhmdwiesen stellt der Ministerin seine Projekte interkulturelle Elternarbeit und den interkulturellen Garten vor. Die Projekte werden noch aus Mitteln des Sanierungsprogramms Soziale Stadt gefördert, die allerdings Ende 2012 auslaufen. Öney wird vom SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Storz begleitet.

Am selben Tag kommt auch gleich noch eine zweite Landesministerin nach Konstanz. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Theresia Bauer (Grüne), wird am 7. September 2011 die beiden Konstanzer Hochschulen besuchen — am Vormittag die Universität Konstanz, am Nachmittag die Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG).

Starten Sie gut in die neue Woche!

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