Guten Morgen Bodensee!

Kolumne – Aus der Flachwasserzone

Heute möchten wir uns ausschließlich lokalen Themen wie den Wetteraussichten für den Bodensee über Pfingsten und dem Ärger übers langsame Surfen im Internet in Überlingen widmen aber trotzdem mit Corny Littmann, bis gestern Präsident des FC St. Pauli, beginnen.

Corny Littmann, der Präsident des FC St. Pauli ist also überraschend zurückgetreten. Als Begründung gab der schillernde Theatermann an: Mit dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga und dem Bau des neuen Stadions sei seine Mission erfüllt. Sagen wir es einmal so: Wenn der FC St. Pauli die Konstanzer Bürgerinitiative „Nein-zu-Klein-Venedig“ wäre, wäre die Mission erfüllt: Konstanz ist nicht in die Liga der Städte mit einem eigenen Konzerthaus aufgestiegen und es gibt kein neues KKH. Aufs Lokale heruntergebrochen hieße das, Günther Schäfer hätte seine Arbeit getan. Bis zum Abpfiff wird es aber noch mindestens bis heute Nachmittag dauern. Denn dann steht der Abschluss des Projekts KKH auf Klein-Venedig auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats.

Gestern haben wir berichtet, dass es mit dem Anschluss des Überlinger Gewerbegebiets Oberried an die schnelle Datenautobahn noch länger dauern wird. Für alle weniger Ortskundigen sei noch einmal darauf hingewiesen, dass es im Gewerbegebiet bisher kein DSL gibt und dass es sich auch nicht etwa um ein neu erschlossenes, sondern um ein Gewerbegebiet handelt, in dem seit vielen Jahren sogar Softwarefirmen ansässig sind. Dass es kein DSL gibt, ist ein Skandal. Hätte die Stadt im vergangenen Jahr einen Vertrag mit der Telekom geschlossen, wären die DSL-Anschlüsse wenigstens ab Ende Juli verfügbar. Oberbürgermeisterin Sabine Becker kungelte aber lieber mit SWÜ-Geschäftsführer Klaus Eder. Ob es mit dem SWÜ bis Ende Juli DSL im Gewerbegebiet geben wird, ist – um es vorsichtig zu sagen – ungewiss. Hoffentlich vermasselt es Eder nicht.

Der April war also der wärmste Monat überhaupt auf der Erde – seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Die Nachricht ist uns beim Blick aus dem Fenster heute nur ein schwacher Trost. Deswegen möchten wir mit dem Meteo für Pfingsten schon einmal ein bisschen optimistische Stimmung verbreiten. Morgen soll es laut Schweizer Fernsehen von Westen her einen Übergang zu freundlichem Wetter bei 17 bis 19 Grad geben. Von Samstag bis Pfingstmontag dürfte es trotz einigen Wolken dann recht sonnig und meist trocken sein. Am Montagabend steigt laut Meteo das Gewitterrisiko. Aber immerhin am Samstag sind 22 Grad und am Pfingstmontag bis 25 Grad angesagt.

Kommen Sie gut durch den letzten Regentag vor Pfingsten!

Waltraud Kässer

2 Kommentare to “Guten Morgen Bodensee!”

  1. Fenedig
    20. Mai 2010 at 09:45 #

    Littmann hat sich für St. Pauli eingesetzt und mit den Investitionen, die auch Arbeitsplätze schaffen, am Millerntor ein Fenster in die Zukunft geöffnet. Schäfer hat sich in Konstanz für das Gegenteil stark gemacht. Die Stadt hängt entsprechend noch immer in der Bezirksliga fest, soweit es die (klassische) Konzertkultur betrifft. Es gibt keinen anderen Weg, als für die Zukunft weiter an einer entscheidenden Verbesserung der heutigen Zustände zu arbeiten.

  2. dk
    20. Mai 2010 at 10:05 #

    @ Ärger übers langsame Surfen im Internet in Überlingen

    Für viele Kleinstädte ist DSL-16000 (kbit/s) eigentlich Standard. Bei meinem Provider wird sogar DSL-50000 (kbit/s) angeboten, was eher nur in Ballungsgebieten bestellbar ist.
    Die (kbit/s)-Werte sind als Maximalwerte zu verstehen.

    Wenn man den heutigen SK-Kommentar zum Thema liest, könnte man mildernd entgegen halten, dass für ÜB ein Warten bis 2011 mit SÜW-Auftrag sinnvoll sein kann, weil man dann kein mittelmässiges DSL erhält, sondern hochmoderne Glasfaser-Leitungen als aktuell modernste Technik.

    Nicht nur Gewerbegebiete benötigen DSL zum schnellen überregionalen Datenaustausch, sondern auch Dienstleister und Tourismus-Betriebe: neben den TV bringt Internet einen Plus-Stern als Bonus-Service beim Kunden.

    Es gibt einen technischen Wettlauf im Internet (vergleichbar den PCs): je besser die Infrastruktur (Hardware), umso mehr Features erhalten die Websites (Software), sodass ein Update zwingend erscheint.
    Wer benützt heute noch PCs, die im Jahr 2000 gebaut worden sind und was könnte er heute noch damit bearbeiten?
    In einigen Jahren könnte vielleicht DSL-50000 Standard sein bzw. sogar DSL als Auslaufmodell gelten.

    Man sollte reale Autobahnen nicht höherwertig betrachten als Daten-Autobahnen, um den Eindruck eines „IT-Schwellenstaates“ zu vermeiden bzw. am falschen Projekt sparen.

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