Guten Morgen Bodensee!

Von Waltraud Kässer

Sprechen wir heute Morgen noch einmal über den CDU-Politiker Siegfried Kauder, der sich vor der Netzgemeinde bis über beide Ohren blamiert hat, über Gewinner und Verlierer unter Nachrichtenwebsites, gefährliches Saatgut, einen neuen Studiengang an der Uni Konstanz und und einen neuen Service des Friedrichshafener Standesamtes. Das Wochenende verbringen wir dann beim Barcamp in Stuttgart, wo wir unser Wissen teilen und uns ein persönliches Update holen möchten.

Den schönsten Titel haben wir gestern Abend noch im Medienmagazin Meedia entdeckt. Unter der Überschrift „Kaudergate: CDU-Mann blamiert sich im Netz“ berichtete Meedia über unerwartete Verfehlungen des Herrn Siegfried Kauder.

Peinlich, peinlich: Der 60-Jährige Bundestagsabgeordnete, der auch Vorsitzender des Rechtsausschusses ist, sieht sich von der Netzgemeinde mit Vorwürfen konfrontiert, er habe auf seiner Website Urheberrechtsverletzungen begangen. Passiert ist das nun ausgerechnet jenem Herrn Kauder der noch vor wenigen Tagen verlangt hatte, dass bei Verstößen gegen das Copyright den Betreffenden der Zugang zum Internet gesperrt werden solle. Beantworten soll Siegfried Kauder deshalb auch eine unbequeme Frage auf Abgeordnetenwatch.de. Aber, sind Sie überhaupt noch online, Herr Kauder?

Flugs schieben wir da doch gleich noch eine Nachricht aus dem Web hinterher. Die süßesten Früchte fressen im Web nicht nur die großen Tiere. Während große Nachrichten-Websites eher Besucher verloren haben und nur zwei ihre Unique-User-Zahlen verbessern konnten, gibt es auf den Plätzen 31 bis 50 aktuell mehr Gewinner als Verlierer. Am deutlichsten verloren haben zuletzt Welt Online, stern.de und News.de, zu den Gewinnern gehören die Berliner Morgenpost, Abendblatt.de und ovb-online.de aus Rosenheim . Erstmals gelistet auf Platz 42 ist dnews.de . Beim Südkurier bleibt übrigens alles wie es gewesen ist. Auf Platz 1 und 2 des News-Rankings stehen mit großem Vorsprung noch immer Bild.de und Spiegel Online. Das berichtet das Medienmagazin Meedia.

Zurück ins Real Life. In freier Wildbahn droht Gefahr, nicht etwa durch wilde Tiere, aber durch gefährliche Pflanzen. Am Lorettowald in Konstanz wuchsen direkt am Waldrand, wie der Förster bemerkte, plötzlich Stechapfel, Kohl und Sonnenblumen. Auch die allergieauslösende Ambrosiapflanze war in der kunterbunten Pflanzenmischung zu finden. Ambrosiapollen sind aggressiv und können neben einer Allergie auch Asthma auslösen. Das Forstamt vermutet, dass verunreinigtes Vogelfutter als Saatgut verwendet worden sein könnte. Die Pflanzen sind entsorgt worden.

Weiter geht’s heute Morgen grenzüberschreitend und interdisziplinär. Die Uni Konstanz bietet im Wintersemester erstmals den Masterstudiengang „Frühe Kindheit“ an. Die ersten Studierenden beginnen mit ihrem Studium Mitte Oktober. Der interdisziplinäre Studiengang wurde von der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) als grenzüberschreitendes Studienangebot entwickelt. Außerdem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Marie Meierhofer Institut für das Kind in Zürich und der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Ulm.

Die Stadt Friedrichshafen teilte jetzt mit, dass Bürgerinnen und Bürger Termine im Standesamt neuerdings online vereinbaren. Unnötige Wartezeiten wegen Terminabsprachen fallen weg. Paare könnten bequem von zu Hause aus ihren Wunsch-Trautermin aussuchen. Den Partner oder die Partnerin können Heriratswillige mittlerweile ja ebenfalls im Web finden. Wer noch Fragen hat, liest vielleicht am besten bei Jean-Claude Kaufmann „Sex@mour – Wie das Internet unser Liebesleben verändert“ nach. Am Montag ist das Buch beim Konstanzer UVK Verlag erschienen. Es enthält auch diverse Handlungsanleitungen und Verhaltensregeln. Wir haben es für Sie schon einmal durchgelesen, waren aber nicht so begeistert.

Das Allerletzte: Das Theater Konstanz bittet heute Nachmittag zur Pressekonferenz. Eineinhalb Stunden (!) soll das Mediengespräch dauern. Ob wir solange durchhalten? Anscheinend hat das Theater viel zu erzählen. Gleich am ersten Wochenende stehen zwei Uraufführungen und eine Premiere auf dem Spielplan. Ob wir eineinhalb Stunden dabei bleiben? Allzu gern würden wir heute Nachmittag noch ein allerletztes Mal im Konstanzer Seerhein zwischen den bunten im Wasser treibenden Blättern „abschwimmen“. Den Text über die Theaterpremieren gibt’s auf alle Fälle erst in der kommenden Woche – und dreimal so lang wie sonst wird er auch nicht werden.

Starten Sie gut ins Wochenende, das dieses Mal von Samstag bis Montag dauert!

Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Hinterlassen Sie hier Ihren Kommentar. Bleiben Sie bitte nett. Ihre E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.